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Auf Krankheiten bei Sauerkirschen achten!

August 2000 Gegenüber dem Kernobst ist die Palette der Schädlinge und Krankheiten an Sauerkirschen geringer. Die Monilia, die in zwei verschiedenen Arten auftritt, kann uns sehr zu schaffen machen. Die Blütenfäule, mit nachfolgender Spitzendürre, ist besonders unangenehm. Daneben tritt ein naher Verwandter des Pilzes als Fruchtfäule auf. In beiden Erscheinungsformen ist die Moniliakrankheit ernstzunehmen, da sie enorme Ertragsausfälle zur Folge haben kann. In Extremfällen wird oft der gesamte Fruchtansatz vernichtet.


nach obenSymtome

Die Spitzendürre sucht vorzugsweise Sauerkirschen und Aprikosen heim, die Fruchtfäule Kern- und Steinobst gleichermaßen. Die Infektion erfolgt durch Sporen, die sich auf die Blütennarben niederlassen; von hier aus wächst der Pilz über Stempel und Blütenstiele in die Zweige hinein. Bei Befall färbt sich bereits während der Blüte der Stempel schwarz, Blüten und Blätter der Zweige verwelken und bleiben, wenn nichts geschieht, in der gesamten Vegetationszeit am Baum hängen; in stärkere Äste vermag er nicht einzudringen.

nach obenSchädlingsentwicklung

Der Schaderreger überwintert in Sporenform an abgestorbenen Zweigen und Fruchtmumien, die im Frühjahr die Blüten erneut infizieren können. Auf Jungfrüchte, die winzige mechanische Beschädigungen (Wespenfraß, Windstoß usw.) aufweisen, werden die Sporen durch Wind übertragen, so dass sie braun werden, faulen und auf ihnen weitere in konzentrischen Kreisen angelegte Sporenlager erscheinen. Werden diese Früchte nicht entfernt, entstehen Fruchtmumien, die im Baum hängen bleiben und sich zu Sporenmutterschiffen entwickeln. Aufgrund der enormen Schadwirkung muss gegen die Monilia vorgegangen werden.

nach obenBekämpfung

Zur Bekämpfung der Zweigmonilia (auch Spitzendürre genannt) sind befallene Triebe umgehend bis in das gesunde Holz zu entfernen.
© May
Zur Bekämpfung der Zweigmonilia (auch Spitzendürre genannt) sind befallene Triebe umgehend bis in das gesunde Holz zu entfernen.
Das Mandelbäumchen wird ebenfalls von Monilia befallen. Daher empfiehlt sich sofort nach der Blüte ein kräftiges Auslichten des Strauches und ein Rückschnitt aller Triebe um die Hälfte.
© May
Das Mandelbäumchen wird ebenfalls von Monilia befallen. Daher empfiehlt sich sofort nach der Blüte ein kräftiges Auslichten des Strauches und ein Rückschnitt aller Triebe um die Hälfte.
Leider wird die wertvollste Sauerkirschsorte, die Schattenmorelle, besonders stark heimgesucht. Zunächst sollte eine mechanische Bekämpfung Vorrang haben. Um weitere Infektionen zu vermeiden, müssen befallene Zweige sofort beim Sichtbarwerden bis in das gesunde Holz entfernt werden, ebenso infizierte Früchte. Anschließend sind sie unverzüglich zu verbrennen oder sehr tief zu vergraben.

Genügen diese Eingriffe nicht, sind gezielte Behandlungen möglich. Wirksame Präparate sind Baycor-Spritzpulver, Systane GW oder Teldor WG, die streng nach Gebrauchsanweisung einzusetzen sind. Die Spritzungen sind in die offene Blüte und nur nach Beendigung des Bienenfluges durchzuführen.

Mit Hilfe der empfohlenen Maßnahmen ist es möglich, auch eine gefährdete Sorte wie die Schattenmorelle von der Krankheit freizuhaben.


Johannisbeere 'Trajan' von Häberli
Schlanke Säulen
Bild 6: Dieser Pilz zählt zu den Feuerschwämmen. Über mehrere Jahre produziert er seine Sporen, die der Wind kilometerweit verbreiten kann.
Pflanzenschutz vor Vegetationsbeginn
Im Herbst aufbrechende Krebswunde.
Kranke oder tote Äste in den Obstbäumen

Schlagworte dieser Seite:

Blütenfäule, Fruchtfäule, Monilia, Pflanzenschutz, Sauerkirsche, Spitzendürre

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