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Alles zum Thema Aussaat

© Neudorff

Februar 2015 Endlich kann es losgehen − die neue Gartensaison startet! Stellen Sie Töpfe und Schalen für die Aussaat bereit, besorgen Sie feine Aussaaterde und prüfen Sie Ihre Saatgutbestände. Dann dürfen die Hände wieder nach Herzenslust in der Erde wühlen, die Nase erschnuppert den warmen, erdigen Geruch und die ersten Pflänzchen zeigen bald ihr zartes Grün.


Pflanzen sind hoch entwickelte Lebewesen, die sich unter widrigsten Bedingungen behaupten. Schon jedes Samenkorn enthält die Eigenschaften der späteren Pflanze. Die Natur hat ihm einen reichen Vorrat mitgegeben an wichtigen Mineralstoffen, Vitaminen und Energie in Form von pflanzlichen Ölen und Fetten. Kommen dann Wasser, Sauerstoff und Wärme hinzu, setzt sich die Keimung in Gang.

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Viel Spaß beim Gärtnern!

nach obenSäen mit Erfolg

Es zahlt sich immer aus, bessere Sorten zu wählen. Für die geringen Mehrkosten wird man reich entschädigt durch höheren Ertrag und weniger Probleme. Moderne Sorten sind auf Widerstandsfähigkeit gezüchtet. Sie sind weniger anfällig gegen Krankheiten, oft sogar gänzlich resistent gegen Pilze und Bakterien. Wo immer möglich, wählen Sie Züchtungen aus, die mit Schädlingen besser fertig werden und leichter zu pflegen sind. Eine erfolgreiche Entwicklung sind z. B. Salatsorten, die nicht mehr von der Grünen Blattlaus (Nasonovia ribisnigri) befallen werden. Das je nach Rasse rotbraune, gelbe oder dunkelgrüne Insekt zeigt keine Neigung, die Salatblätter zu besiedeln, sich ins zarte Herz zu verkriechen oder auf andere Art dem Menschen den Salatgenuss zu verderben. Gentechnik ist dabei nicht im Spiel. Vielmehr hat die Einkreuzung einer Salatwildart diesen lange gehegten Gärtnertraum möglich gemacht.

Ein weiteres Beispiel auf dem Wege zu natürlichen Resistenzen sind Karottensorten (z. B. 'Flyaway', 'Ingot'), um die Möhrenfliegen einen großen Bogen machen.

Tomatenanzucht auf der Fensterbank
© Stein/Wolff
Tomatenanzucht auf der Fensterbank

nach obenVorkultur

Schon ab Februar werden die ersten Frühgemüse gesät. Tomaten, Paprika, Kopf- und Eissalate beginnen Anfang März, mit Gurken und Kürbisgewächsen kann man bis Anfang April warten.

Benutzen Sie dafür saubere Gefäße wie Töpfe, Aussaatschalen oder kleine Zimmergewächshäuser aus transparentem Kunststoff. Sie verhindern das Austrocknen bis zur Keimung und sorgen danach für ein feuchtes, günstiges Kleinklima. Falls nicht vorhanden, können Sie je eine Aussaatschale in einen Plastikbeutel schieben. Diese sollten Sie aber sofort nach dem Aufgang lüften, denn sonst faulen die Sämlinge.

Töpfe und Erde aus Recyclingmaterial
© Stein/Wolff
Töpfe und Erde aus Recyclingmaterial

nach obenAb in die Erde

Als Substrat empfiehlt sich lockere, keimfreie, nährstoffarme Aussaaterde. Eigener, ausgereifter Kompost ist wegen der enthaltenen Pilze und Bakterien nur für Aussaaten geeignet, wenn man ihn vorher sterilisiert. Füllen Sie die benötigte Menge in einen Topf oder eine Bratfolie. Anschließend im Backofen erhitzen (½ Stunde bei 150 °C oder 15 Minuten in der Mikrowelle bei 500 Watt. Nach dem Abkühlen bald verwenden.

