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Unsere Rosen – Strauchrosen und Kletterrosen

Strauchrose 'Pink Grootendorst' ("Nelkenrose") F. J. Grootendorst 1923
© Jaehner
Strauchrose 'Pink Grootendorst' ("Nelkenrose")
F. J. Grootendorst 1923
Strauchrose 'Freisinger Morgenröte'
© Jaehner
Strauchrose 'Freisinger Morgenröte'

September 2000  


nach obenPflege von Strauchrosen

Zierstrauchrosen schneidet man nicht so stark wie Beetrosen, sondern lässt sie freier wachsen. Im Frühjahr beschränkt sich der Schnitt auf das Entfernen etwa erfrorener Triebe, wobei man die Pflanzen insgesamt etwas in Form bringt. Gelegentlich lichtet man aus, indem man einige der ältesten Triebe ganz entfernt und so nebenbei die Triebkraft der Pflanzen erhält.

Versorgung mit ausreichend Nährstoffen unterstützt die Bereitschaft zu reicher und langer Blüte.

nach obenKönnen Kletterrosen klettern?

Kletterrosen gehören unzweifelhaft zu den schönsten Rosen. Wenn etwas gekonnt die überreiche Blütenfülle von Rosen demonstriert, dann Kletterrosen zur Zeit der Hauptblüte im Juni. Dann blühen sie alle, die einmal- wie die öfterblühenden Sorten, die stark- und schwachwüchsigen, ein Grund, sie etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Kletterrosen sind keine Kletterpflanzen im üblichen Sinne. Sie bilden zwar auffallend lange Triebe, die sich aber nur mit Hilfe der Stacheln in sehr begrenztem Maß aufrichten und festhalten können. Soll es richtig in die Höhe gehen, sind dafür Stützen vorzusehen, an die die Triebe angebunden werden müssen.

nach obenSolche und solche Kletterrosen

Kletterrose 'Bantry Bay'
© Jaehner
Kletterrose 'Bantry Bay'
Ältere Kletterrosensorten gehen auf Züchtungen aus der Vielblütigen Rose (Rosa multiflora) und der Wichurianarose (Rosa wichuriana), einer halbimmergrünen asiatischen Wildrose zurück. Je mehr Wichuriana-Blut Kletterrosen haben, um so kritischer werden für sie kalte Winter.

Vor allem Edelrosen neigen mitunter dazu, von sich aus besonders lange Triebe zu bilden. Eine solche spontan hervorgebrachte Veränderung nennt man Sport, was soviel heißt wie Spielart. Climbing-Sports übersetzt man am besten mit kletternde Spielart.

Es gibt zum Beispiel Climbing Super Star oder Climbing Gloria Dei, um nur zwei allgemein bekannte Namen zu nennen. Climbing-Sports sehen schön aus, brauchen nur leider durchweg viel Sonne und Wärme, sind deswegen eher etwas für recht günstige Lagen mit milden Wintern.

Maßgeblichen Einfluss auf die Züchtung von Kletterrosen in neuerer Zeit hat Rosa kordesii. Diese Rose entstand 1940 aus spontaner Chromosomenverdoppelung der Sorte 'Max Graf' wiederum bei Kordes. Dieser züchtete mit der neuen Rose weiter und schuf damit eine der wichtigsten heutigen Kletterrosenrassen. Die betreffenden Sorten zeichnen sich durch starken Wuchs, Gesundheit, glänzendes Laub, reiche und dauernde Blüte aus.

nach obenTipps zur Auswahl von Kletterrosen

Da sich das Sortiment ständig ändert, entweder weil neue interessante Sorten gezüchtet werden oder sich der Geschmack wandelt, soll von Namensnennungen abgesehen werden. Dagegen sei darauf aufmerksam gemacht, dass einmalblühende Kletterrosen die kürzere Blütezeit normalerweise mit erfreulicher Härte kompensieren.

Öfter- und dauerblühende Sorten schließen häufig erst recht spät im Jahr mit dem Trieb ab und gehen besonders bei langem und mildem Herbst mit teils noch weichen Trieben in den Winter, was unter Umständen zu Frostschäden führen kann.

