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Schnelle Hilfe: Gartenberatung.de

Juni 2013 Nicht nur zu Saisonbeginn wird der Gartenliebhaber vor das eine oder andere Problem gestellt, auch der Frühsommer bringt manche Überraschung mit sich. Unzählige Hobbygärtner wenden sich daher mit ihren Fragen an die Gartenberater des Verbands Wohneigentum. Sie helfen mit Ratschlägen gegen zu früh fallendes Obst, Schädlinge auf Rhododendren oder geben Tipps für die Bepflanzung schattiger Gärten.




nach obenZu früh fallendes Obst

Jedes Jahr von Mitte bis Ende Juni rieseln bei unseren Obstbäumen viele Früchte herunter – besonders bei den Apfel- und Pflaumenbäumen. Woran liegt das und was können wir dagegen tun?


Junifruchtfall
© Treiling, Johannes
Junifruchtfall
GB: Dieses Herunterfallen der Früchte wird als Junifruchtfall bezeichnet. Dabei befreien sich unsere Obstgehölze von nicht oder nur unzureichend befruchteten Früchten. Der Junifruchtfall sollte dazu genutzt werden, Obstbäume, die sehr voll hängen, durch Fruchtausdünnung zu entlasten. Besonders bei den alternierenden Obstsorten (ein Jahr Vollertrag – ein Jahr kein Ertrag) ist dies wichtig, um die Ertragsspitzen und -tiefen auszugleichen. Außerdem reduziert dies den Anteil an kleinen und unterentwickelten Früchten.

Wichtige Richtwerte für die Fruchtausdünnung

Apfel/Birne
  • kleinfrüchtige Sorten: 1 Frucht pro Fruchtstand
  • großfrüchtige Sorten: 2 Früchte pro Fruchtstand
  • Bäume auf schwachwüchsigen Unterlagen und mit einer Höhe von etwa 2 m sollten nicht mehr als 100 Früchte tragen. Bei Bäumen mit mittelstark wachsenden Unterlagen nicht mehr als 150 Früchte.

Aprikose
  • Abstand zwischen den Früchten: etwa 3 Finger breit

Pfirsich/Nektarine
  • Abstand zwischen den Früchten: etwa faustbreit (verhindert, dass sich die Früchte später gegenseitig abdrücken)

Zwetsche/Pflaume
  • 20 bis 25 Früchte pro laufendem Meter Fruchtholz

nach obenSchädlinge auf Rhododendren

Auf meinen Rhododendren habe ich lauter kleine Insekten festgestellt. Beschreibung: etwa 5 mm lang und 1 mm breit; hellgrün mit rötlichen Streifen auf den anliegenden und nur zum Sprung über kleinere Abstände benutzen Flügeln. Sind das eventuell Schädlinge?


Rhododendren
© Treiling, Johannes
Rhododendren
Rhododendronzikade
© Treiling, Johannes
Rhododendronzikade

GB: Bei den von Ihnen beschriebenen Insekten handelt es sich um die Rhododendronzikade. Diese Zikaden sind verstärkt dann zu beobachten, wenn die Rhododendren mit dem Wachstum beginnen. Bekämpfen Sie die Zikaden unbedingt, da sie im Herbst bei der Eiablage die Eintrittspforte für eine gefürchtete Pilzkrankheit, die Rhododendron-Knospenbräune, schaffen. Die Rhododendren blühen dann im nächsten Jahr nicht oder weniger als sonst, denn die Knospen sterben über den Winter ab. Sind die Pflanzen erst einmal mit diesem Pilz infiziert, kann es auch zum Absterben von Trieben kommen.

Entscheidend für den Erfolg sind die regelmäßige Wiederholung und die Dauer der Bekämpfungsmaßnahmen. Die Spritzungen sollten im Abstand von etwa 7 bis 10 Tagen so lange wiederholt werden, bis keine Zikade mehr zu sehen ist. Vergessen Sie dabei nicht die Blattunterseiten! Am besten spritzen Sie in den frühen Morgenstunden, wenn die Insekten noch nicht so bewegungsfähig sind.

Durch die Zikade werden übrigens nicht nur Rhododendren und Azaleen befallen, sondern auch Kamelien, Lorbeerrose (Kalmia angustifolia, K. latifolia) und Lavendelheide.

nach obenUmwandlung von Rasenfläche zu Gemüsebeet

Wir möchten einen kleineren Teil unseres Rasens in ein Gemüsebeet umfunktionieren. Sollte man zunächst den Rasen mit einem Spritzmittel behandeln und nach ein paar Tagen die Fläche mit einer Fräse lockern?


GB: Es ist sicher sinnvoll, die Fläche mit einem Herbizid zu behandeln, um auch eventuell vorhandene Wurzelunkräuter abzutöten, die sich oft unbemerkt in Rasenflächen breitmachen. Verwenden Sie aber ein Herbizid, das nur über das Blattgrün wirkt. Als Bodenbearbeitung sollten Sie umgraben, nicht fräsen!

Außerdem sollten Sie vor der Nutzung als Gemüsebeet, eine Mischung von Gründüngungspflanzen anbauen. So erkennen Sie, ob es einen Befall durch Gartenlaubkäferengerlinge und Wiesenschnaken-Larven gibt. Diese sind in fast jeder Rasenfläche vorhanden und könnten große Schäden an Ihren Gemüsepflanzen anrichten.

nach obenTipps für die Bepflanzung schattiger Gärten

Der Staudengarten an und hinter unserem Haus kümmert nur so vor sich hin. Es gibt dort viel Schatten und hohe Bäume. Aber selbst Schattenstauden gedeihen hier nicht. Es ärgert mich, dass trotz der vielen Mühe so wenig dabei herauskommt. Sollte ich eine Bodenprobe vornehmen lassen oder kann man bei diesen Bedingungen einfach nichts machen?


Schattenstaude
© Treiling, Johannes
Schattenstaude
GB: Schattenstaude ist nicht gleich Schattenstaude. Sie sollten bei der Auswahl auch die Bodenfeuchte und den Wurzeldruck der Bäume berücksichtigen. Für alle Schattenstauden aber gilt: lockerer, humoser Boden.

Selbstverständlich sollte das Nährstoffangebot ausgewogen und den Pflanzenarten angepasst sein. Eine Bodenanalyse schadet nie, da Sie so auch den pH-Wert für die Pflanzen optimieren können.

Unter www.gartenberatung.de/stauden/lebensbereiche/ finden Sie mehr zu den Lebensbereichen "Gehölz und Gehölzrand".

Ihr Gartenberater
Johannes Treiling
Verband Wohneigentum Nordrhein-Westfalen e. V.

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Gartenberater, Junifruchtfall, Rhododendronzikade, Schattenstaude

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