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Kulturheidelbeeren im Garten

Kulturheidelbeeren
© Fehn
Kulturheidelbeeren

September 2000 In den meisten Gärten findet diese strauchartig wachsende Pflanze keine optimalen Bedingungen vor. Sie wünscht extrem saure pH-Werte (4,0 bis 4,8), luftdurchlässige sehr humose feuchte Böden und verlangt eine geschützte Lage mit voller Belichtung. Ihre Ansprüche an den Bodennährstoffgehalt sind gering.


Besonders wohl fühlen sich die Kulturheidelbeeren auf Moor- und Heideböden. Infolgedessen findet man die meisten Erwerbsanbaubetriebe in Norddeutschland, wo hoher Grundwasserstand (35 bis 60 cm unter der Bodenoberfläche) vorherrscht.

Wer einen solchen Standort nicht besitzt, aber einige Sträucher pflanzen möchte, muss den Boden entsprechend herrichten. Das geschieht mit reichlich Torf, Nadelerde und auch Sägespänen (kein Sägemehl) von Nadelhölzern sind für diesen Zweck geeignet.

Zur Kontrolle sollte nach der Erdreichverbesserung eine Bodenuntersuchung erfolgen, die als Ergebnis neben den angeführten pH-Werten einen hohen Gehalt an organischer Substanz (über 4 %) sowie jeweils 30 mg Kalium und Phosphor und 10 mg Magnesium je 100 g Boden aufweisen soll.

nach obenPflanzabstände

Heidelbeersorte 'Anna'
© Wirth
Heidelbeersorte 'Anna'
Im Hausgarten genügen, je nach Sortenwuchsart, 2,50 × 1,00 bis 1,50 m. Als geeignete Pflanzen kommen dreijährige in Betracht, die man sich in einer Spezialbaumschule beschaffen sollte. Die Adressen erfährt man beim zuständigen Fachberater.

Das Pflanzloch wird 1,50 × 1,50 × 0,60 m tief ausgehoben und reichlich mit Torf bestreut, der einzugraben ist. Anschließend gibt man in die Pflanzgrube 10 l feuchten Weißtorf.

Wie auch für andere Obstgehölze ist die beste Pflanzzeit der Kulturheidelbeergehölze der Spätherbst, sie können dann im Winterverlauf gut einwurzeln.

nach obenDüngung

Zunächst ist im März je 100 m² Heidelbeerfläche 0,5 kg chloridarmer Mehrnährstoffdünger zu geben. Bei zu schwachem Wachstum sind im Juni/Juli 0,2 kg Stickstoff/Ar als schwefelsaures Ammoniak nachzureichen.

Gerade in Bezug auf die Stickstoffgaben sollte man auf nicht optimalen Standorten Vorsicht walten lassen. Eine Überversorgung lässt die Triebe schlecht ausreifen und fördert das gefährliche Triebsterben (Godronia cassandrae).

Außerdem ist zu berücksichtigen, dass bei sauren Bodenverhältnissen leicht Magnesiummangel auftritt, so dass diesem Nährstoff besondere Aufmerksamkeit zu widmen ist (notfalls Blattdüngen durchführen).

nach obenBodenpflege

Heidelbeerkulturen fühlen sich im gemulchten, unkrautfrei gehaltenen Bodenbereich sehr wohl, so dass die Böden im Frühjahr flach zu hacken und auf einem Streifen von 1,50 m Breite mit Nadelholzsägespänen (etwa 50 kg/100 m²) zu versehen sind. Aufgrund der Mulchdecke hat das Unkraut kaum eine Chance durchzuwachsen; außerdem hält sich hierunter Feuchtigkeit und Wärme. Werden die flachwurzelnden Sträucher bei Trockenheit ausreichend bewässert, ist ein optimales Wachstum gewährleistet.

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