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Asternparade

August 2013 Asternflor verbinden wir rein gefühlsmäßig mit dem Abschied von sommerlicher Blütenfülle und mit Herbststimmung. Warum eigentlich? Astern blühen schon im Frühling, erst recht im Sommer und nur zum Schluss auch im Herbst.


Alle Astern sind Körbchenblütler und haben demnach zusammengesetzte, teils ungefüllte, teils gefüllte Blütenstände – außen mit Randblüten, innen Scheibenblüten. Das Farbenspektrum umfasst vor allem ein helleres und dunkleres Blau, helleres und dunkleres Rot sowie Weiß. Gelb fehlt bei den staudigen Astern in der Farbpalette.



nach obenIm Jahreszyklus

Bild 2: Alpenaster
© Jaehner, Ilse
Bild 2: Alpenaster
Astern im Frühling stellen gefühlsmäßig das Jahr auf den Kopf. Dabei blüht die Alpenaster Bild 2 (Aster alpinus) im Mai/Juni. Die Art ist bei uns in bergigen Gegenden heimisch und fühlt sich an trockenen, sonnigen, warmen Felshängen mit kalkhaltigem und durchlässigem Boden am wohlsten. Gartenformen von Aster alpinus gehören entsprechend an sonnige Plätze von Fels- und Steingärten in kalkhaltige, recht durchlässige Erde neben Seifenkraut, Schleierkraut, Steinbrech.

Bild 1: Sommeraster
© Jaehner, Ilse
Bild 1: Sommeraster
Die wichtigste Vertreterin der sommerblühenden Astern ist die Sommeraster Bild 1 (Aster amellus) mit ihren Sorten. Die Stauden werden zwischen 40 und 50 cm hoch, blühen im August/September, bauen sich gefällig auf, blühen reich mit schön geformten Blüten, sind ausreichend winterhart und entwickeln sich bereits im Pflanzjahr erfreulich. Auch Sommerastern wachsen am besten auf warmen, durchlässigen kalkhaltigen Böden in voller Sonne. Vor allem rosa- oder rotblühende Sorten mögen keine Winterkälte und -nässe. Passende Nachbarn für die Sommerblüher sind Schleierkraut, Blaustrahlhafer und niedrige Mädchenaugen.

Herbstblühende Astern stammen fast alle aus dem nördlichen Amerika. Bevor sie Europa erreichten – anfänglich als Wildpflanzen – musste Columbus Amerika entdecken und der Kontinent erforscht werden. Dazu gehörte das Kennenlernen seiner Pflanzen einschließlich der niedrigen Kissenastern, hohen Astern mit rauen oder glatten Blättern und Myrtenastern. Im Osten der USA wachsen diese Astern wild an verschiedenen Plätzen, mal an mehr trockenen oder sandigen, mal in feuchtem Boden oder sogar in lichten Wäldern. Heutige gartenwürdige Sorten übertreffen ihre Ahnen um Längen.

nach obenSie blühen noch

Bild 4: Kissenastern
© Jaehner, Ilse
Bild 4: Kissenastern
Die Blütezeit von Sommerastern ist noch nicht vorbei. Zum Beispiel die der Kissenastern Bild 4 (Aster dumosus). Kissenastern wachsen so wie sie heißen, niedrig-kissenförmig, ungefähr zwischen 30 bis 40 cm hoch, flach oder kugelig. Sie sind die geborenen Vermittler zwischen Sommer und Herbst, blühen ab August bis Ende September. An gut entwickelten Exemplaren verschwinden die Blätter unter der Blütenfülle. Diese niedrigen Astern eignen sich hervorragend für die vorderen Bereiche von Staudenbeeten und -rabatten, extrem niedrige Sorten auch für größere Steingärten, denen es mitunter an späteren Blühern mangelt. Da die anderen herbstblühenden Asterngruppen ziemlich hoch werden, sind Kissenastern umso wertvoller für die heutigen, meist eher kleinen Gärten, in denen hohe Herbstastern oft gar nicht genug Platz hätten. Da konzentriert man sich eben auf Kissenastern und pflanzt davon reichlich, gern zusammen mit Herbstchrysanthemen. Das Sortiment umfasst viele Blau- und Rottöne, aber auch Weiß.

