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Pflanzen für ländliche Gärten

Juni 2010 Ein durchgängiges Thema gibt einem Garten eine überzeugende Note. Wir stellen Ihnen hier das Motiv "Pflanzen für ländliche Gärten" vor, wobei wir allerdings den Begriff "ländlich" nicht zu streng nehmen und auch städtische Bereiche einbeziehen.


Pflanzen für ländliche Gärten
© Jaehner, Ilse
Pflanzen für ländliche Gärten
Pflanzen für ländliche Gärten bewährten sich durch Jahrzehnte, ja Jahrhunderte als gesund, zuverlässig, langlebig, pflegeleicht, oft außerdem reich blühend, ohne dass man sich viel um sie kümmern muss. Einjährige Arten können ohne große Mühe im Frühjahr gesät werden und blühen den ganzen Sommer über bis zum Herbst. Den Rahmen geben bestimmte Gehölze wie Buchs, Eibe, Hainbuche als Hecke, niedriger Buchs auch als Kante. Dazu kommen etliche Blütengehölze: Rosen, Schneeball, Flieder, Pfeifenstrauch, Hortensien, ferner Holunder, Haselnuss, Obstbäume.

nach obenBlütenrausch

Ein ländlicher Garten besticht mit bunter Blütenfülle, vorneweg die Ringelblume (Calendula officinalis), die ein hervorragender einjähriger Lückenfüller ist. Man sät sie an Ort und Stelle, eventuell mit ein oder zwei Folgesaaten nach jeweils 14 Tagen, damit der Flor bis zum Herbst andauert. Ansonsten sind vorrangig Stauden für den Blütenrausch zuständig, zumal sie von Natur dauerhaft sind. Zu den typischen ländlich anmutenden Stauden gehören Pfingstrose, Rittersporn, Taglilie, Tränendes Herz, Salbei, Lavendel, Trollblume, Christrose, Goldrute, Aster, Lupine, Mohn, Phlox, Akelei, Brennende Liebe, vielerlei Nelken, Primel, Lungenkraut, Veilchen, Anemone, Schwertlilie, Nachtkerze, Donnerwurz, Waldgeißbart, Astilbe, Maiglöckchen, Sonnenhut, Sterndolde, Salomonsiegel und viele mehr. Genug Auswahl also, um einen Garten üppig zu füllen.

Neben den Stauden bieten sich auch bestimmte Zwiebel- und Knollenpflanzen an: Krokusse, Tulpen, Kaiserkronen, Lilien, vor allem Königslilien, Feuerlilien, Madonnenlilien. Ausgezeichnete Einjahrsblumen für ländliche Gärten sind Studentenblumen, Sonnenblumen, Kapuzinerkresse, Wucherblumen, Jungfer im Grünen, Wicken. Zudem sind zweijährig zu kultivierende Blühen sehr willkommen, die sich bei guten Standortbedingungen häufig selbst aussäen. Dazu zählen Bartnelken, Fingerhut, Königskerzen, Judassilberling, Vergissmeinnicht. Stockrosen, Marienglockenblumen und Stiefmütterchen, die ein bisschen Unterstützung bei der Anzucht brauchen.

nach obenHeilpflanzen

Pflanzen in ländlichen Gärten oder Bauerngärten sollten ursprünglich nicht in erster Linie schmücken, sondern dienten vor allem der Gesundheit: Lavendel, Salbei, Lungenkraut, Veilchen und Rosen sind Beispiele dafür – nicht gerechnet die vielen Würzkräuter. Selbst Giftpflanzen wie Eisenhut wurden einst hoch geschätzt, verlangten allerdings fundiertes Wissen.

nach obenFarbspiele

Bestimmte Pflanzen-Nachbarschaften haben regelrecht Tradition. Zum Beispiel dominiert der Rittersporn und braucht deswegen Partner, die optisch neben ihm nicht untergehen. Beliebte Gefährten sind daher weiße Lilien, roter Mohn, rote Rosen, weiße Gartenmargeriten und knallrote Brennende Liebe. Manche Stauden, wie Lupinen in verschiedenen Sorten, wirken durchaus auch solo. Dies gilt auch für die zahlreichen Sorten des ebenfalls hohen Staudenphloxes.

