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Gartenberatung:
Mein Garten − fit für Wildbienen

Januar 2015 Wer Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten ernten will, benötigt schon eine gewisse Fitness. Beete müssen umgegraben, Gehölze geschnitten, Unkraut entfernt, Pflanzen gewässert und gedüngt werden. Doch wir sind nicht die einzigen Arbeiter im Garten. Auch Insekten haben reichlich zu tun − eine ihrer Hauptaufgaben ist die Bestäubung der Pflanzen.


© Verband Wohneigentum/Breidbach

Die Honigbiene gilt als der Hauptbestäuber in der Natur und auch in unseren Gärten. Leider geht ihr Bestand in den letzten Jahren stark zurück. Hauptgrund für das Verschwinden ganzer Bienenvölker ist die Varroamilbe. Eine neu hinzugekommene Gefahr ist der asiatische Einzeller Nosema ceranae, der ebenfalls schwere Erkrankungen hervorruft und ganze Bienenvölker bedroht. Die intensive Landwirtschaft mit einem hohen Pestizideinsatz tut ihr Übriges. Zudem kämpfen die Imkerverbände seit vielen Jahren mit Nachwuchsproblemen, wobei in manchen Regionen ein positiver Trend wieder hin zum Imkern zu beobachten ist. Vor allem das Imkern im Stadtbereich (englisch: Urban Beekeeping) erfreut sich zunehmender Beliebtheit.

© Verband Wohneigentum/Breidbach

nach obenGESCHÄFTIGE EINZELGÄNGER

Weitaus weniger bekannt, aber nicht minder geschäftig, sind die Wildbienen. Im Gegensatz zu den Honigbienen, die in kompliziert aufgebauten Staaten leben, sind sie eher Einzelgänger. Ein Ei wird in ein "Nest" gelegt, mit Pollennahrung versorgt und abschließend gut verschlossen zurückgelassen. Im darauffolgenden Jahr schlüpft eine neue Wildbiene. Leider haben es die Wildbienen immer schwerer, genügend Nahrung und Unterschlupfmöglichkeiten in der Natur und in unseren Gärten zu finden, es herrscht kulinarische und wohnpolitische Tristesse. Zu aufgeräumt sind Landschaft und Gärten, zu arm das Angebot an Nahrungsquellen. Und schließlich greift der Mensch beim Pflanzenschutz zu Mitteln, die das Leben für die geflügelten Wesen nicht einfacher machen. Doch wir können auch Gutes für sie tun!

© Verband Wohneigentum/Breidbach

nach obenNAHRUNGSANGEBOT SICHERN

Wildbienen sind überzeugte Vegetarier, sie ernähren sich von Pollen und Nektar. Dafür benötigen sie blühende Pflanzen − am besten das ganze gärtnerische Jahr hindurch, von März bis Oktober. Hier sind wir gefragt, denn durch eine entsprechende Planung und Gestaltung mit Bäumen, Sträuchern, Stauden und ein-/zweijährigen Pflanzen schaffen wir die Nahrungsgrundlage für die Tiere.

Blumenzwiebeln wie Schneeglöckchen, Traubenhyazinthe und Krokusse, aber auch Kornelkirsche und Felsenbirne sowie Blaukissen und Primeln liefern im Frühjahr die erste Nahrung. Im Frühsommer schwelgen die Bienen in einem reichhaltigen Angebot aus einfach blühenden Rosen, Akelei, Katzenminze und vielem mehr. Hoch- und Spätsommer sind blühtechnisch eine schwierige Zeit. Hier gilt es, mit Schmetterlingsstrauch, Blutweiderich, Sonnenbraut und rotem Sonnenhut oder auch mit Löwenmäulchen und Königskerze den Tisch zu decken. Zum Herbst hin nimmt das Nahrungsangebot weiter ab, doch auch hier kann man Abhilfe schaffen. Strauchefeu, hohe Astern, Fetthennen, Eisenkraut und Kapuzinerkresse blühen bis in den Oktober. Und wer nicht jedes Unkraut entfernt, lässt hier und da einen kleinen Nachtisch für hungrige Rüssel stehen.

Ihr Martin Breidbach

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Schlagworte dieser Seite:

Biene, Blumenzwiebel, Gartenberatung, Krokus, Nahrungsangebot, Schneeglöckchen, Wildbiene

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