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Kräutertee aus dem eigenen Garten

Kräutertee
© Ratschinski, Ilja
Kräutertee

Januar 2012 Seit vielen tausend Jahren gießt der Mensch heißes Wasser über frische oder getrocknete Blätter, um sich an Geschmack und Wirkung zu erfreuen. Tee ist das beliebteste Getränk der Erde. Gartenbesitzer haben das große Glück, Kräutertee direkt aus dem Garten ernten zu können. Frisch gepflückt und direkt als Tee zubereitet, ist der Geschmack oft besser und der Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen höher, als bei vergleichbarem getrocknetem Tee.




nach obenKräuter ernten

Der Wirkstoffgehalt von Kräutern ist abhängig von Standort und Blütezeitpunkt. Kräuter, bei denen die Wirkstoffe vor allem in den Blättern zu finden sind, werden kurz vor der Blüte geerntet. Andere Kräuter enthalten auch in den Blüten Wirkstoffe. Diese Kräuter werden dann während der Hauptblüte gesammelt. Geerntet werden nur gesunde Pflanzenteile. Die beste Tageszeit für die Ernte ist später Vormittag bei trockenem Wetter.

  • Goldrutentee schmeckt gut und gilt als hervorragender Nieren- und Blasenheiltee. | © Ratschinski, Ilja
  • Eberrautentee schmeckt bitter, soll aber die Immunabwehr und den Magen stärken. | © Ratschinski, Ilja
  • Das Süßkraut Stevia ist 30-mal süßer als Zucker und praktisch kalorienfrei. | © Ratschinski, Ilja

nach obenKräuter richtig trocknen

Die meisten Tees können direkt aus frischen Pflanzenteilen zubereitet werden. Für eine Vorratshaltung ist jedoch das Trocknen die wichtigste Konservierungsmethode. Schließlich ist ein Erkältungstee meist im Winter relevant und nicht während der Erntezeit im Sommer. Getrocknet wird am besten an einem warmen Ort, der im Schatten liegt und Luftaustausch ermöglicht (z. B. Dachboden). Die Kräuter können in Büscheln aufgehängt werden. Lassen sich die Kräuter schlecht bündeln, können sie in Kisten auf Küchenkrepp gelegt und mehrmals gewendet werden. Eine Belüftung ist wichtig, sollte aber nicht zu stark sein. Durch Zugluft können, genauso wie bei direkter Sonneneinstrahlung, viele Inhaltsstoffe verloren gehen.

nach obenFermentieren

Zum Fermentieren die Blätter einen Tag trocknen. Mit dem Nudelholz werden die Blattzellen aufgebrochen, dann befeuchtet und in einem Steinguttopf bei etwa 30° C gelagert. Nach drei Tagen ist die Fermentation abgeschlossen und der Tee wird getrocknet.
© Ratschinski, Ilja
Zum Fermentieren die Blätter einen Tag trocknen. Mit dem Nudelholz werden die Blattzellen aufgebrochen, dann befeuchtet und in einem Steinguttopf bei etwa 30 °C gelagert. Nach drei Tagen ist die Fermentation abgeschlossen und der Tee wird getrocknet.
Wer einen aromatischen und würzigen Tee herstellen möchte, kann eine Fermentation (bzw. Oxidation) durchführen. Die Blätter werden dabei gequetscht, wodurch Pflanzenzellen teilweise zerstört werden. Enzyme und andere Inhaltsstoffe der Pflanze, die in der intakten Zelle streng voneinander getrennt sind, kommen so zusammen und reagieren mit Sauerstoff. Besonders geeignet sind die Blätter von Brombeere, Erdbeere, Himbeere, schwarze Johannisbeere, Melisse, Pfefferminze und Brennnessel.

nach obenLagerung

Wichtig für die Vorratshaltung ist eine trockene, dunkle und kühle Lagerung. Geeignet sind Apothekergläser, braune Papiertüten, Pappschachteln oder Kunststoffdosen. Kräutertees sollten nicht länger als ein Jahr gelagert werden. Mit Beginn der Lagerung verflüchtigen sich die Inhaltsstoffe. Spätestens nach einem Jahr sind so viele Inhaltsstoffe verloren, dass die Qualität unzureichend und außerdem eine neue Erntezeit angebrochen ist.

nach obenTee-Zubereitung

Zitronenverbene frisch aus dem Garten aufgebrüht schmeckt hervorragend und sieht gut aus.
© Ratschinski, Ilja
Zitronenverbene frisch aus dem Garten aufgebrüht schmeckt hervorragend und sieht gut aus.
Kaum etwas ist so einfach, wie einen Tee zu bereiten. Kochendes Wasser auf das Kraut gießen, kurz warten – trinken. Trotzdem erhöhen ein paar Feinheiten den Genuss:
  • Weiches Wasser ist geschmacklich vorteilhaft.
  • Als Behälter möglichst keine Metallkanne verwenden.
  • Die Kanne aus Ton oder unglasierter Keramik immer nur mit Wasser reinigen.
  • Am besten entfalten sich Aroma und Wirkstoffe, wenn die Kräuter freischwimmend in einer Kanne aufgebrüht werden und der Tee anschließend durch ein Sieb in eine zweite Kanne abgegossen wird.
  • Besonders wenn Tee ätherische Öle enthält, ist es zu empfehlen, den Tee abgedeckt ziehen zu lassen. Dadurch bleiben die wertvollen Öle weitgehend im Tee erhalten.
  • Kräutertees sollten mit sprudelnd kochendem Wasser aufgegossen werden und mindestens 5 Minuten ziehen.
  • Lässt man einige Tees zu lange ziehen können sie bitter werden oder sich verfärben.
  • Kräutertees sollten nicht länger als 3 Monate regelmäßig konsumiert werden.

Ihr Gartenfachberater
Ilja Ratschinski
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Schlagworte dieser Seite:

Fermentieren, Kräuter, Kräutertee, Lagern, Stevia, Tee, Trocknen

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