Andere Stauden tun sich im Frühjahrsflor zusammen: Anemonen, Buschwindröschen, Lungenkraut, Veilchen, Immergrün, Waldmeister, Maiglöckchen, Primeln, dazu Narzissen, Krokusse und andere Kleinblumenzwiebeln. Im Herbst blühen Astern, Chrysanthemen, Sonnenhut und Sonnenblumen reich und lang.

nach obenMehr typische Pflanzen

Blaue Akelei

Akelei
© Jaehner, Ilse
Akelei
Eine typische Pflanze für ländliche Gärten ist die Blaue Akelei (Aquilegia vulgaris), die im Mai/Juni blüht – vorzugsweise blau, doch auch weiß, rosa und rot. Die Staude ist so vital, dass sie sich auch ohne jegliche Pflege in völlig verwahrlosten Gärten behauptet. Wenn man sie gut behandelt, in leichten Schatten und humosen Boden setzt, umso besser.

Pfingstrose

Pfingstrose
© Jaehner, Ilse
Pfingstrose
Die Pfingstrose (Paeonia officinalis) wird treffend auch Bauernpfingstrose genannt. Im Garten macht sich diese Staude am besten, wenn sie viel Platz hat uns viel Sonne sowie einen tiefgründigen, nährstoffreichen Boden bekommt. Wie der Name schon verrät ist ihre Blütezeit um Pfingsten.

Salbei

Salbei
© Jaehner, Ilse
Salbei
Der Salbei (Salvia officinalis) wird auch heute noch als Arzneipflanze geschätzt. Die Wirkstoffe helfen bei Hals- und Zahnfleischentzündungen, Nachtschweiß und Magenbeschwerden, außerdem würzt er, sparsam dosiert, Braten und Fisch. Salbei ist ein wärme- und sonnenliebender Halbstrauch. Seine Blütezeit ist um Juni/Juli.

Königslilie

Königslilie
© Jaehner, Ilse
Königslilie
Die Königslilie (Lilium regale) stammt aus Westchina, liebt humosen Boden, gebremste Sonne und den für fast alle Lilien so wichtigen beschatteten Fuß. Die Pflanzen setzen leicht Samen an, mit dessen Hilfe man sie vermehrt. Die jungen Pflanzen blühen mitunter schon im zweiten Jahr. Sie tragen ihren Flor im Juli.

Donnerwurz

Donnerwurz
© Jaehner, Ilse
Donnerwurz
Aus dem Rahmen fällt, als Dickblattgewächs, der Donnerwurz (Sempervivum). Die ausdauernden Pflanzen brauchen wenig: möglichst volle Sonne und etwas leichte kalkhaltige Erde. Für Nachwuchs sorgen sie selbst mit Ausläufern und "Kindeln". Donnerwürze gehören in Steingärten, auf Mauerkronen, Steinpfeiler und dergleichen. Früher war man davon überzeugt, dass auf Dächer wachsende Donnerwurzpflanzen Blitze abhielten. Ihre Pflanzengestalt ist wichtiger als Blüten.

Weberkarde

Weberkarde
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Weberkarde
Die Weberkarde (Dipsacus sativus) steht als zweijähriges Gewächs auf der Grenze zwischen Staude und Einjahrsblume. Ihren Namen erhielt sie, weil früher Stoffe mit den kratzborstigen Blüten-/Fruchtständen zum Aufrauen von Tuch verwendet wurden. Die stattliche Pflanze sät sich oft selbst aus, braucht keinen besonders guten Platz und mag viel Sonne in naturnahen Gartenbereichen. Ihre Blütezeit ist um Juli/August.

Kapuzinerkresse

Kapuzinerkresse
© Jaehner, Ilse
Kapuzinerkresse
Die Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) ist zwar nicht frosthart, doch so leicht aus Samen zu ziehen, so genügsam und blütenreich über Wochen und Monate, dass sie zum Stamm der unverzichtbaren Einjahrsblumen gehört. Kapuzinerkresse wächst gern in Sonne und gutem, jedoch nicht zu nahrhaftem Boden.

Türkischer Mohn
Blütenstauden zur Vorpflanzung
Bild 1: Blutweiderich
Wildstauden für Natur- und Bauerngärten
Gartenspaß statt Schneckenfraß

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