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Narzissenvielfalt

Oktober 2010 Narzissen gibt es viele – da fällt die Entscheidung, welche sich für den heimischen Garten eignet, häufig schwer. Ein grober Überblick ist hilfreich.


Eine typische Trompetennarzisse ist die Osterglocke.
© Jaehner, Ilse
Eine typische Trompetennarzisse ist die Osterglocke.
Man unterscheidet zwischen Trompetennarzissen (Osterglocken), kurzkronigen oder großschaligen Narzissen, Teller- oder kleinschaligen Narzissen, gefüllten Narzissen, Engelstränennarzissen, Alpenveilchennarzissen, Jonquillen, Tazetten oder Poetaz-Narzissen, Dichternarzissen, Wildnarzissen und schließlich verschiedenen Narzissen, die hauptsächlich reine Wildarten sind. Unabhängig von der Gruppenzugehörigkeit werden die Zwiebeln aller Arten nicht von Wühlmäusen gefressen.

nach obenNarzissenblüte: Steckbrief

Schalennarzissen haben vergleichsweise kurze Nebenkronen. Es gibt viele Sorten.
© Jaehner, Ilse
Schalennarzissen haben vergleichsweise kurze Nebenkronen. Es gibt viele Sorten.
Die Einteilung orientiert sich zum Teil stark an der Blütenform, die sich grundsätzlich so aufbaut: Außen bilden sechs freie Blütenblätter die "Krone" oder den "Kranz", innen zusammengewachsene Blütenblätter die "Nebenkrone". Ist diese röhrenförmig, spricht man von einer "Trompete". Eine kurze Nebenkrone, die so genannte "Schale" oder "Tasse", haben folgerichtig die Schalennarzissen. Krone und Nebenkrone können dieselbe Farbe haben, jedoch ist eine unterschiedliche Färbung häufiger.

nach obenHohe Ansprüche

Zweifellos sind Trompeten- und Schalennarzissen die Favoriten im Garten. Sie haben allerdings ausgesprochen hohe Ansprüche, was Boden und Nährstoffe betrifft. Der Standort sollte hell und sonnig, der Boden locker, humos, durchlässig, nährstoffreich und genügend kalkhaltig sein. Die Erde darf feuchter sein als für Tulpen oder Hyazinthen. In besonnten Waldrandlagen, wo sich die Feuchtigkeit länger hält und deswegen andere Blumenzwiebelarten weniger gern wachsen, sind diese Narzissen eine schöne Alternative.

nach obenTipps zur Kultur

Die Pflanzzeit für Narzissen ist September/Oktober bis Anfang November, die Pflanztiefe 12 bis 15 cm. Man setzte die Zwiebeln immer truppweise in größerer Zahl. Falls verfügbar, deckt man die Pflanzstellen im Herbst mit Mist ab oder nimmt einen anderen mit Nährstoffen angereicherten Humusdünger. Außerdem streut man im Frühjahr vor Austrieb 20 bis 30 g/m2 Volldünger beziehungsweise gießt flüssigen Volldünger in der Zeit zwischen Austrieb und Blumenschieben, wenn sich die Knospen aus den Blattscheiden hervordrängen. Nach 3 bis 5 Jahren, wenn die Zwiebeln zu Zwiebelklumpen werden, ergibt sich Gelegenheit zur Vermehrung durch Teilung.

nach obenBeete und Wiesen

Die Gartenhybriden bereichern Vorgärten, Rabatten und eigentlich den ganzen Garten. Wo Platz ist, macht sich eine Narzissenwiese besonders gut. Ideal dafür ist humusreicher, genügend nährstoffhaltiger, gut durchlässiger Boden. Im Sommer hingegen mögen sie es etwas trockener. Insofern sind die Zwiebeln zwischen Gras gut aufgehoben, weil es einen Großteil der gewöhnlich im Sommer reichlichen Niederschläge bindet und verbraucht. Eine Narzissenwiese wird zweimal geschnitten: das erste Mal nach dem Vergilben der Narzissenblätter, das zweite Mal im frühen Herbst, dazwischen bei Bedarf nach Wunsch.

nach obenDuftende Dichternarzisse

Die Dichternarzisse 'Actaea' erkennt man am makellosen Weiß der Krone, der kleinen gelben, rotgeränderten Nebenkrone und gutem Duft. Sie blühen ziemlich spät.
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Die Dichternarzisse 'Actaea' erkennt man am makellosen Weiß der Krone, der kleinen gelben, rotgeränderten Nebenkrone und gutem Duft. Sie blühen ziemlich spät.
Laut Überlieferungen wuchs die Dichternarzisse (Narcissus poeticus) im alten Griechenland auf den Wiesen des damals noch üppig bewaldeten und daher regenreichen Landes massenhaft. Heute finden sich wildwachsende Bestände vorzugsweise im Alpenraum. Die Stängel tragen ziemlich spät im Mai jeweils eine verhältnismäßig große, weiße Blüte mit kleiner, rot geränderter Nebenkrone. Die Hauptsorte 'Actaea', die ganz hart ist, wirkt auf Rabatten ebenso schön wie vor Gehölzgruppen, vornehmlich vor Nadelgehölzen. Sie liebt Sonne und frischen Boden.

nach obenWeniger bekannte Arten

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Viel Spaß beim Gärtnern!
Im Vergleich zu Trompeten- und Schalennarzissen wird den "kleinen" Narzissen allgemein ein bisschen zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Das ist schade, denn sie sind als optisches Gegengewicht zu den "großen" Arten eigentlich unverzichtbar.

