Inhalt
Ihre Sucheingabe:

Sie befinden sich hier: Pflanzen > Ziergarten > Ziergarten - Verschiedenes > Archiv (2002 - 2005) > Urlaubserinnerungen an exotisch-tropische Pflanzen
nächster Beitrag → Reizvolle Schmuckgräser

Urlaubserinnerungen an exotisch-tropische Pflanzen

August 2000 Unter der Bezeichnung "Tropenpflanzen" werden schlechthin jene Pflanzen zusammengefasst, deren Heimat sich in den feucht-warmen Gebieten der Erde befindet. So nehmen die Tropen etwa zwei Fünftel der gesamten Erdoberfläche ein. Geographisch liegen sie zwischen den beiden Wendekreisen 23,5 nördlicher und südlicher Breite.


Wie die tropische Vogelwelt mit ihrem farbigen Federkleid – Papageien, Kakadu – für die Wälder Amerikas, Australiens bezeichnend sind, prägt auch der tropische, vielgestaltige Pflanzenreichtum das Landschaftsbild. Ebenso nimmt der Besucher des Mittelmeergebiets an der floristischen Pflanzenwelt teil, die durch die günstigen klimatischen Voraussetzungen gegeben sind.

nach obenWunderbaum (Ricinus communis)

Wunderbaum
Wunderbaum
Die ornamentale Kübel- und Schmuckpflanze, verwandt mit dem bekannten Weihnachtsstern (Euphorbia), wächst in der Heimat ausdauernd baum- oder strauchartig; bei uns wird sie einjährig kultiviert. Den Namen "Wunderbaum" führt sie wegen des enorm schnellen Wachstums in den Sommermonaten. In den Tropen wird sie bis zu 10 m hoch. Gleichfalls wird sie wegen ihrer palmen-ähnlichen stattlichen Blätter als "Palma Christi" bezeichnet.

Die alte Kulturpflanze ist in den wärmeren Regionen über die Erde verbreitet. Ricinus-Samen wurden bereits in den ägyptischen Gräbern nachgewiesen. Beliebt wurde sie durch ihre mehrfach geteilten Blätter und auffälligen Fruchtstände. Einige Pflanzen in Gruppenanordnung bringen viel Abwechslung in die bunte Blumenrabatte.

Sorten

  • 'Gibsonii', Blätter und Stengel rot
  • 'Laciniatus', Blätter tief eingeschnitten
  • 'Sanguineus', Fruchtstände dunkelrot

Vermehrung

Aussaat von zwei Samen in 11- bis 12-cm-Töpfe. Optimale Entwicklung in nährstoffreichem Boden, vollsonnig und reichlich wässern. Die teils bunten Samenkörner sind ölhaltig und giftig. Wenn Kinder im Haus sind, die Fruchtstände entfernen!

nach obenParadiesvogelblume (Strelitzia reginae)

Interessiert an den vorgestellten Sorten?

Sie erhalten sie im Handel sowie im Versandhandel wie z. B. Amazon.de. Die orange-markierten Sorten führen Sie direkt zur Fundstelle bei Amazon.de.
Viel Spaß beim Gärtnern!
Paradiesvogelblume
Paradiesvogelblume
Exotische Schönheit bietet die Bananenverwandte, die mehrere Blüten in einem kahnförmigen Deckblatt ausbildet. Der treffende deutsche Name bezieht sich auf die leuchtenden orangefarbenen Kelchblätter und die himmelblauen Blütenblätter, die in harmonischem Farbkontrast stehen. Der Name "Vogelschnabel-Orchidee" kennzeichnet den bizarren Blütenstand der Südafrikanerin.

Die Bestäubung erfolgt durch Vogelbesuch. Beliebt als Mitbringsel von der Reise und ebenso als farbenfreudige Schnittblume; auch ist sie die Wappenblume von Los Angeles.

Pflege

Viel Sonne, Wärme. Geeignet für Süd- und Westseiten des Hauses. Überwinterung im Kübel (10 °C). Sommertags reichlich wässern, im Winter trockener halten. Düngung im Frühjahr mit Mehrnährstoffdünger 14-tägig.

nach obenGewürzrinde (Cassia-Arten)

Kerzenstrauch
Kerzenstrauch
Das helle Blütengelb der Tropenpflanze lässt beim Anblick auch Tage ohne Sonne genießen. Mit etwa 500 Arten ist der Schmetterlingsblütler über die wärmeren Zonen der Erde verbreitet (Afrika, Amerika). Anspruchslos blühen einige unter ihnen fast ganzjährig.

Der abgebildete Kerzenstrauch (Cassia didymobotrya) erhält im Sommer im Kübel einen Platz geschützt im Freien. Nach der Hauptblütezeit werden die verblühten Kerzen zur Bildung neuer Blütentriebe an der Basis entfernt. Ihre Fiederblätter schließen sich gegen Abend nach oben zusammen, damit sie weniger verdunstet.

Hübsch noch die häufig vertretene argentinische Art, Cassia corymbosa, die etwas in Vergessenheit geraten war. Ein unermüdlicher Blüher bis fast zum Frostbeginn. Überwinterung 10 °C, nicht höher.

Cassia hebecarpa aus Maryland wächst staudig, Blüte August, September. Sie ist winterschutzbedürftig und als Gruppenpflanzung vor Gehölzstreifen vorzüglich geeignet.

nach obenKeulenlilie (Cordyline australis)

Keulenlilie
Keulenlilie
Stammbildend und von palmen-ähnlichem Aussehen mit rahmweißer Blüte wird sie leicht mit dem tropischen Wuchs einer Palme verwechselt. In einer Gruppe vermittelt sie bald eine tropische Atmosphäre. In Verbindung mit der Palmenlilie (Yucca), Drachenbaum (Dracaena), Lorbeer (Laurus) ist in etwa ein mediterranes Umfeld geschaffen.

Formen

  • 'Aureostriata', Blätter mit goldgelben Streifen,
  • 'Purpurea', Blätter bräunlich. Überwinterung: Hell bei 8 bis 10 °C, nicht höher, mäßig gießen, Nässe vermeiden.

nächster Beitrag → Reizvolle Schmuckgräser
Bild 1: Hotel "The Cellars-Hohenort"
Traumgarten am Kap: Ein besonderer Reisetipp
Alpenveilchen
Zimmerpflanzen richtig pflegen
Vanille-Blüte mit Schoten.
Vanille selber ziehen

Schlagworte dieser Seite:

Gewürzrinde, Keulenlilie, Paradiesvogelblume, Tropenpflanze, Wunderbaum

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um alle Artikel mit diesem Schlagwort anzuzeigen.

Bitte melden Sie den Kommentar nur, wenn er andere Menschen beleidigt, beschimpft oder diskriminiert, oder Äußerungen enthält, die Gesetze verletzen (beispielsweise zu einer Straftat aufrufen).

Diesen Artikel kommentieren (0)

Ihr Kommentar


Datenschutz | Impressum | Kontakt
Die Website enthält Bilder von www.pixelio.de

Familienheim und Garten Verlagsgesellschaft mbH

Copyright

Familienheim und Garten
Verlagsgesellschaft mbH
Bonn, 2019

Entwicklung/Realisierung

MultimedaConcept, Bonn
Kennedyalle 17, 53175 Bonn
office@mmcm.de
www.mmcm.de