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Natur des Jahres 2013

Februar 2013 Man könnte sie auch als den Oskar für die Tier- und Pflanzenwelt bezeichnen, und sie wird jährlich von verschiedenen Umwelt- und Naturschutzorganisationen wie NABU und BUND oder auch Berufsverbänden wie dem Bund Deutscher Staudengärtner vergeben: die Auszeichnung "Natur des Jahres". Angefangen hat es 1971 mit der Wahl des Vogels, inzwischen werden über 20 Tier- und Pflanzarten sowie Landschaften geehrt, von A wie Alge über F wie Flusslandschaft, und O wie Orchidee bis W wie Wildbiene des Jahres.


Einige der diesjährigen "Jahreswesen" finden sich auch in unseren Hausgärten wieder, unter anderm die Arzneipflanze, die Giftpflanze, die Heilpflanze und die Staude 2013.



nach obenArzneipflanze des Jahres

Kapuzinerkresse
© Breidbach, Martin
Kapuzinerkresse
Sie wächst im Garten und im Balkonkasten, kriecht über den Boden oder klettert auch schon mal bis zu 3 m hoch an Zäunen entlang: die Große Kapuzinerkresse mit ihren leuchtend gelben, orangen und roten Blüten. Wegen ihrer Inhaltsstoffe wie Vitamin C und der antibiotisch wirksamen Senföle ist sie zur Arzneipflanze des Jahres 2013 gewählt worden. Verwendung findet sie bei der Bekämpfung von Erkältungskrankheiten oder auch bei Blasenentzündungen. Ursprünglich kommt die Kapuzienerkresse aus Südamerika, wo ihre Wirkung schon vor vielen Jahrhunderten durch die Inkas entdeckt wurde.

Übrigens: die Große Kapuzinerkresse ist nicht nur als Medizin interessant, sie ist auch eine beliebte Salatdekoration und man kann sie essen, wobei ihr pfeffriger Geschmack dem der Brunnenkresse ähnelt.

nach obenGiftpflanze des Jahres

Der Kirschlorbeer, der richtigerweise Lorbeerkirsche heißt und aus der Türkei stammt, erfreut sich in unseren Gärten einer großen Beliebtheit. Seinen Namen erhielt er aufgrund seiner kirschartigen Steinfrüchte und der lorbeerähnlichen Blätter. Seine Blätter und Samen enthalten einen hohen Anteil an Blausäure, was ihm zum diesjährigen Sieg bei der Wahl der Giftpflanze verhalf. Schon zehn Samen oder zwei Blätter können schwere Vergiftungen hervorrufen.

Kirschlorbeer
© Breidbach, Martin
Kirschlorbeer
Kirschlorbeer
© Breidbach, Martin
Kirschlorbeer - Blütenstände

In vielen Wäldern breitet sich der eingeschleppte Neubürger allerdings auf Kosten der heimischen Natur aus und verdrängt krautige Pflanzen. Zudem können ihn heimische Insekten und Vögel nicht als Futterquelle nutzen.

nach obenHeilpflanze des Jahres

Damaszener-Rose
© Breidbach, Martin
Damaszener-Rose
Die Damaszener-Rose, die ihren Ursprung in Kleinasien hat, ist die Siegerin in der Kategorie "Heilpflanze des Jahres". Schon in der Antike wurde sie kultiviert und gelangte im 13. Jahrhundert in die europäischen Gärten. Sie zeichnet sich durch einen schweren und betörenden Duft aus und wird daher für die Gewinnung von Rosenöl verwendet. Diese Öle duften aber nicht nur gut, sondern wirken entzündungshemmend, fiebersenkend und krampflösend, auf das Nervenkostüm der Menschen stimmungsaufhellend und harmonisierend. Darüber hinaus werden sie in der Kosmetik wegen ihrer Anti-Aging-Wirkung eingesetzt.

Die größten Anbaugebiete der Damaszener-Rose liegen in Bulgarien. Im so genannten "Rosental" werden über eine Tonne Rosenöl pro Jahr destilliert, wobei für 1 Liter Öl bis zu vier Tonnen Blüten benötigt werden. Ein Liter des bulgarisches Rosenöls hat dabei einen Großhandelswert von über 5.000 Euro.

nach obenStaude des Jahres

Die Gattung Wolfsmilch, mit über 2.000 Arten eine der vielfältigsten Gattungen im Pflanzenreich, ist die Staude des Jahres 2013. Es gibt dabei niedrige und kriechende Arten, aber auch meterhohe Pflanzen. Die Besonderheit der Wolfsmilchgewächse sind die spektakulären Farben der Hoch- und Hüllblätter, die den eher unscheinbaren Blütenstand umgeben. Eine große Anzahl der Arten sind beliebte Zimmerpflanzen, darunter der Christusdorn und der Weihnachtsstern.

Walzen-Wolfsmilch
© Breidbach, Martin
Walzen-Wolfsmilch
Walzen-Wolfsmilch mit Fliege
© Breidbach, Martin
Walzen-Wolfsmilch mit Fliege

Der Name "Wolfsmilch" ist auf eine charakteristische Eigenschaft aller Wolfsmilchgewächse zurückzuführen. Der Milchsaft, den die Pflanzen führen, ist reizend, der Volksmund sagt, "gefährlich wie ein Wolf". Dieser Pflanzensaft, der schon bei kleinsten Verletzungen austritt, ist ätzend und giftig und dient den Pflanzen als Fraßschutz.

Ihr Bundesgartenberater
Martin Breidbach
Weitere Tipps und Anregungen zum Garten unter: gartenberatung.de
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Martin Breidbach, Bundesgartenberater Verband Wohneigentum Hessen e. V.
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Arzneipflanze, Damaszener-Rose, Giftpflanze, Große Kapuzinerkresse, Heilpflanze, Kirschlorbeer, Natur des Jahres, Staude, Wolfsmilch

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