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Sauerkirschen sind im Garten begehrt!

Kirschen
© Fehn
Kirschen

September 2000 Wie auch bei anderen Obstarten hängt der Erfolg von der richtigen Sortenwahl ab. Auch bei Sauerkirschen gibt es anspruchsvolle Sorten, die spezielle Standorte bevorzugen (Kleinklima) und in Bezug auf die Befruchtungspartner besondere Ansprüche, wie beispielsweise 'Koröser Weichsel', stellen.


Solche problematischen Sorten sollen in den anschließenden Betrachtungen unberücksichtig bleiben. Für den Hausgarten eignen sich hauptsächlich standorttolerante sichere Massenträger mit entsprechender Fruchtgröße, die gut pflückbar sind.

Die Erntezet erstreckt sich je nach Sorte von Mitte Juli bis Mitte August. Geordnet nach der Reifezeit sind für eine Pflanzung nachstehend aufgeführte Sorten empfehlenswert:

nach oben'Heimanns Rubinweichsel'

Um 1920 bei Halle vorgefunden. Reifezeit Mitte bis Ende Juli. Frucht mittelgroß bis groß, bräunlich-rot, breitrund, sehr saftig, aber sauer (Durchschnittsgewicht 5,5 g), gute Stiellöslichkeit. Wuchs in der Jugend stark, dünntriebig verzweigt, Blüte mittelspät (Mitte Mai), widerstandsfähig gegen Blütenfrost. Ertrag gut bis befriedigend. Verwendungsmöglichkeiten: Saft, Süßmost, Konserve. Im Standort anpassungsfähig, verträgt keine nassen Böden. Anfällig für Bakterienbrand.

nach oben'Heimanns Rubinweichsel' synonym 'Fanal'

Reife Mitte bis Ende Juli. Fruchteigenschaften ähnlich wie die vorbesprochene Sorte, allerdings höhere Erträge. Aufgrund der Saftfarbe hervorragend zur Süßmostherstellung geeignet. Anfällig für Bakterienbrand.

nach oben'Morellenfeuer'

(Kelleriis 16) stammt aus Dänemark. Reift in der dritten Julidekade. Frucht dunkel, mittelgroß, fast rund. Hoher regelmäßiger Ertrag. Gut geeignet für Selbstversorgeranbau. Blüte mittelfrüh; selbstfruchtbar, gedeiht auf fast allen Standorten, falls nicht zu trocken. Kaum für Monilia empfindlich. Das mittlere Fruchtgewicht beträgt 4,7 g.

nach oben'Schattenmorelle'

Schattenmorellenbaum nach dem Schnitt.
© Wirth
Schattenmorellenbaum nach dem Schnitt.
Wird auch Große Lange Lotkirsche genannt, stammt wahrscheinlich aus Frankreich. Reife Ende Juli bis Mitte August. Frucht rot bis schwarz, mittelgroß bis groß. Als großfrüchtig gelten die Typen "Boscha", "von Bockelmann" und "Rheinland" (Wolbeck 226). Ertrag hoch und regelmäßig. Alle Verwendungsmöglichkeiten gegeben, insbesonders als Tortenbelag.

Der Baum wächst schwach, breitrunde Krone, dünntriebig, bei unterlassenem Schnitt trauerweidenähnliches Aussehen mit vielen fast kahlen Peitschentrieben.

Schattenmorellenkulturen werden weltweit am meisten angebaut. Beste Sorte auch für den Selbstversorger. Leider anfällig für Zweig- und Fruchtmonilia sowie nekrotisches Ringfleckenvirus. Erstere Krankheit ist – wie in der letzten Ausgabe ausführlich geschildert, bei sorgfältig aufeinander abgestimmten Pflanzenschutzmaßnahmen in den Griff zu bekommen.

Lesen Sie auch:
Sauerkirschen sind im Garten begehrt! August 2000
Im Gegensatz zu Süßkirschen und anderen Steinobstarten (vor allem Edelpflaumen, Aprikosen, Mirabellen, Pfirsiche) sind die Standortansprüche der Sauerkirschkulturen eher als bescheiden anzusehen. In bezug auf Winter- und Blütenfröste sind sie hart "im Nehmen"!

Bild 1: Gute Obsternte dank erfolgreicher Bestäubung.
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Schlagworte dieser Seite:

Heimanns Rubinweichsel, Morellenfeuer, Sauerkirsche, Schattenmorelle

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