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Natur des Jahres 2014

Januar 2014 Umwelt- und Naturschutzorganisationen sowie verschiedene Berufsverbände, Arbeitskreise und Gesellschaften haben im Rahmen der Auszeichnung "Natur des Jahres" ihre Sieger für 2014 gekürt.


Viele Sieger von "Natur des Jahres 2014" sind alte Bekannte: der Europäische Stör (Fisch des Jahres), die Traubeneiche (Baum des Jahres) oder der Anis (Heilpflanze des Jahres). Aber auch Seltenes wie das Dülmener Pferd (Nutztierrasse des Jahres) oder der Blattlose Widerbart (Orchidee des Jahres) ist dabei.



nach obenStreuobstsorte des Jahres: 'Französische Goldrenette'

'Französische Goldrenette'
© Dr. Walter Hartmann
Bild 1: 'Französische Goldrenette'
Interessant für den Hausgarten ist die Streuobstsorte des Jahres. Der Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft Baden-Württemberg e. V. (LOGL) kürt seit 1998 die Sieger in dieser Sparte und hat für 2014 die 'Französische Goldrenette' Bild 1 ausgewählt.

Die, wie der Name schon sagt, ursprünglich aus Frankeich stammende Apfelsorte ist nur wenig anfällig für Krankheiten und Schädlinge und damit gut für den Hausgarten geeignet. Allerdings benötigt sie gute, nährstoffreiche Böden und eine ausreichende Wasserversorgung. Die Frucht schmeckt, ist süßsäuerlich und renettenartig gewürzt, die Schale ist gelb mit einem rundum verwaschenen Rotton und vielen grün-braunen Lentizellen. Mit einer entsprechenden Unterlage und durch rechtzeitige Ausdünnung kann der Kleinfrüchtigkeit begegnet werden.

nach obenArzneipflanze des Jahres: Spitzwegerich

Spitzwegerich
© Dr. Heike Will
Bild 2: Spitzwegerich
Auch die Arzneipflanze des Jahres, ernannt durch den "Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde" der Universität Würzburg, gedeiht in unseren Gärten, obwohl sie hier deutlich weniger beliebt ist als die meisten Pflanzen. Es handelt sich um den Spitzwegerich Bild 2, der in der freien Natur nahezu weltweit vornehmlich an Wegrändern und halbtrockenen Wiesen vorkommt. Er wird bereits seit Jahrtausenden verwendet, da in seinen Blättern verschiedene Inhaltstoffe enthalten sind, die antibakteriell, reizmildernd und blutstillend wirken. Spitzwegerich wird bei Katarrhen der Atemwege, Entzündungen von Mund- und Rachenschleimhaut sowie bei der Wundheilung eingesetzt.

Der Begriff "Wegerich" leitet sich wahrscheinlich vom althochdeutschen Wort "rich" (König) ab, weil der "König des Weges" durchaus als sehr robuste Pflanze bezeichnet werden kann.

nach obenVogel des Jahres: Grünspecht

Grünspecht
© NABU/P. Kühn
Bild 3: Grünspecht
Für den Vogel des Jahres ist zum 44. Mal der NABU verantwortlich. Nach dem "Meckervogel" Bekassine im Jahr 2013 ist in diesem der als "Lachvogel" bezeichnete Grünspecht Bild 3 der Gewinner. Dabei handelt es sich ausnahmsweise nicht um eine vom Aussterben bedrohte Rasse. Vielmehr möchte man mit dieser Wahl auf eine positive Entwicklung aufmerksam machen, denn vor 20 Jahren gab es nur halb so viele der mittlerweile fast 42.000 Brutpaare in Deutschland.

Markant ist beim Grünspecht neben seinem lauten Rufen das grüne Farbkleid mit der roten Kappe. Man trifft ihn überall dort, wo alte Bäume für seine Höhle und Ameisen – seine Lieblingsspeise – zu finden sind. Diese kann er mit seiner bis zu 10 cm langen Zunge aus dem Boden herausholen. Ideale Bedingungen findet der Grünspecht verstärkt in Ortsrandlagen oder Industriebrachen mit alten Baumbeständen, da intakte Streuobstwiesen immer seltener zu finden sind.

nach obenStaude des Jahres: Elfenblume

Elfenblume
© GMH/Christiane Bach
Bild 4: Elfenblume
Der Bund deutscher Staudengärtner ist für die Staude des Jahres verantwortlich. Die Wahl fiel wegen ihrer Schönheit und Robustheit auf die Elfenblume Bild 4 (Epimedium). Zarte Triebe und die charakteristischen Blüten mit einem Farbspektrum von Weiß über Hellgelb, Rosa und Rot bis hin zu Violett haben der Elfenblume ihren Namen beschert. Sie gedeiht auf lockeren, humosen Böden im lichten Schatten der Wälder und ist in fast der gesamten "Alten Welt" der Nordhalbkugel beheimatet.

Interessant für den Hausgarten ist sie wegen ihrer Langlebigkeit und den geringen Pflegeansprüchen. Zudem erträgt sie als eine der wenigen Stauden dauerhaft Trockenheit und Schatten unter eingewachsenen Gehölzgruppen sowie deren Wurzeldruck. Schöne Partner im Beet mit der Elfenblume sind z. B. Farne, Funkien, das Kaukasus-Vergissmeinnicht oder der Waldgeißbart.

Freuen wir uns also auf die Natur 2014!

Ihr Bundesgartenberater
Martin Breidbach

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Anis, Arzneipflanze, Blattlose Widerbart, Dülmener Pferd, Elfenblume, Französische Goldrenette, Grünspecht, Natur des Jahres, Spitzwegerich, Streuobstsorte, Stör, Traubeneiche

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