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Wetterfeste Rosen

März 2013 Rosen sollen reich und schön blühen, dem Titel "Königin der Blumen" voll gerecht werden. Das funktioniert aber nicht immer. Es gibt manche Enttäuschungen, weil das Wetter nicht mitspielt. Sorte und Standort sind entscheidend.




Bei der Frage, welche Rosen wetterfest sind, sollten wir zuerst überlegen, welche Bedingungen für Rosen ideal sind: durchweg sonnige, warme, aber nicht heiße Plätze in freier Lage, ausreichend Feuchtigkeit ohne andauernde Nässe und durchschnittlich kalte Winter.

Witterungsbedingungen hängen ab von der allgemeinen klimatischen Lage, speziell vom örtlichen Klima. Darauf haben Rosenliebhaber jedoch praktisch keinen Einfluss. Umso mehr müssen sie tun, um ungünstige Bedingungen zu verbessern oder deren Wirkung auf die Rosen abzuschwächen. In manchen Gebieten bilden lange, strenge Winter ein gewisses Risiko für Rosen, in anderen, niederschlagsreichen Gegenden übermäßige Feuchtigkeit. Die Wahl günstiger Plätze, geeigneter Sorten und sinnvolle Pflege sind in solchen Fällen das A und O.

Rosen des heute gültigen Sortimentes sind meist ausreichend winterfest. Dennoch sind einige härter als andere. Darüber geben gute Baumschulen Auskunft, anhand von Katalogen oder über Veröffentlichungen im Internet. Dabei sollte man durchaus ältere Sorten mit ins Visier nehmen, nicht nur neue, die intensiv beworben werden.

nach obenSchutz vor Kälte

'Gloria Dei', Teehybride, unverwüstliche Weltrose, reichblühend, kräftiger Wuchs, gesundes Laub, hart, auch für rauere Gegenden und Höhenlagen geeignet. Verträgt etwas Schatten.
© Jaehner, Ilse
'Gloria Dei', Teehybride, unverwüstliche Weltrose, reichblühend, kräftiger Wuchs, gesundes Laub, hart, auch für rauere Gegenden und Höhenlagen geeignet. Verträgt etwas Schatten. (Erhältlich im Handel sowie im Versandhandel wie z. B. bei Amazon.de.)
Die größte Härte nützt nichts, wenn Rosen falsch stehen, in kalten Ostwindlagen, in Frostlöchern, sie zu hoch gepflanzt wurden, sodass sich die Veredlungsstellen am Wurzelhals außerhalb der Erde befinden, oder diese zwar vorschriftsmäßig mindestens 5 cm in der Erde sind, aber ungeschützt in den Winter gehen. Nach mehreren vergleichsweise milden Wintern wurden viele Gartenbesitzer beim Winterschutz nachlässig.

Vor allen Dingen unterblieb das unbedingt notwendige Anhäufeln vor Frostbeginn. Bei starkem Frost frieren Triebe dann bis zum Ursprung zurück und die betreffenden Rosen können sich nicht aus den Veredlungsstellen erneuern. Ergebnis: Totalverlust, wie er vielfach im Winter 2011/12 beobachtet werden konnte.

Auch der Schutz vor praller Wintersonne, zum Beispiel mit Fichtenzweigen, gehört zu einer rundum guten Pflege. So präparierte Rosenpflanzen können dann durchaus bis zur Anhäufelung oder sogar noch etwas tiefer zurückfrieren. Nach Abhäufeln und Rückschnitt treibt der erhaltene Rest jedoch gut wieder durch.

Unter Hitze leiden Rosen hierzulande seltener, am ehesten in grundsätzlich wärmeren, sonnigeren Lagen an exponierten Standorten wie besonnten Mauern oder Wänden, auf trockenen Böschungen und dergleichen. Das muss man unbedingt berücksichtigen, eventuell heiße, trockene Böschungen meiden und Kletterrosen am Haus im Sommer ausreichend gießen. Auch hier ist die richtige Sortenwahl entscheidend.

  • 'Centenaire de Lourdes', Strauchrose, ein Allround-Talent, gesund, frosthart und anpassungsfähig an verschiedene Standorte - sonnig, warm, halbschattig, auch für niederschlagsreiche Gegenden geeignet. Sie ist langblühend, langlebig, sehr zuverlässig. | © Jaehner, Ilse
  • 'New Dawn', eine alte und immer wieder junge Kletterrose, anspruchslos, widerstandsfähig, sehr frosthart, auch bei rauerem Klima. Mag es sonnig bis schattig, ist gesund, langlebig und anhaltend blühend. (Erhältlich im Handel sowie im Versandhandel wie z. B. bei Amazon.de.) | © Jaehner, Ilse
  • 'Scharlachglut', Solitär-Strauchrose, hart, einfach und sehr üppig einmalblühendbeste Voraussetzungen für weniger günstiges Klima. Einmalblühende Sorten schließen im Herbst früh mit dem Trieb ab und sind deswegen meist härter als dauerblühende, die spät abschließen. Ungefüllte Blüten sind von Natur aus regenfest und in niederschlagsreichen Gegenden zu bevorzugen. | © Jaehner, Ilse

