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Lenzrosen − winterliche Blütenwunder

Lenzrosen - winterliche Blütenwunder
© Balster, Thomas
Lenzrosen - winterliche Blütenwunder

Februar 2011 Viele Gartenbesitzer haben nach dem Schneechaos der letzten Wochen Lust auf Farbtupfer im winterlich tristen Garten bekommen! Zur "Gartenlust" können jetzt auf jeden Fall die meist zwischen Januar und März blühenden Lenzrosen beitragen.


Die Gattung Helleborus wurde früher häufig als Nieswurz bezeichnet, da aus den pulverisierten Wurzelteilen der Pflanze Schnupftabak und Niespulver hergestellt wurde.

Bereits in der vorchristlichen Heilkunde wurden Wurzelbestandteile der Lenzrose bei Herz- und Nierenleiden verabreicht.

Da Helleborus in allen Teilen giftig ist und der Pflanzensaft Hautreizungen verursachen kann, sollten sicherheitshalber beim Umgang mit der Pflanze Handschuhe getragen werden.

In der Natur finden die Schatten- und Halbschattenstauden in Waldrandlagen ideale Wachstumsbedingungen. Im Garten fühlen sich die Pflanzen in schattigeren Lagen, in der Nähe von Ziergehölzen und Bäumen wohl. Lenzrosen bevorzugen humusreiche und leicht durchlässige Böden. Zu kräftige und schwere Böden sollten unbedingt zur Vermeidung von Staunässe eine Dränage in Form von kleinen Steinen, Kieseln oder Tonscherben erhalten.

nach obenNaturdünger bevorzugt

Helleborus wachsen besonders gut, wenn sie mit Naturdünger in Form von Hornspänen – etwa eine Hand voll pro Pflanze – oder abgelagertem Rinder- oder Pferdemist gedüngt werden. Die erste Nährstoffgabe wird bereits im Februar/März, wenn die Staude blüht und neue Blätter gebildet werden, ausgebracht. Eine zweite Düngung erfolgt im Juli oder August, wenn die Pflanzen neue Wurzeln bilden, um für die Blütenknospen des Frühlings genügend Nährstoffe zur Verfügung zu haben.

Lenzrosen bevorzugen neutrale bis alkalische Böden. Eine alljährliche Kalkgabe in Form von Algenkalk, Eierschalen oder Muschelkalk ist unbedingt zu empfehlen!

Da Lenzrosen bis zu 60 cm tief wurzeln, muss die Pflanzstelle unbedingt tiefgründig sein. Die winterlichen Prachtstauden sind in vielen Staudengärtnereien erhältlich. Sie lassen sich auch gut in ausreichend großen Pflanzgefäßen kultivieren und sehen gerade in den Wintermonaten im Eingangsbereich von Häusern überaus dekorativ aus.

Lenzrose
© Balster, Thomas

Besonders oft anzutreffen ist Helleborus orientalis, die in Griechenland, der Türkei und dem Kaukasus beheimatet ist.

Die Blüten sind weiß bis rosa, rot bis nahezu schwarz (Kulturformen). Die Stauden besitzen geteilte, ledrige, wintergrüne Blätter, die bei Temperaturen unter -15 °C absterben. Fast alle Lenzrosen erreichen eine Wuchshöhe von bis zu 60 cm.

  • Lenzrose | © Balster, Thomas
  • Lenzrose | © Balster, Thomas
  • Lenzrose | © Balster, Thomas

Helleborus gehören zu den langlebigen, robusten und unkomplizierten Gartenstauden. Sie lassen sich durch Teilung und Aussaat vermehren. Die Samen müssen früh geernet werden, am besten dann, wenn die Früchte sich grünlich verfärben. Da Lenzrosen zu den Lichtkeimern gehören, dürfen sie nicht mit Erde bedeckt werden!

Viel Spaß mit den winterlichen Farbtupfern
wünscht Ihnen
Ihr Gartenfachberater

Thomas Balster

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Schlagworte dieser Seite:

Algenkalk, Christrose, Dränage, Helleborus, Hornspäne, Humus, Lenzrose, Staunässe, giftig

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