Ungefüllt oder nur halbgefüllt blühende Sorten vertragen erfahrungsgemäß niederschlagsreiche Witterung besser als solche mit gefüllten Blüten.

nach obenVerwendung von Kletterrosen

Kletterrosen übernehmen viele Aufgaben im Garten. Der klassische Rosenbogen lässt sich mit beliebig vielen weiteren Bögen zum Rosengang erweitern, dies am schönsten und abwechslungsreichsten mit mehreren Sorten.

Traditionell bekleiden Kletterrosen Hauswände und Mauern. Kletterrosen verschönern Maschendrahtzäune und Sichtschutzwände. Man kann – dies schon etwas ungewöhnlicher – Kletterrosen in lichte Baumkronen schicken oder sie sich ganz frei zu blütenreichen Rosenhügeln auswachsen lassen. Sie bauen an entsprechend gesteckten Stangen Rosenpyramiden als Blickfang zum Beispiel auf dem Rasen oder lassen ihre Triebe über Mauerbrüstungen hängen.

nach obenKaskadenrosen sind Spitze

Kaskadenrose 'Hermann Schmidt'
© Jaehner
Kaskadenrose 'Hermann Schmidt'
Auf Stämme veredelte Kletterrosen verdienen einen besonderen Hinweis. Man nennt sie gemeinhin Trauerrosen, doch wird diese Bezeichnung diesen wunderschönen Pflanzen nicht gerecht. Er setzt sie regelrecht herab. So kam der Gedanke auf, diese Rosen einfach umzutaufen. In Hängerose vielleicht? Das sagt nicht viel, und wenn jemand sich hängen lässt, ist das ja auch nicht gerade das Tollste. Kaskadenrose? Schon wesentlich besser! Wasserfälle aus lauter Blüten! Solche Rosen sind Spitze!

Kaskadenrosen gehören in die Kategorie Stammrosen. Es handelt sich um Pflanzen mit 140 cm hohen oder noch höheren Stämmen, auf die Kletterrosen veredelt werden.

Kaskadenrosen werden zurückhaltend geschnitten, indem man jeweils nur die abgeblühten schwächlichen Triebe entfernt. Vor Beginn des Winters, also etwa Anfang Dezember, bindet man die langen Triebe vorsichtig zusammen und befestigt sie am Haltepfahl. Darüber kommt ein schützender Mantel aus Nadelholzgrün, Schilf, Strohmatten oder dergleichen.

Allgemein sollte man versuchen, grundsätzlich bei allen Kletterrosen alles Verblühende bald wegzuschneiden. Ab und an werden einige der ältesten Triebe entfernt. Kletterrosen vor Wänden und Mauern wässert man vor allem während des Flors schon bei kürzerem Ausbleiben von ausreichend Regen.

Bilden Kletterrosen nur schwache Neutriebe, hungern sie. Kletterrosen sollten wie andere Rosen zweimal gedüngt werden, im Frühjahr bei Austrieb und Ende Mai/Anfang Juni.

nach obenKletterrosen aus Stecklingen

Abschließend noch ein Hinweis darauf, dass man Kletterrosen vergleichsweise ziemlich leicht aus Stecklingen vermehren kann. Man schneidet die Stecklinge von gut ausgereiften einjährigen etwa 20 bis 25 cm langen Trieben im August. Von solch einem Trieb taugt für den vorgesehenen Zweck nur das Mittelstück. Die Spitze ist noch zu weich, das untere Ende zu hart.

Der Steckling sollte etwa 3 Blätter haben, die bis auf die Blattstiele entfernt werden. Oben schneidet man 1 cm über dem obersten Auge die Spitze weg. Der untere Schnitt erfolgt wie üblich direkt unter dem untersten Auge.

Man steckt ihn in das gängige Torf-Sand-Gemisch und hält ihn bei gespannter Luft, bis sich der Steckling streckt und damit anzeigt, dass sich Wurzeln bilden. Dann topft man um in gehaltvolleres Substrat. Eventuell kann bereits im nächsten Frühjahr an Ort und Stelle gesetzt werden.

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