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Zuckermais − leckeres Feingemüse

Zuckermais 'Tasty Sweet': sehr süß und ertragreich
© Stein, Dagmar
Zuckermais 'Tasty Sweet': sehr süß und ertragreich

September 2014 Herrlich süßer, frischer oder gedünsteter Zuckermais (Zea mays) ist eines der besten Gemüse, das uns zur Verfügung steht. Nicht nur Kindern macht es viel Spaß, herzhaft in die runden Kolben zu beißen und die feinen, gelben Körnchen abzuknabbern. Wer etwas Platz im Gemüsebeet hat, kann das leckere Gemüse problemlos im Garten kultivieren.


Mit dem Futtermais, dessen Kolben zur Milchreifezeit ebenfalls leicht süß schmecken, haben die Zuckermais-Züchtungen von heute nur noch wenig gemein. Sie stammen meist aus den USA, wo die wohlschmeckende Körnerfrucht zu einer der beliebtesten Delikatessen zählt. Selbstverständlich sind die Gemüsesorten streng kontrolliert und haben nichts mit dem landwirtschaftlich genutzten "Gen-Mais" zu tun. Sie unterscheiden sich vom Feld- oder Futtermais durch wesentlich höheren Zuckergehalt, längere Haltbarkeit und feineren Geschmack. Die etwa 20 cm langen Kolben mit vielen goldgelben oder cremeweißen Körnern kann man frisch abknabbern oder 10 Minuten lang kochen, leicht salzen und mit Butter beträufelt heiß genießen. Ein Genuss ist auch gegrillter Zuckermais. Die einzelnen Körner lassen sich mit einem Messer ablösen, gefrostet ergeben sie − ähnlich wie Erbsen − einen vitaminreichen Vorrat für den Winter.

Zuckermaiskolben "unverhüllt"
© Stein, Dagmar
Zuckermaiskolben "unverhüllt"

nach obenMais zählt zu den Gräsern

Die bis zu 2 m hohen Maispflanzen sind einjährig und zählen zur großen Familie der Gräser. Ursprünglich stammen sie aus Mittelamerika, wo sie schon den Indios als Nahrung dienten. Im Juli/August erscheinen an den Trieben männliche Blüten, deren Blütenstaub mit dem Wind auf die an Kolben sitzenden weiblichen Blütenfäden weht. Daraus entwickeln sich dann pro Pflanze etwa zwei bis drei große, kräftige Kolben, die mit goldgelben Fruchtkörnern bestückt sind. Sie sind umgeben von großen, festen Hüllblättern. Der optimale Geschmack entwickelt sich zur Zeit der Milchreife im September und Oktober. Sie lässt sich mit etwas Übung von außen erkennen: Dann sind die heraushängenden weiblichen Fäden nicht mehr grün, sondern braun, aber noch weich. Mit zunehmender Reife werden die Fäden schwarzbraun und trocken. Dann wandelt sich auch der enthaltene süß schmeckende Traubenzucker in nahrhafte Stärke um.

nach obenEmpfehlenswerte Sorten

Zuckersüß, saftig und frisch schmecken zunächst viele Sorten. Extra-süße Sorten halten jedoch den Geschmack viel länger, wandeln den Traubenzucker dank verzögerter Reife nur ganz langsam in Stärke um. Züchtungen wie 'Tasty Sweet', 'Golda' und 'Early Extra-Sweet' sind alle F1-Hybriden, die gegenüber den früheren Standard-Sorten wie z. B. 'Golden Bantham' noch wesentlich süßer sind. Sie sind zudem sehr ertragreich. Allerdings sollten die Neuzüchtungen nicht unmittelbar neben normalen Sorten oder Feldmais stehen, damit es nicht zu Einkreuzungen kommt.

Männliche Blüte
© Stein, Dagmar
Männliche Blüte

nach obenKultur

Mais gedeiht an sonniger Stelle auf jedem humosen, nährstoffreichen Gartenboden. Manche Sorten sind etwas empfindlicher gegen kalte und schwierige Aufgangsbedingungen. Mit der Aussaat ins Freiland sollte daher auf warmes, günstiges Wetter (Ende Mai/Anfang Juni) gewartet werden. Die Mindest-Bodentemperatur liegt bei 12 bis 14 °C.

Pro Saatstelle steckt man zwei bis vier Körner etwa 3 bis 4 cm tief in den Boden, im Abstand von 25 × 60/70 cm. Vereinzeln Sie nach dem Aufgang, nur ein bis zwei Pflanzen bleiben stehen.

Empfehlenswert ist die Vorkultur in Topfplatten auf der Fensterbank oder im Gewächshaus. Das sichert den Pflanzen bessere Startbedingungen, vor allem in Höhenlagen oder bei schweren Böden, die das Wachstum verzögern und möglicherweise die Ernte gefährden. In jeden Topf legt man zwei bis drei Körner und vereinzelt dann beim Pflanzen. Tief in die Erde setzen, dann bilden sich am Stamm weitere Wurzeln.

Wichtig: Die Ballen nicht aufreißen oder teilen, denn das Wurzelwerk ist sehr empfindlich.

nach obenDarauf sollten Sie achten

Wind ist für Zuckermais wichtig, denn der Pollen wird im Luftstrom übertragen. Herrscht zur Blütezeit Windstille oder zu hohe Luftfeuchtigkeit, kann es zu Ausfällen kommen, die sich später in deutlichen Lücken auf dem Kolben zeigen. Ansonsten ist Zuckermais kaum anfällig für Krankheiten und ein ausgesprochen pflegeleichtes Gemüse. Das hohe, dichte Blattwerk bietet für Gurken und Melonenkulturen idealen Windschutz. Außerdem sind die kräftigen Stiele stabil genug, um Prunkbohnen oder Kletterpflanzen wie Schwarzäugiger Susanne oder Prunkwinden Halt zu bieten.

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Schlagworte dieser Seite:

Anbau, Einkreuzungen, Futtermais, Gewächshaus, Mittelamerika, Vorkultur, Zuckermais, nährstoffreich

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