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Schnelle Hilfe: gartenberatung.de

Dezember 2011 Unbekannte Krabbeltiere, lästige Baumkrankheiten und mickriger Pflanzenwuchs erschweren das Leben des Hobbygärtners. Hier hilft die "Garten-Feuerwehr" des Verbands Wohneigentum: Über die Website gartenberatung.de verraten unsere Experten verzweifelten Gartenbesitzern Tipps und Tricks, damit es mit dem Traumgarten doch noch klappt.


Wieder geht ein Gartenjahr zu Ende. Obwohl der diesjährige Sommer eher an einen Herbst erinnerte und die Witterung nur selten die Nutzung der Terrasse zuließ, gab es auch in dieser Gartensaison viele Gartenfragen und -probleme. Hier eine kleine Auswahl:

Hilfe, wir haben massenhaft rote Käfer im Garten! Sie haben eine schwarze Zeichnung auf dem Rücken. Was sind das für Käfer und wie werden wir sie los?

Bild 1: Feuerwanzen
© Treiling, Johannes
Bild 1: Feuerwanzen
GF: Diese "Käfer" Bild 1 sind Feuerwanzen. Sehr häufig findet man sie an Linden, Robinien und Malven, von deren Samen sie sich ernähren. Außerdem fressen sie tote Insekten oder Insekteneier. Da sich die Tiere also nicht von lebendem Pflanzenmaterial ernähren, werden sie nicht als Schädlinge, sondern – bei zahlreichem Auftreten – als Lästlinge eingestuft. Der "Massenansturm" kann abgemildert werden, wenn man rechtzeitig die Samen der vorgenannten Pflanzen entfernt. Hierzu zählen auch die Samenkapseln des Hibiskus'.

In diesem Jahr schimmerte unser Rasen jedes Mal kurze Zeit nach dem Mähen so eigenartig silbrig-grau. Was ist das?

Bild 2: Bleiglanz, durch Rasenmäher verursacht.
© Treiling, Johannes
Bild 2: Bleiglanz, durch Rasenmäher verursacht.
GF: Dieser "Bleiglanz" Bild 2 wird durch Ihren Rasenmäher verursacht. Bei einem Sichelmäher sind es die stumpfen Messer, während es bei den Spindelmähern meistens am zu großen Abstand des Gegenmessers liegt. In beiden Fällen werden die Grashalme nicht sauber abgeschnitten, dadurch fransen die Blätter an den Schnittstellen aus. Diese ausgefransten Stellen vertrocknen und sorgen so für das silbrig-graue Aussehen der Rasenfläche.

Seit Jahren haben meine Tulpen und Narzissen spätestens im zweiten Jahr nach der Pflanzung kleinere Blüten. Dies setzt sich jedes Jahr fort, bis sie überhaupt nicht mehr blühen. Dann muss ich neue Zwiebeln kaufen. Liegt das am Boden oder sind die Zwiebeln krank?

GF: Die Blumenzwiebeln sind weder krank, noch liegt hier ein Bodenproblem vor. Die Abbauerscheinungen sind normal, wenn die Blätter zu früh nach der Blüte entfernt werden. Sie sollten auf jeden Fall das Laub natürlich absterben lassen, bis es vollkommen trocken ist. So lagern die Ersatzzwiebeln ausreichend Reservestoffe für das nächste Jahr ein und die Blüte wird nicht kleiner oder bleibt ganz aus. Für eine leichte Düngung im Frühjahr mit einem organisch-mineralischen Volldünger sind auch diese Pflanzen dankbar.

Wir haben seit Jahren mehrere Rhabarberstauden im Garten, haben aber nie dicke Stangen geerntet. Sind die Pflanzen krank oder fehlt Dünger?

GF: Da Ihre Rhabarberpflanzen schon älter sind, sollten Sie diese im Frühjahr teilen und vor allem an anderer Stelle neu pflanzen. Verbessern Sie den Boden vor der Pflanzung mit Kompost und organischem Dünger. Im ersten Jahr dürfen keine Stangen geerntet werden, im Herbst bleiben die Blätter an den Pflanzen – auch wenn sie gelb sind. In den folgenden Jahren dürfen die Rhabarberstauden nur bis "Johanni" (24. Juni) beerntet werden. Danach erhalten sie eine leichte Düngung und bei Trockenheit regelmäßig Wasser. Auch jetzt bleiben die absterbenden Blätter im Herbst grundsätzlich an den Pflanzen, damit der Wurzelstock wieder Reservestoffe für das Frühjahr einlagern kann. So ernten Sie zukünftig auch dicke Rhabarberstangen!

Unsere Obstbäume werden von Pilzen oder Ähnlichem überwuchert! Was können wir dagegen tun? Sterben die Bäume dadurch ab?

Bild 3: Flechten
© Treiling, Johannes
Bild 3: Flechten
GF: Auf Ihren Bäumen wachsen Flechten Bild 3; eine Symbiose aus Alge und Pilz. Sie schädigen die Gehölze nicht direkt, schränken jedoch die Atmung der Rinde stark ein. Außerdem bieten sie Unterschlupf für Schädlinge und schützen deren Gelege. Befreien Sie die Obstbäume bei der alljährlichen Stammpflege von losen Rindenstücken, Moos und Flechten. So beseitigen Sie die potentiellen Schlupfwinkel für Schädlinge und verbessen die Atmung der Rinde. Dafür können Sie statt der herkömmlichen Schabeisen und Drahtbürsten auch einen Hochdruckreiniger verwenden. Beginnen Sie jedoch nicht mit der höchsten Druckleistung! Immer mit niedriger Stufe beginnen und langsam steigern, so vermeiden Sie Schäden an der Rinde. Um die Wiederbesiedelung mit Flechten zu verhindern, sollten Sie außerdem die Kronen der Obstbäume gut auslichten, damit die Rinde nach Niederschlägen und Tau schnell wieder trocknet.

Ihr Gartenberater Johannes Treiling
Verband Wohneigentum Nordrhein-Westfalen e. V.
Weitere Informationen auf: gartenberatung.de
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Bleiglanz, Blumenzwiebel, Duftnarzisse, Feuerwanze, Flechten, Gartenfachberatung, Käfer, Narzisse

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