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Chrysanthemen in Haus und Garten

Die Masse macht’s: Viel Raum lässt diese Stauden erstrahlen
© Stein, Dagmar
Die Masse macht’s: Viel Raum lässt diese Stauden erstrahlen

Oktober 2009 Chrysanthemen erfreuen sich regen Interesses. Um die Fülle ihrer Arten und Sorten vorzustellen, muss man sich kurz fassen. Daher beschreibt dieser Artikel auch nicht die Schönheit dieser schmuckvollen Pflanzen, sondern ist viel mehr als eine "Gebrauchsanweisung" zu verstehen.


Aktuelle Herbstchrysanthemen sind Chrysanthemum × hortorum oder indicum. Von Ende August bis in den November hinein bringt die Herbstsonne die Farben dieser Stauden wundervoll zur Geltung – ganz gleich, ob sie Blüten gefüllt oder ungefüllt, groß oder klein sind. Herbstchrysanthemen ergänzen optisch niedrige wie hohe Herbstastern, Japananemonen, fruchttragende Gehölze und herbstbunte Blätter.

nach obenTipps zur Pflege

Wärme und Sonne fördern Gedeihen
© Jaehner, Ilse
Wärme und Sonne fördern Gedeihen
Gut eignen sich für diese Stauden kiesige, lehmige, sandige Mineralböden, neu angelegte Gärten auf angeschüttetem Gelände, Hänge (ausgenommen Nordhänge) und Böschungen. Staunässe ist Gift. Daher muss ein guter Wasserabzug gewährleistet sein, ebenso ein guter Nährstoffgehalt, viel Sonne und Wärme. Sollte es im Sommer und Herbst trocken werden, ist unbedingt zu wässern. Der Rückschnitt erfolgt erst im Frühjahr bei beginnendem Trieb, nie im Herbst. Man breitet lediglich trockenen Torf zwischen den Pflanzen aus und legt darüber Fichtenzweige oder ähnliches Material.

nach obenOktobermargerite

Wer einen späten Flor wünscht, für den ist die Oktobermargerite als Herbstblüher richtig. Die Staude hieß früher Chrysanthemen serotinum, heute trägt sie den botanischen Namen Leucanthemella serotina. Sie wird stattliche 1,50 m hoch und bildet große, weiße Margeritenblüten. Die Oktobermargerite gedeiht in jedem normalen Gartenboden, wenn er nur feucht genug ist, sie beweist sich als zäh und langlebig. Auch passt die Oktobermargerite gut in naturnah gestaltete Gartenbereiche.

nach obenWilde Margeriten

Wiesenmargeriten
© Jaehner, Ilse
Wiesenmargeriten
Wilde Margeriten blühten früher auf jeder Wiese. Heute findet man sie ersatzweise im wiesenähnlichen Straßenbegleitgrün und – seit Blumenwiesen wieder mehr Liebhaber finden – auch in Gärten. Es dauert etwas, bis Leucanthemum vulgare (früher Chrysanthemum leucanthemum) sich einlebt und vermehrt. Man kann an Ort und Stelle aussäen und warten, wie sich die Pflanze entwickelt. Vorteilhafter ist es aber, möglichst zahlreiche Exemplare zu setzen und die Wiese immer erst dann zu mähen, wenn die Samen ausgefallen sind. So vergrößert sich der Bestand. Ihre Blütezeit ist Mai/Juni.

nach obenDauerflor

Dauerflor verspricht die Gartenmargerite Leucanthemum × superbum (früher Chrysanthemum maximum). Von Juni bis September zeigt sie – je nach Sorte – ungefüllte oder gefüllte Blüten auf 60 bis 80 cm hohen Stielen. Mit reinem Weiß heben sie die Farbigkeit des staudigen Sommerflors. Gartenmargeriten brauchen nahrhaften, humosen, genügend feuchten, doch durchlässigen Boden. Sie gehören zu jenen Stauden, die in verhältnismäßig kurzen Intervallen runderneuert werden müssen durch Aufnehmen, Teilen und erneutes Pflanzen, damit sie reich blühen.

