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Prima Klima im Garten?

Mai 2013 Klimaschutz durch Energieeinsparung, ein Thema mit dem jeder Hauseigentümer früher oder später konfrontiert wird. Das Gebäude wird gedämmt und die Heizung erneuert. Aber wie sieht es mit dem Garten aus? Wie kann man im eigenen Garten Energie einsparen und damit Klimaschutz betreiben? Wir stellen Ihnen Praxisbeispiele zum ressourcenschonenden Gärtnern vor.


nach obenEinkauf von Gartenartikeln

Das Angebot für den Gartenbereich wird immer größer, aber braucht man wirklich einen speziellen Rosendünger, Buchsdünger oder Tomatendünger? Jedes Produkt verbraucht in der Herstellung und im Transport Energie und Wasser. Auch der Stromverbrauch durch Elektrogeräte im Garten ist mit einzurechnen.

Bild 1: Gartenmöbel, Steine und Holzbeläge aus heimischer Produktion und Herkunft wählen.
© Görlitz, Sven
Bild 1: Gartenmöbel, Steine und Holzbeläge aus heimischer Produktion und Herkunft wählen.
  • Gartenmöbel, Steine und Holzbeläge aus heimischer Produktion und Herkunft wählen Bild 1. Lange, energieaufwendige Transportwege und oftmals zweifelhafte Arbeits- und Anbaubedingungen in den Herkunftsländern stehen einem billigen Angebot gegenüber. Produkte aus haltbaren, heimischen Hölzern sollten bevorzugt werden.
  • Elektro- und Motorgeräte können Gartenarbeit oft leichter machen. Vielfach geht es auch ökologischer und ruhiger, wenn normale Rechen und Hacken genutzt werden.

nach obenBodenbewirtschaftung und Düngung

Bild 2: Der eigene Kompost.
© Görlitz, Sven
Bild 2: Der eigene Kompost.
Durch Kreislaufwirtschaft mit Kompost und Mulchen kann mit wenig Aufwand ein großer Effekt erzielt werden. Der eigene Kompost Bild 2 spart Transportwege und Energie, schont den Geldbeutel und dient der Pflanzengesundheit.

  • Organische Küchenabfälle und Pflanzenreste aus dem Garten kompostieren.
  • Bodenuntersuchung: Nur auf Grundlage der Düngeempfehlung kann bedarfsgerecht gedüngt werden. Da viele Gartenböden überdüngt sind, lässt sich dort oft sparen.
  • Mineralische Dünger sind energieaufwendig in der Herstellung. Falsch angewendet besteht die Gefahr der Auswaschung ins Grundwasser oder der Pflanzenschädigung. Eine organische Düngung mit Kompost und Horndünger ist für die meisten Kulturen im Hausgarten ausreichend.
  • Verzicht auf Torf! Beim Kauf von Gartenerden nur torffreie Produkte wählen. Moore sind wichtige Kohlenstoff-Speicher und spezielle Lebensräume. Durch eigene Kompostwirtschaft kann weitestgehend auf den Einsatz von zusätzlichen Gartenerden verzichtet werden.

nach obenAnbau von Obst und Gemüse

Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten ist frisch, vitaminreich und gesund. Außerdem entfällt die Energie für Gewächshaus, mineralische Düngung, chemischen Pflanzenschutz, Transport, Kühlung und der Wasserverbrauch, die für die Herstellung gekaufter Produkte notwendig sind.

  • Je nach Möglichkeit eigenes Obst und Gemüse anbauen. Auch kleine Gärten bieten Platz für ein Hochbeet, Tomatenhaus und Kletterpflanzen wie Weintrauben oder Kiwi.
  • Beim Kauf von Jungpflanzen, Obst und Gemüse regionale Anbieter wählen.

nach obenPflanzenschutz

Chemische Pflanzenschutzmittel sind energieaufwendig in der Herstellung und nicht billig. Beachtet man alle vorbeugenden Pflanzenschutzmaßnahmen, kann auf chemischen Pflanzenschutz im Garten vielfach verzichtet werden.

  • Nur standortgerechte und resistente Pflanzen setzen.
  • Optimale Nährstoff- und Wasserversorgung gewährleisten.
  • Fachgerechter Schnitt
  • Pflanzen vor Schädlingen durch Barrieren wie Insektenschutznetze oder Schneckenzäune schützen.
  • Durch Nist- und Nahrungsangebote Nützlinge in den Garten locken.
  • Mechanische Unkrautentfernung

nach obenRasenpflege

Ein so genannter Englischer Rasen bedeutet einen hohen Aufwand an Düngemittel, Pflanzenschutzmitteln und Energie durch Mähen und Vertikutieren. Allerdings ist der Rasen ein wichtiges Element im Garten dessen schlechte Klimabilanz sich mit einigen Maßnahmen verbessern lässt:

Bild 3: Kräuterrasen
© Görlitz, Sven
Bild 3: Kräuterrasen
  • Für kleinere Rasenflächen ist ein handbetriebener Spindelmäher ausreichend.
  • Für wenig genutzte Flächen eignet sich ein pflegeleichter Kräuterrasen Bild 3.
  • Bei einem Mulchmäher wird das Schnittgut zerkleinert und verbleibt auf der Rasenfläche. Dies spart ungefähr ein Drittel der Düngermenge ein.
  • Häufiges, nicht zu tiefes Mähen sowie eine bedarfsgerechte Wasser- und Düngeversorgung sorgen für einen Rasen mit wenig Unkraut.

nach obenGießen

Bild 4: Kalkfreies Regenwasser
© Görlitz, Sven
Bild 4: Kalkfreies Regenwasser
Zum Gießen eignet sich kalkfreies Regenwasser am besten. Dieses muss nicht wie Trinkwasser aufbereitet werden.

  • Regenwasser zur Verwendung im Garten in Zisternen speichern.
  • Bei Trockenheit nur den Boden an der Kulturpflanze tiefgründig wässern.

nach obenFreizeit im Garten

Zuletzt ein sicherlich nicht unwichtiger Aspekt der CO2-Einsparung: Mit einem eigenen Garten besitzt man das beste Naherholungsgebiet direkt vor der Haustüre, jederzeit erreichbar ohne Flugzeug, Auto, Stau und Nervenverlust.

nach obenFazit

Wohl bei keinen anderen Energiesparmaßnahmen wird man so belohnt wie im eigenen Garten: mit gesunder Nahrung, schönem und abwechslungsreichem Ambiente, Entschleunigung, Entspannung und vor allem Ruhe.

Ihr Gartenberater
Sven Görlitz
Weitere Garteninformationen finden Sie unter: www.gartenberatung.de
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Schlagworte dieser Seite:

Bodenbewirtschaftung, Düngung, Energieeinsparung, Gartenmöbel, Herkunft, Holzbeläge, Klimaschutz, Kräuterrasen, Küchenabfälle, Moor, Pflanzenrest, Pflanzenschutzmittel, Spindelmäher, Steine, Stromverbrauch, Torf

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