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Steriler Knoblauch

Knoblauch kurz vor der Erntereife.
© Titze
Knoblauch kurz vor der Erntereife.

August 2000 Mitte Juli bis August, sobald das Laub einzutrocknen beginnt, ist der Knoblauch erntereif. Er zeigt dann bis zu etwa 100 cm hohe Blütenstiele, die denen der Küchenzwiebel im zweiten Anbaujahr bzw. des "geschossten" Porrees ähneln.


Diejenigen, die diese Gemüseart bereits kultiviert haben, wissen sicher auch, dass sie nur vegetativ – also nicht, wie ihre beiden erwähnten Verwandten, durch Saatgut – vermehrt wird. Die langgestielten Blüten im kugeligen Blütenstand verbleiben meist im Knospenstadium und setzen nur selten Samen an. Sie sind steril, verkümmert und werden in der Regel abgeworfen.

Anstelle der Blüten bilden sich bei verschiedenen Herkünften auf der Scheindolde etwa 1 cm große Brut-(Luft-) Zwiebeln – sogenannte Rundlinge (im Gegensatz zu den innerseits "hohlen", nach außen gewölbten, drei- bis vierseitigen, stumpfkantigen "Zehen" oder "Klauen" der zusammengesetzten eigentlichen Knoblauch-Bulbe an der Pflanzenbasis). Bei nassem Wetter treiben sie vielfach schon an der Mutterpflanze aus.

Die Brutzwiebeln werden – genau wie die Zehen (im allgemeinen aber wohl seltener) – im Spätsommer (September bis Oktober) oder im Frühjahr (März bis April) ausgepflanzt. Das geschieht im Abstand von etwa 20 × 15 und einer Tiefe von 5 cm. Die Zwiebeln sind normalerweise frosthart, aber in nassen Böden nicht immer gegen Fäulnis gefeit.

Es lässt sich leider nicht vermeiden, dass auch durch dieses vegetative Vermehrungsmaterial ein vielfach bereits vorhandener Virusbefall (Zwiebel-Gelbstreifen-Virus, Latenter Knoblauchvirus) der Mutterpflanzen an die nächste Pflanzengeneration weitergegeben wird.

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