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Der Rindenwickler kann gefährlich werden!

Januar 2000 Es gibt eine Anzahl Schädlinge, die nur gelegentlich auftreten, aber ungeheuren Schaden anrichten können, wozu auch der Rindenwickler zählt, der fast ausschließlich den Stammbereich befällt und deshalb ganzjährig beobachtet werden muss.


nach obenSchadbild

An krebsigen Stammpartien hausen zahlreiche Raupen, die durch ihren ständigen Fraß ein Verheilen der Wunden verhindern. Wiederholter Befall der gleichen Stellen unter Borke, Rinde, an Veredlungsstellen und Verwallungswülsten von Wunden sorgen für beachtliche Schäden, die fast immer Gummifluss im Gefolge haben.

Die feuerroten Raupen, die bis zu 2 cm Größe erreichen, leben nur in der Rinde ihrer Wirtspflanzen von Süßkirschen-, Pfirsich- und manchmal auch Apfelkulturen. Besonders in jüngeren Beständen kann der Schädling an den Bäumen Absterbeerscheinungen oder Totalverlust hervorrufen.

Ein typisches Befallszeichen für die Anwesenheit von Raupen sind auf der Rinde angehäufte hellgelb bis bräunlich gefärbte Kotsäckchen. Manchmal findet man die beschriebenen Schadsymptome auch an Pflaumen-, Schlehen- und Vogelkirschgehölzen.

Entdeckt man Gummifluss, sind unbedingt die Stammpartien zu inspizieren, um festzustellen, ob der Schädling seine Visitenkarte hinterlassen hat; denn Gummifluss kann auch aufgrund von Frostschäden und Stammrissen entstehen.

nach obenBekämpfung

Zwei Wege sind möglich:
  1. Mechanische Maßnahmen
  2. Chemische Methoden, die für den Hausgarten weniger zu empfehlen sind

Zu 1.

Sie bestehen im sorgfältigen Ausschneiden der Wunden mit einem scharfen Messer und anschließendem Verstreichen der Verletzungsstellen mit im Handel erhältlichen Wundverschlussmitteln.

Der Rindenwickler lässt sich vor allem in Junganlagen durch Freihalten des Baumstreifens oder der -scheibe von Unkrautbewuchs unterdrücken.

Zu 2.

Chemische Maßnahmen versprechen Wirkung im Sommer nach der Ernte, indem die Stammbasis mehrfach mit einer Mischung aus Mineralöl und Parathion behandelt wird. Dieses Verfahren ist in Ausnahmefällen und nur nach Rücksprache mit dem zuständigen Fachberater anzuwenden, da er vor Ort entscheiden kann, ob "solche schweren Geschütze" notwendig sind.

Besser ist es, durch ständige Beobachtung und richtige Bodenpflege sowie den Einsatz mechanischer Maßnahmen den Schädling "in Schach zu halten". Kleinkronige Bäume mit schwachen Stämmen erleichtern die Arbeit.

Blattchlorose durch Eisenmangel verursacht, aufgrund eines zu hohen pH-Wertes (zu hohe Kalkversorgung). Während die Blattnerven Ihre grüne Farbe behalten, hellt die Fläche zwischen den Nerven stark auf.
Rechtzeitig den Boden mit Kalk versorgen
Ein gut verzweigter Zwergapfel im Container.
Zwergobstgehölze
Reaktion auf Pflanzenschnitt
Der Schnitt junger Pfirsichbäume

Schlagworte dieser Seite:

Apfelbaum, Pfirsich, Pfirsichbaum, Rindenwickler, Süßkirsche

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