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Platt-, Wild-, Weinberg-Pfirsiche

Plattpfirsiche, links eine pelzige und rechts eine glatte Form.
© von Soosten, Rolf
Plattpfirsiche, links eine pelzige und rechts eine glatte Form.

November 2011 In den vergangenen Jahren wurden vermehrt eigenartig aussehende Pfirsiche angeboten. Die dafür verwendeten Namen reichten von Wildpfirsich über Weinbergpfirsich, Bergpfirsich, Tellerpfirsich bis zu Plattpfirsich. Doch wenn jemand einen Baum erstehen möchte, stellt sich die Frage: Wie heißt die Frucht eigentlich korrekt?


Aufgeschnitten wird die plattrunde Form besonders gut sichtbar.
© von Soosten, Rolf
Aufgeschnitten wird die plattrunde Form besonders gut sichtbar.
Korrekt ist eigentlich nur sein botanischer Name: Prunus persica var. platycarpa. Im deutschsprachigen Raum sind seine Bezeichnungen eher irreführend. Denn der Name "Roter Weinbergpfirsich" ist bereits seit langer Zeit vergeben an eine kleinfrüchtige, rotfleischige Art, die für Marmeladen, Kompott, Liköre und andere Verarbeitungsprodukte verwendet wird. Sein besonderes Aroma lässt sich auch sehr schmackhaft als Weinbergpfirsich-Brand genießen.

"Wildpfirsiche" stehen vielerorts – als aus Steinen gekeimte Bäume mit unterschiedlichen Eigenschaften. Die Bezeichnung "Plattpfirsich" hingegen gibt es auch in anderen Ländern. In Frankreich heißen die Früchte zum Beispiel "Pèches plates".

Die flache Form scheint eine Renaissance zu erleben, nachdem sie zeitweise in Vergessenheit geraten war. Laut Literatur gibt es sie in China, ebenso wie den runden Pfirsich, seit mehr als 2.000 Jahren.

Das Aroma des platten Pfirsichs ist intensiver als das seiner runden Brüder. Die meisten Sorten lösen einigermaßen gut vom Stein. Mittlerweile gibt es mehrere Varianten oder Sorten. Auch ist er bereits im Handel als Veredlung zu bekommen. Ob sich allerdings die geschmacklichen Qualitäten hier wunschgemäß entwickeln, bleibt abzuwarten.

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Kompott, Likör, Marmelade, Pfirsich, Weinberg-Pfirsich, Wildsorten
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