Inhalt
Ihre Sucheingabe:

Sie befinden sich hier: Pflanzen > Gemüse > Auberginen die Eierpflanzen aus dem Orient
← vorheriger BeitragGemüse optimal ernten
nächster Beitrag → Trendgemüse Bärlauch

Auberginen die Eierpflanzen aus dem Orient

Aubergine im Beet
© Stein, Dagmar
Aubergine im Beet

August 2014 Gegessen hat sie bestimmt schon mal jeder, die schwarzglänzenden, großen, bauchigen Früchte der Auberginen (Solanum melongena). Meist in orientalischen Restaurants − ob als Vorspeise in Öl angebraten, als Auberginenmus oder in der schmackhaften Moussaka. Die Kultur gelingt am warmem Standort auch in hiesigen Gärten problemlos.


Mit ihren lackglänzenden, glatten, großen Früchten ziehen Auberginen alle Blicke auf sich. Zudem sind die auch Eierfrüchte genannten Südländer ausgesprochen hübsche Gemüse. Dazu tragen ihre weichen, samtig behaarten, großen, lanzettlichen Blätter und die attraktiven violetten Blüten mit den gelben Staubgefäßen bei.

Die Nachtschattengewächse (Solanaceae) sind im tropischen Asien zuhause. Die Pflanzen wachsen buschig und erreichen etwa 50 bis 70 cm Höhe. Typischerweise sind die Früchte schwarz-violett, doch es gibt mittlerweile eine Vielfalt an Sorten mit gestreift weiß-violetten, gelben oder weißen Früchten, die eier-, keulen- oder birnenförmig aussehen und auch in verschiedenen Größen von "Mini" bis "Maxi" erhältlich sind.

nach obenBesonders wärmeliebend

Allerdings hat diese Schönheit auch ihren Preis. Denn Auberginen sind wegen ihrer hohen Ansprüche an warme Temperaturen in manchen Jahren besser im Gewächshaus als im Freiland zu ziehen. Wenn es zu kalt ist, gelangen die Früchte nicht zur Reife. Vor allem in Höhenlagen oder im Schatten wird die Zeit im Freiland mitunter knapp zur Reife.

Ein vollsoniger und warmer Standort ist deshalb die Voraussetzung für eine gute Ernte. Ein schützender Frühbeetkasten oder Gewächshaus sind hilfreich. Auch die Kultur in Kübeln auf der Terrasse oder auf dem Balkon ist vorteilhaft. Geeignet sind alle warmen, humusreichen Gartenböden für die als Mittelzehrer geltenden Auberginen.

Auberginen-Jungpflanzen in Einzeltöpfen
© Stein, Dagmar
Auberginen-Jungpflanzen in Einzeltöpfen

nach obenAussaat und Kultur

Ähnlich wie bei den verwandten Tomaten beginnt Ende Februar bis Mitte März die Aussaat in Schalen oder Töpfen bei 20 °C im Zimmer oder im Gewächshaus. Nach 10 bis 14 Tagen ist die Keimung erfolgt und nach weiteren 14 Tagen, wenn die Jungpflanzen 3 bis 4 cm hoch sind, wird in Topfplatten pikiert.

Berühren sich die Pflanzen, dann ist der Stand erneut zu eng und man muss in Einzeltöpfe mit 6 bis 8 cm Durchmesser topfen oder − falls vorhanden − in ein warmes Mistbeet verpflanzen. Vor dem Auspflanzen ins Freie sollten die Pflanzen allmählich abgehärtet werden. In günstigen Lagen ab Mitte Mai (sonst eher Anfang Juni) gelangen die Pflanzen an ihren endgültigen Standort im Freien. Ein Abstand von 40 × 70 cm ist wünschenswert.

Die Ernte beginnt unter Glas ab Ende Juli, im Freien ab August sobald die Früchte dunkel gefärbt sind.

Auberginen brauchen Haltestäbe oder Schnüre zum Anbinden.
© Stein, Dagmar
Auberginen brauchen Haltestäbe oder Schnüre zum Anbinden.

nach obenPflegetipps

Ähnlich wie Tomaten brauchen auch Auberginen stetige Wassergaben und Haltestäbe oder Schnüre zum Anbinden. Das Einkürzen des Haupttriebes und der Seitentriebe zum Zeitpunkt des Blütenansatzes fördert die Fruchtbildung. Ebenso das Ausbrechen nachfolgender Achseltriebe. Mehr als vier bis fünf Früchte reifen bei uns nicht aus. Die überzähligen Fruchtansätze auskneifen.

Setzen die Früchte nicht willig an, hilft es, an einem sonnigen Tag die Pflanze kräftig zu schütteln, notfalls auch mit einem Pinsel den Pollen zu übertragen.

Die Frucht soll bei der Ernte noch fest sein, die Samen im Innern weiß und milchig. Die Lagerung der nicht überreifen Früchte ist an einem schattigen luftigen Ort möglich. Man hängt die Auberginen am besten auf, um Druckstellen zu vermeiden.

Aubergine 'Blacky'
© Stein, Dagmar
Aubergine 'Blacky'

nach obenErtragreiche Sorten

Am ertragsichersten sind langfrüchtige Sorten wie 'Blacky', 'Negro' und 'Lange Violette'. Im Gewächshaus gedeihen die etwas empfindlicheren, großen eiförmigen Sorten 'Baren'‚ 'Madonna' und 'Adona'. Für die Topfkultur auf dem Balkon eignet sich die kleinfrüchtige schwarze 'Ophelia'. Auch die bei Kindern beliebten so genannten "Eierbäume" mit gänseeigroßen, cremeweißen Früchten sind eine der vielen Variationen der Aubergine.

← vorheriger BeitragGemüse optimal ernten
nächster Beitrag → Trendgemüse Bärlauch
Zeit für die Frühaussaaten!
Bild 1: Kletter-Zucchini 'Black Forest'
Zucchini – zarter Mittelmeergenuss
Strauchtomate 'Philona'
Türkisches Gemüse

Schlagworte dieser Seite:

Aubergine, Aussaat, Eierfrüchte, Gewächshaus, Kultur, Nachtschattengewächse, Pflegetipps, Schatten, Sorte, Vorspeise

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um alle Artikel mit diesem Schlagwort anzuzeigen.

Bitte melden Sie den Kommentar nur, wenn er andere Menschen beleidigt, beschimpft oder diskriminiert, oder Äußerungen enthält, die Gesetze verletzen (beispielsweise zu einer Straftat aufrufen).

Diesen Artikel kommentieren (0)

Ihr Kommentar


Datenschutz | Impressum | Kontakt
Die Website enthält Bilder von www.pixelio.de

Familienheim und Garten Verlagsgesellschaft mbH

Copyright

Familienheim und Garten
Verlagsgesellschaft mbH
Bonn, 2019

Entwicklung/Realisierung

MultimedaConcept, Bonn
Kennedyalle 17, 53175 Bonn
office@mmcm.de
www.mmcm.de