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Der Hausbaum − Teil 2

Februar 2011 Der Hausbaum ist die Zierde jeden Gartens – sei er auch noch so klein. Im vergangenen Heft stellten wir Eberesche, Goldregen und Ahorn vor. Doch es gibt mehr.


Die Japanische Zierkirsche der 'Sorte Kanzan' eignet sich gut als Schattenpender.
© Opitz, Wolfgang
Die Japanische Zierkirsche der 'Sorte Kanzan' eignet sich gut als Schattenpender.
An den angenehm kühlen Schatten eines Sitzplatzes unter dem Blätterdach eines Baumes kann keine Markise heranreichen. Als Schattenspender kommen vor allem Bäume mit breiteren Kronen in Betracht. Die Japanische Zierkirsche (Prunus serrulata 'Kanzan') wirkt zusätzlich mit ihrer überragenden rosa Blütenpracht.

Auch ein Obstbaum, wie Apfel, Birne oder Kirsche kann als Hausbaum gewählt werden. Diese zeichnen sich nicht nur, wie die Ziergehölze, durch eine schöne Blüte aus, sondern erfreuen uns obendrein mit ihren Früchten.

Trauerbirken bewirken auch im Winter ein malerisches Bild.
© Opitz, Wolfgang
Trauerbirken bewirken auch im Winter ein malerisches Bild.
Ein malerisches Bild gibt auch die Trauerbirke (Betula pendula 'Youngii') ab. Sie bleibt im Gegensatz zu ihren meisten Artgenossen mit 4 bis 8 m Höhe vergleichsweise niedrig und besticht mit ihrer schirmartigen Krone sowie senkrecht herunter hängenden Ästen, die oft bis zum Boden reichen. Der Baum lässt sich noch weiter in die Höhe ziehen, wenn man den mittleren herabhängenden Ast an einer Stange hoch bindet. Dieser Baum ist vor allem für kleinere Gärten geeignet. Wer dort nicht auf eine Birke verzichten möchte, findet hiermit eine Alternative zu den schnell groß werdenden Weiß-Birken.

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Viel Spaß beim Gärtnern!
Der Rotdorn, ein Baum auch für kleinere Gartenflächen.
© Opitz, Wolfgang
Der Rotdorn, ein Baum auch für kleinere Gartenflächen.
Der bekannte Rotdorn (Crataegus laevigata 'Paul's Scarlet'), der eine Höhe von 4 bis 6 Mm erreicht, gehört mit zu den schönsten kleinkronigen Bäumen. Seine leuchtend karminroten, gefüllten Blüten erscheinen von Mai bis Juni. Wir lassen die Krone locker wachsen, denn ein ständiger Rückschnitt würde den Blütenansatz stark verringern.

Zur gleichen Gattung gehört der Scharlach-Weißdorn (Crataegus coccinea). Dieser kleine Baum bildet breite, runde Kronen, ist sehr frosthart, gesund sowie windresistent und verträgt auch sommerliche Trockenheit recht gut. Mit seinen scharlachroten Früchten (1 bis 2 cm dick) bildet er ein attraktives Vogelnähr- und Schutzgehölz.

Von den Nadelgehölzen bevorzugen wir in der Regel gleichfalls die langsamwachsenden und kleinbleibenden Bäume, wie die Blaue Mädchenkiefer oder die Korea-Tanne mit ihrem schönen Zapfenschmuck.

nach obenPflanzung

Gute Pflanzzeiten für Hausbäume sind das Frühjahr, sobald der Frost aus dem Boden ist, und auch der Herbst. Die Frühjahrspflanzung hat den Vorteil, dass man nicht das Überwinterungsrisiko für den frisch gepflanzten Baum trägt. Die nächsten Monate können also noch für die Auswahl des Standortes und der Baumart genutzt werden. Bäume in großen Containern, die ihr ganzes Wurzelwerk mitbringen, kann man während des ganzen Sommerhalbjahres pflanzen.

Für die Pflanzung hebt man eine Pflanzgrube aus, die mindestens 1,5 mal so groß und so tief ist wie der Wurzelballen. Den Untergrund der Pflanzgrube wird zusätzlich gelockert. Der ausgehobene Boden wird mit gut verrottetem Kompost vermischt. Der Baum sollte in jedem Fall einen starken Pfahl erhalten, der bis in die Krone reicht. Der Pfahl wird vor der Pflanzung in die Pflanzgrube eingeschlagen. Alle Bäume werden vor dem Pflanzen mit ihren Wurzelballen für mehrere Stunden ins Wasser gestellt. Das gilt auch für Pflanzen im Container. Der Baum wird mit dem Ballentuch in die Pflanzgrube gestellt, dann wird das Ballentuch am Wurzelhals gelöst und seitlich etwas nach unten geschoben. Es verrottet mit der Zeit. Sodann wird die verbesserte Erde um den Ballen herum eingefüllt und hin und wieder leicht angetreten. Mit der restlichen Erde wird ein großer Gießrand gebildet und anschließend der Baum reichlich angegossen. Auch in den folgenden Monaten darf der Wurzelballen nicht trocken werden.

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"Und ginge morgen die Welt unter, ich pflanzte noch heute ein Apfelbäumchen". Dieses Bekenntnis von Martin Luther und die Verehrung, die den Bäumen von unterschiedlichen Völkern entgegengebracht wurde sowie viele Sagen über ihre Symbolkraft, zeigen deutlich, dass der Baum von jeher eine große Bedeutung für den Menschen hatte.

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Goldregen
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Bild 1: Gute Obsternte dank erfolgreicher Bestäubung.
Partnerwahl der Obstgehölze
Schorffleck mit Fruchtrissen, die zusätzlich Einfallspforte für Fäulniserreger sind.
Etwas mehr über den Schorfpilz

Schlagworte dieser Seite:

Apfel, Birne, Eberesche, Hausbaum, Japanische Zierkirsche, Kirsche, Rotdorn, Scharlach-Weißdorn, Trauerbirke, Zierkirsche

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