nach obenEinjährige Chrysanthemen

Einjährige Chrysanthemen sind beliebt, weil man sie selbst anziehen kann und sie von Juni bis zum ersten Frost blühen. Chrysanthemum segetum ist eine bei uns heimische Wucherblume mit gelben Blüten. Für den Garten gibt es spezielle Sorten. Beliebter ist jedoch Chrysanthemum carinatum mit ihren ringförmigen Zonen der Blütenblätter. Diese einjährigen Pflanzen sät man im April unter Schutz direkt in kleine Töpfe. Ab Mitte Mai pflanzt man sie an einen sonnigen Ort und in einen eher schweren als leichten Boden. Abgeblühte Blüten sind rasch zu entfernen, damit neue bis Oktober nachkommen.

nach obenEdelkamille

Zierkamille
© Jaehner, Ilse
Zierkamille
Auf der Grenze zwischen Einjahresblume und Staude steht die Zier- oder Edelkamille Tanacetum parthenium (früher Chrysanthemum parthenium), die an warmen Plätzen winterhart ist und sich dort auch selbstständig durch Samen vermehrt. Sie blüht von Juni bis September meist weiß, seltener gelb und verströmt einen etwas strengen, doch nicht unangenehmen Geruch. Für bunte Sommerblumenbeete ist sie ebenso geeignet wie als "Lückenfüller" auf dem Staudenbeet.

nach obenPflanz-Tipp

Für kleine Grundstücke eignen sich geschnittene Hecken mit Gehölzen wie Eibe, Hartriegel, Kornelkirsche, Liguster, Weißdorn, Feldahorn, Hain-, Weiß- oder Rotbuche. Für größere Grundstücke und Knicke in zwei- oder dreireihiger Pflanzweise wählt man besser unter Hartriegel, Haselnuss, Hundsrose, Kornelkirsche, Sanddorn, Schlehe, Schwarzem Holunder, Weißdorn, Feldahorn, Wildbrombeere und Hain- oder Weißbuche aus.

nach obenNeuheiten

Neuheiten sind Chrysanthemum paludosum und multicaule, die sich wegen ihres niedrigen Wuchses vorzüglich für Sommerblumenbeete, Blumenkästen und -schalen eignen. Man kauft sie gewöhnlich zu Beginn der Balkonkastensaison vom Gärtner.

nach obenStrauchige Chrysanthemen

Strauchchrysantheme als Stämmchen gezogen.
© Jaehner, Ilse
Strauchchrysantheme als Stämmchen gezogen.
Strauchige Chrysanthemen, botanisch Argyranthemum frutescens (früher Chrysanthemum frutescens), werden auch Strauchmargeriten genannt und tragen über viele Jahre Blüten. An ihrem Herkunftsort, den Kanaren, blühen diese Halbsträucher ganzjährig. Bei uns findet man sie als Kübelpflanzen mit frostfreier, kühler Überwinterung und im Sommer an vollsonnigem Standort. Ihre Blüten sind weiß oder gelb. Strauchige Chrysanthemen zieht man strauchförmig oder als Stämmchen. Während der Wachstumszeit sollten sie reichlich gedüngt werden!

nach obenChrysanthemen im Haus

Chrysanthemen im Topf müssen kühl stehen.
© Jaehner, Ilse
Chrysanthemen im Topf müssen kühl stehen.
Im Haus gedeihen Chrysanthemen in Töpfen. Bei unbedingt kühlem Standort und regelmäßiger Wasserversorgung bleiben sie lange schön. Doch schon eine vorübergehende, kurze Trockenheit macht Blüten und Blätter schnell unansehnlich. Ist das Substrat aber zu feucht, vergilben die Blätter und die Wurzeln faulen. Wöchentliche Düngegaben verlängern die Blütezeit.

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Schlagworte dieser Seite:

Chrysantheme, Dauerflor, Kamille, Margerite

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