Empfehlenswert vor allem bei Gurken, Melonen, Kürbis oder Zucchini sind auch Torfquelltöpfe oder Topfplatten, die bei Zugabe von lauwarmem Wasser bald aufquellen. Sie sparen das oft mühsame Pikieren. Säen Sie pro Töpfchen je 2 bis 3 Samen und lassen Sie nach dem Aufgang nur die beste Pflanze weiterwachsen. So werden die Pflanzen nicht gestört, gedeihen schneller und entwickeln einen gut durchwurzelten Ballen.

nach obenBei warmem Boden keimt alles besser

Säen Sie nicht zu früh aus! Wenig Licht im Winter lässt auch die Sämlinge kraftlos erscheinen. Sie werden anfällig, kippen schon kurz nach dem Keimen durch Pilzbefall um und "vergeilen". Zwar kann man im Zimmer oder im Gewächshaus zusätzlich belichten. Trotzdem ersetzt nichts die Kraft des Sonnenlichts, das in den Frühjahrsmonaten schnell an Dauer und Menge zunimmt.

Beachten Sie auch die Keimtemperaturen, besonders bei Paprika und Gurken (über 20 °C, auch nachts). Fensterbänke aus Stein können die Kälte von draußen ins Zimmer leiten. Dann hat der Samen Mühe zu keimen. Mit einem Thermometer können Sie die Temperatur kontrollieren und notfalls mit einer untergelegten Platte aus Holz oder Kork für mehr Wärme sorgen.

Aussaat in der Schale
© Stein/Wolff
Aussaat in der Schale
Keimender Samen
© Stein/Wolff
Keimender Samen

nach obenVom Saatkorn bis zur Pflanze

Füllen Sie die Schale oder die Töpfe mit feuchter Erde, drücken sie leicht an und verteilen Sie den Samen gleichmäßig und mit einigem Abstand darauf. Mit einem Brettchen oder der Hand andrücken und danach in der 2- bis 3-fachen Samendicke mit Erde bedecken. Sehr feiner Samen wie Sellerie und einige Kräuter werden nur angedrückt, mit feiner Brause angegossen und anschließend feucht gehalten.

Schon bald nach dem Aufgang benötigen die Sämlinge mehr Platz. Sie werden mit einem Hölzchen oder einem Pikierstab vorsichtig gelockert und mit eingekürzter Wurzel in etwas kräftiger gedüngte Erde umgesetzt (pikiert). In Schalen, Topfplatten oder Torftöpfen wachsen die Jungpflanzen an einer hellen, aber nicht prallsonnigen Stelle weiter. 2- bis 3-mal flüssig düngen, zuletzt kurz vor dem Auspflanzen eine Startdüngung geben, das erleichtert das Anwachsen. Um Rückschläge zu vermeiden, werden die Pflanzen durch ausgiebiges Lüften oder Herausstellen ins Freie abgehärtet.

nach obenSo lange dauert die Anzucht


GemüseAussaatPflanzungWochenErnte ab
Asia-SalateFeb.Mitte März4 − 5Mitte April
ChinakohlMitte JuniEnde Juli4 − 5Sept.
Eissalat,frühMitte Feb.Anf. April7Anf. Mai
GurkenAnf. AprilMitte Mai6 − 7Juli
KnollenfenchelMitte MärzEnde April6Juni
Kopfsalat,frühMitte Feb.Ende März5 − 6Ende April
KopfsalatAnf. AprilMitte Mai5Mitte Juni
PflücksalatEnde MärzAnf. Mai4 − 5Ende Mai
RadicchioMitte JuniMitte Juli4 − 5Ende Sept.
SchnittsalatFeb.Direktsaat4 − 5Ende März
SellerieMitte MärzMitte Mai8 − 9Ende Juli
TomatenEnde Feb.Mitte Mai10 − 12Juli
Weiß- u. RotkohlAnf. AprilAnf. Mai4 − 5Ende Juni


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Anzucht, Aussaa, Bepflanzung, Erde, Keimen, Saaterde, Saatkorn, Säen, Vorkultur

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