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Schon mal gehört? Goji-Beeren

April 2011 Seit einigen Jahren werden in Naturkostläden, Delikatessengeschäften und auf Ausstellungen Goji-Beeren angeboten. Doch hinter dieser angeblichen Neuigkeit verbirgt sich etwas recht Banales: Die Goji-Beere ist seit Jahrzehnten im Sortiment guter Baumschulen als fruchttragender Deckstrauch bekannt.


Getrocknete Goji-Beeren wie sie im Handel erhältlich sind.
© von Soosten, Rolf
Getrocknete Goji-Beeren wie sie im Handel erhältlich sind.
Zur heimischen Flora gehört er allerdings nicht. Sein Name ist Bocksdorn oder Teufelszwirn, seine Heimat China. Goji ist die englische Bezeichnung. In ähnlichen Klimaten fühlt er sich in vielen Teilen der Welt wohl. Zum Erscheinungsbild: Strauchartig überhängend wachsend, bedornt, kleinblättrig, die hellblauen bis violettblauen Blüten erscheinen in den Blattachsen des vorjährigen Holzes, die reifenden orangefarbenen ovalen Früchte hängen, sind aber wegen der Dornen nicht leicht zu pflücken. Die Blätter – häufig mehltaubefallen – haben eine spitzovale Form. Die Strauchhöhe kann 3 m überragen. In älteren Büchern finden wir den botanischen Namen Lycium halmifolium, neuere Werke nennen ihn Lycium barbarum. Der Strauch zählt zur Familie der Nachtschattengewächse – wie Tomate und Kartoffel. Die heute auf dem Markt angebotenen Goji-Sträucher sind möglicherweise großfrüchtige Selektionen.

nach obenWas macht die Goji-Beere so interessant?

Geht man dem Ursprung dieser Beere nach, trifft man auf den Hinweis der Verwendung in der Küche und in der Naturheilkunde. Ob unsere Küche heute dafür Verwendung hat, kann jeder selber prüfen. Es gibt sowohl wohlmeinende als auch ablehnende Stimmen. Anders sieht es mit der Naturheilkunde aus. Laboruntersuchungen ergaben interessante Ergebnisse, aber keine Geheimnisse. Die meisten Inhaltsstoffe kennen wir auch aus heimischen Früchten und Gemüsen, unterschiedlich sind die Zusammensetzungen. Hervorstechend ist der Gehalt an Antioxidantien. Die Goji-Beere wird in ihrem Ursprungsland China auch Glücksbeere genannt, als Frucht der Ausgeglichenheit, des Wohlbefindens und der positiven Energie. Ob die Goji-Beere, wie beschrieben, wirklich Glücksgefühle, Ausgeglichenheit und Wohlbefinden fördert, lässt sich kaum nachweisen.

In heimischer Küche empfiehlt man die getrockneten Beeren, um Joghurt, Obstsalate und Pudding zu verfeinern. Hier ist der Kreativität keine Grenze gesetzt. Die Industrie bietet Fruchtsäfte an. Ergänzend muss darauf hingewiesen werden, dass je nach Herkunft sehr unterschiedliche Geschmacks- und Qualitätsunterschiede vorhanden sein sollen.

nach obenHinweis

Vorsicht ist geboten bei Goji-Beeren, die im Handel zum Verzehr erhältlich sind. Vor allem Beeren aus China sind häufig mit Pflanzenschutzmitteln belastet. Einige Ökokontrollstellen, wie Ceres im bayerischen Happburg, haben die Bio-Zertifizierung für chinesische Goji-Beeren 2011 ausgesetzt. Umso wichtiger ist es also, auf Zertifizierungen und Herkunft zu achten.

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Antioxidantien, Delikatesse, Goji-Beere
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