Bild 3: Raublattaster
© Jaehner, Ilse
Bild 3: Raublattaster
Die hohen Herbstastern wie Glattblattaster (Aster novi-belgii) und Raublattaster Bild 3 (Aster novaeanglae) werden zwischen 100 und 130 cm hoch. Die Unterschiede sind für Anfänger nicht ohne Weiteres sichtbar. Glattblattastern blühen von August bis Oktober, Raublattastern fangen eine Idee später an, halten aber ebenso lange durch. Wer pflanzen möchte, orientiert sich am Sortenangebot von Staudengärtnereien. Alle Asternfarben und die unterschiedlichsten Blütezeiten sind zu haben. Die Blüten mancher Raublattastern öffnen sich in der Vase. Bei Sonne sind sie ein Magnet für Bienen und Schmetterlinge.

Diese drei Asterngruppen sind anspruchsvolle Humuszehrer. Sie wachsen am besten in frischem, feuchtem, nährstoffreichem Boden leicht saurer Reaktion, bei viel Sonne und freiem Stand. Regelmäßiges Versetzen alle drei Jahre ist Norm. Eine gute Pflege verlängert den Zeitraum zwischen Pflanzung und Aufnehmen um ein oder zwei Jahre. Allzu lange sollten Herbstastern jedoch nicht am selben Platz stehen. Es ist vorteilhaft, bei Austrieb zu düngen und bei länger anhaltender Trockenheit im Wurzelballenbereich durchdringend zu gießen. Verblühte Blütenstände sind alsbald zu entfernen, damit nicht eventuell Samen entstehen und minderwertige Sämlingspflanzen die wertvollen Mutterpflanzen mit der Zeit verdrängen.

nach obenSpäte Schönheit

Bild 5: Myrtenastern (früh)
© Jaehner, Ilse
Bild 5: Myrtenastern (früh)
Bild 6: Myrtenastern (spät)
© Jaehner, Ilse
Bild 6: Myrtenastern (spät)
Myrtenastern (Aster ericoides) (Bild 5: früh / Bild 6: spät) gingen lange unter "ferner liefen". Nur Kenner wussten sie als anspruchslose Oktoberblüher zu schätzen. Das hat sich sehr geändert, unter anderem seitdem Floristen sie als Schnittblumen entdeckten und ihre lockerluftigen Blütenstiele in viele herbstliche Gebinde einarbeiten. Die Möglichkeit, Myrtenastern zu treiben und sie deswegen auch zu anderen Jahreszeiten verfügbar zu haben, steigert ihren Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad. Myrtenastern blühen im Garten gewöhnlich ab Mitte/Ende September, den ganzen Oktober und bei gutem Wetter noch bis in den November hinein mit meist kleinen Blütchen an reich verzweigten Rispen. Inzwischen gibt es jedoch auch größerblumige Sorten.

Die Stauden werden bis 180 cm hoch und sind dann mitunter nicht ganz standfest bei Regen und Wind. Dem beugt man vor, indem man etwa im Juli die bis dahin gewachsenen Triebe um rund ein Drittel oder die Hälfte kürzt. Die zurückgeschnittenen Stängel treiben nach oben und seitlich neu aus, blühen meist etwa zeitgleich mit den nicht zurückgeschnittenen Exemplaren. Grundsätzlich gilt bei der Verwendung von Staudenastern die Regel: je mehr desto besser!

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Alpenaster, Aster, Glattblattaster, Herbststimmung, Humuszehrer, Kissenaster, Körbchenblütler, Myrtenaster, Raublattaster, Sommeraster

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