Engelstränennarzissen wirken insgesamt zierlich mit mehreren Blüten je Stiel.
© Jaehner, Ilse
Engelstränennarzissen wirken insgesamt zierlich mit mehreren Blüten je Stiel.
Engelstränennarzissen (Narcissus triandrus) wirken recht grazil, ihre Blätter sind verhältnismäßig schmal. Zwei bis vier zierliche Blüten mit nach hinten zurückgeschlagenen Kronblättern hängen nickend an den meist nur 15 bis 25 cm hohen Stielen. Die Pflanzen blühen je nach Witterung im April und Mai. Am verbreitetesten ist die Sorte 'Thalia'. Engelstränennarzissen lieben durchlässigen Boden, volle Sonne und warme Plätze. Im Sommer darf es sogar ziemlich trocken werden. Als Plätze eignen sich sonnige Steingärten, Böschungen, sonnig-warme Stellen in Heidegärten und dergleichen.

Alpenveilchennarzisse
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Alpenveilchennarzisse
Zum Stelldichein mit Alpenveilchennarzissen (Narcissus cyclamineus): Diese bekannteste Sorte blüht im März bis April, mitunter sogar schon im Februar, bildet zwei bis drei Blüten auf 15 bis 20 cm hohen Stielen. Sie lieben leicht sauren Boden mit etwas ausreichend Feuchtigkeit im Frühjahr, während sie im Sommer mehr für Trockenheit sind. Das sollte man bei der Wahl des Standortes, zum Beispiel in einem Steingarten, berücksichtigen.

Reifrocknarzisse
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Reifrocknarzisse
Reifrocknarzissen (Narcissus bulbocodium) sind kapriziöse Pflanzen. Aus einem Busch beinahe schnittlauchähnlich schmaler Blätter erheben sich die Blütenstängel 10 bis 20 cm hoch mit Blüten, deren geschlossene Form an einen Reifrock erinnert. Die Art ist in Südwesteuropa auf Bergwiesen zu Hause, blüht dort bereits im Februar, bei uns je nach Witterung im März/April. Als Plätze eignen sich am besten jene Stellen im Garten, die im Frühjahr feucht, im Sommer trocken sind und wo die Pflanzen einen etwas größeren Stein im Rücken haben, der das Licht und die Wärme der Sonne einfängt. Die Erde sollte recht durchlässig sein.

Jonquillen oder Duftnarzissen
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Jonquillen oder Duftnarzissen
Jonquillen oder Duftnarzissen stehen auf der Grenze zwischen Freilandpflanzen und Schnittblumen, weil sie recht wärmebedürftig sind. Deswegen gedeihen sie in Gegenden mit strengen Wintern nicht richtig. Ihre hervorstechendsten Merkmale sind schmale Blätter und zwei bis sechs intensiv duftende Blüten mit kleinen, tassenförmigen Nebenkronen an je nach Sorte 20 bis 40 cm hohen Stielen. Gefüllt blühende Narzissen sind eher etwas für Liebhaber besonderer Blütenformen, für den Gartenalltag eignen sie sich weniger.

nach obenReine Zimmerpflanzen

Weihnachtsnarzisse
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Weihnachtsnarzisse
Weihnachtsnarzissen oder die "Paperwhites" der Engländer, mit acht oder mehr stark duftenden Blüten je Stiel, eignen sich nur für Innenräume. Für den Weihnachtsflor ist die Pflanzzeit dieser Narzissen Anfang Dezember. Wem es nicht so genau auf exakte Blüte zum Fest ankommt, pflanzt ab Oktober bis Januar/Februar mehrere Sätze im Abstand von etwa 14 Tagen. Dafür lassen sich auch Kinder leicht begeistern, denn man braucht dazu nichts weiter als eine größere Schale, Blähton oder Kies und Wasser. Die Zwiebeln ziemlich eng in den Blähton oder Kies setzen, Wasser bis zum Zwiebelboden einfüllen, hell stellen und abwarten. Schon nach 3 bis 4 Wochen öffnen sich die ersten Knospen.

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Alpenveilchennarzisse, Dichternarzisse, Duftnarzisse, Engelstränennarzisse, Humus, Hyazinthe, Narzisse, Reifrocknarzisse, Weihnachtsnarzisse

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