Inhalt
Ihre Sucheingabe:

Sie befinden sich hier: Pflanzen > Gartenberatung > Der Garten kennt (fast) keine Abfälle
nächster Beitrag → Massenhaft Marienkäfer

Der Garten kennt (fast) keine Abfälle

Kompost: Der Garten kennt (fast) keine Abfälle
© Breidbach, Martin
Kompost: Der Garten kennt (fast) keine Abfälle

November 2010 Die Kompostierung (= Verrottung organischer Substanz) ist die natürlichste Methode, Grünabfälle aus dem eigenen Garten wieder dem Naturkreislauf zuzuführen. Bei diesem seit Jahrhunderten bewährten Verfahren entsteht der wichtigste organische Dünger für Ihre Pflanzen, zudem ist Kompost ein hervorragendes Bodenverbesserungsmittel und ein Garant für dauerhafte Bodenfruchtbarkeit. Doch was ist zu beachten?


nach obenWelchen Komposter verwende ich?

Thermokomposter
© Böker, Gerd
Thermokomposter
Jedes System hat seine Vorteile, somit ist in erster Linie die Größe Ihres Gartens entscheidend. Für kleinere Gärten reicht in der Regel ein geschlossenes System, auch Thermokomposter genannt. Eine klassische Kompostmiete oder ein offenes System wie Lattenkomposter finden bevorzugt in größeren Gärten Anwendung. Zu beachten sind allerdings die systembedingten Unterschiede hinsichtlich Standort, Untergrund, Befüllung, Pflanzenmaterial etc.

nach obenWas kommt auf den Komposthaufen?

Kompostieren kann man fast alles, was im Garten wächst bzw. was an organischen Abfällen in der Küche übrig bleibt. Wichtig ist, dass nicht zu große Abfallmengen auf einmal darauf gegeben werden. Auch sollte das Material nicht zu feucht sein (Gefahr bei größeren Mengen Rasenschnitt). Am besten vermischt man grobes und feines, feuchtes und trockenes Material miteinander und wälzt das Ganze ab und zu einmal um. Verdichtete und feuchte Massen werden dadurch aufgelockert und vermengen sich wieder mit lockerem und trockenem Material.

Bei Pflanzenteilen sollte man darauf achten, dass sie möglichst frei von Krankheiten und Schädlingen sind. Auch Obstschalen, die mit Pestiziden behandelt sind (z. B. Zitrusfrüchte und Bananen), und auch Un-/Wildkräuter sollten besser über die Biotonne entsorgt werden.

Speziell das im Herbst auftretende Falllaub kann sinnvoll in einem separaten Komposthaufen verwertet werden. Herbstlaub ist in der Kompostierung geruchsneutral und liefert schon nach kurzer Zeit – bei guten Bedingungen sogar schon im Frühjahr – wertvolle Komposterde. Wegen des hohen Anteils an Gerbsäure sollten allerdings nur geringe Mengen Laub von Wallnussbäumen dazu gegeben werden.

nach obenWas passiert in dem Komposthaufen?

Viele Kleinlebewesen wie Regenwürmer, Tausendfüßler und Asseln zerkleinern das organische Material. Weitere Arbeit leisten darüber hinaus 'unsichtbare' Bakterien und andere Mikroorganismen und bilden die für den Boden wertvollen Huminstoffe im Kompost. Damit sich der Kompost aber richtig entwickeln kann, benötigt er Wärme, Luft und Feuchtigkeit. Zuviel oder auch zuwenig Regen sind bei offenen Systemen schädlich. Das Material soll ja weder verfaulen noch eintrocknen, sondern verrotten. Es empfiehlt sich also, Lattenkomposter etc. immer abzudecken. Die vielfältigen Aktivitäten der kleinen Kompostarbeiter erkennt man übrigens daran, dass der Komposthaufen Wärme entwickelt. In größeren Kompostmieten oder auch in den geschlossenen Systemen kommt es zu Temperaturentwicklungen bis über 60 Grad Celsius, was sogar eine Abtötung von Schadorganismen und Unkrautsamen zur Folge haben kann.

Im Handel erhältliche Kompostbeschleuniger, die den Verrottungsprozess des Kompostes unterstützen sollen, können zusätzlich eingesetzt werden. Allerdings reicht in den meisten Fällen die Zufuhr der groben Bestandteile, die beim Sieben des fertigen Kompostes übrig bleiben und dem neuen Kompost wieder zugeführt werden.

nach obenWann ist der Kompost reif?

Kompost kann in der Regel dann benutzen werden, wenn er aussieht wie frischer Waldboden oder wie Humus, den man im Handel kaufen kann. Er hat meist einen angenehmen Geruch und zeigt dabei eine bräunliche Verfärbung. Fühlt sich eine Handprobe trocken und locker an und sind kaum noch Bodentiere zu erkennen, dann ist der Kompost fertig und kann im Garten oder bei der Herstellung von eigener Erde eingesetzt werden.

nächster Beitrag → Massenhaft Marienkäfer
Klassische Kompostbehälter erfordern Muskelschmalz.
Pflanzen
Wie arbeiten Komposter?
Herbstlaub schützt den Boden. Ein Kompost-Beschleuniger (Radivit, Neudorff) fördert den Umbau in Nährstoffe bis zum Frühling.
Pflanzen
Obstgehölze bedarfsgerecht düngen
Gartenkrokussen können empfindlich sein.
Gartenjahr
Grüne Tipps im März

Schlagworte dieser Seite:

Gartenabfälle, Gerbsäure, Kompost, Kompostbeschleuniger, Komposter, Komposterde, Kompostplatz, Lattenkomposter, Thermokomposter, Walnuss, geruchsneutral

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um alle Artikel mit diesem Schlagwort anzuzeigen.

Bitte melden Sie den Kommentar nur, wenn er andere Menschen beleidigt, beschimpft oder diskriminiert, oder Äußerungen enthält, die Gesetze verletzen (beispielsweise zu einer Straftat aufrufen).

Diesen Artikel kommentieren (0)

Ihr Kommentar


Datenschutz | Impressum | Kontakt
Die Website enthält Bilder von www.pixelio.de

Familienheim und Garten Verlagsgesellschaft mbH

Copyright

Familienheim und Garten
Verlagsgesellschaft mbH
Bonn, 2020

Entwicklung/Realisierung

MultimedaConcept, Bonn
Kennedyalle 17, 53175 Bonn
office@mmcm.de
www.mmcm.de