nach obenBlütezeit

'The Fairy', bekannte, viel gepflanzte Bodendeckerrose, da frosthart, gesund, wetterfest und dauerblühend. Nachteil in weniger günstigen Lagen: spätblühend, unter Umständen Vollflor erst im Juli, Folgeflor ebenfalls entsprechend spät und dann weniger zufriedenstellend.
© Jaehner, Ilse
'The Fairy', bekannte, viel gepflanzte Bodendeckerrose, da frosthart, gesund, wetterfest und dauerblühend. Nachteil in weniger günstigen Lagen: spätblühend, unter Umständen Vollflor erst im Juli, Folgeflor ebenfalls entsprechend spät und dann weniger zufriedenstellend.
Eine Eigenschaft, die selten berücksichtig wird und doch die Freude an Rosen ungemein beeinflusst, ist früher beziehungsweise später Beginn der Blüte. Während normalblühende Sorten bereits Anfang/Mitte Juni voll blühen, färben sich bei spätblühenden Sorten zu dieser Zeit allenfalls die Knospen – wie bei 'The Fairy', als robuste Bodendeckerrose allgemein verbreitet und beliebt. In Gegenden mit vergleichsweise spätem Frühjahr und wenn die Pflanzen außerdem ein bisschen kühl stehen, blüht diese Sorte erst Mitte Juli. Der zweite Flor folgt entsprechend spät oder fällt in einem sonnenarmen Sommer mehr oder weniger ganz aus.

Dicht gefüllte Rosenblüte. Solche Blüten sind beliebter als ungefüllte, aber ungeeignet in regenreichen Regionen, da sie schnell zu Blütenmumien verkommen.
© Jaehner, Ilse
Dicht gefüllte Rosenblüte. Solche Blüten sind beliebter als ungefüllte, aber ungeeignet in regenreichen Regionen, da sie schnell zu Blütenmumien verkommen.
Rosen in niederschlagsreichen Regionen haben es grundsätzlich schwer. Regnet es, wie im vergangenen Sommer, wochenlang praktisch fast jeden Tag, leiden vor allem die Blüten dichtgefüllter Sorten. Gerade diese stehen zurzeit bei Gartenbesitzern hoch im Kurs, besonders mit dem Aufkommen so genannter Englischer Rosen mit oft stark gefüllten Blüten. Immer wieder durchnässte Knospen blühen nicht auf, sondern verkleben und verkommen zu mehr oder weniger fauligen Blütenmumien. Kein schöner Anblick!

Wer sich das ersparen will, setzt voll auf Sorten mit ungefüllten oder nur leicht gefüllten Blüten. In Angeboten von Rosenbaumschulen werden so genannte "regenfeste" Sorten ausdrücklich als solche deklariert, doch die Garantie gilt nur bedingt. Man kann sich nicht hundertprozentig darauf verlassen. Ungefüllte Blüten sind die bessere Wahl.

  • 'Schneewittchen', Strauchrose oder höhere Beetrose, hält sich bei regnerischer Witterung gut, kann sowohl sonnig wie hellschattig stehen. Dauerblühend, hart. (Erhältlich im Handel sowie im Versandhandel wie z. B. bei Amazon.de.) | © Jaehner, Ilse
  • 'Friesia', reichblühende, gelbe Floribundasorte für Beete und Gruppen. Hat gesundes Laub, selbstreinigende Blüten, ist wetterfest und frühblühend. (Erhältlich im Handel sowie im Versandhandel wie z. B. bei Amazon.de). | © Jaehner, Ilse
  • 'Rosa Zwerg', als Rugosa-Hybride Abkömmling der Kartoffelrose, niedrig, hart, widerstandsfähig, wetterfest. Mag es sonnig bis halbschattig, hat gesundes Laub, ist salzverträglich, pflegeleicht. Ihre Blüten sind wichtig für Bienen und Schwebfliegen, die vielen Hagebutten für Vögel. (Erhältlich im Handel sowie im Versandhandel wie z. B. bei Amazon.de.) | © Jaehner, Ilse

In diesem Zusammenhang sollte überprüft werden, wieweit sich ein Garten im Laufe der Zeit hinsichtlich des Kleinstklimas veränderte. Anfangs sind Gärten frei, offen, sonnig, frischem Wind ausgesetzt – so wie es Rosen lieben, da sie so nach Niederschlägen rasch abtrocknen. Das erleichtert es den Knospen, aufzublühen und verhindert außerdem die typischen Rosenkrankheiten Sternrußtau und Rosenrost. Also sollte man alle paar Jahre überprüfen, ob diese rosenfreundlichen Bedingungen noch vorherrschen. Fehlen frischer Wind und Sonne? Wenn ja, muss es dringend geändert werden, damit sich Rosen und übrigens auch andere Pflanzen wieder wohl fühlen und frei entfalten.


Die Auswahl von Beispielrosen zum Thema "Wetterfeste Rosen" erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dient nur zur Anregung. Ganz wichtig: Auch wetterfeste, robuste Rosen erwarten rundum gute Pflege an geeignetem Standort.

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Anhäufeln, Blütezeit, Hitze, Klima, Kälte, Pflege, Rose, Rosenkrankheit, Rosenrost, Rückschnitt, Schutz, Sternrußtau, Winterschutz, wetterfest

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