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Bambus − Eine vielseitig verwendbare Gartenpflanze

September 2009 Die Familie der Bambuspflanzen ist zu einem wichtigen Gestaltungselement der zeitgemäßen Gartengestaltung geworden. Bambus schafft Atmosphäre, wirkt modern und zeitlos zugleich. Flirrendes grünes Laub, elegante Halme in unterschiedlichen Farbtönen fügen sich harmonisch in viele Gartenkonzepte.


Ein junger Bambustrieb entblät tert sich.
© Ratschinski, Ilja
Ein junger Bambustrieb entblät tert sich.
Bambus gehört zu den widerstandsfähigsten Gartenpflanzen. Es gibt kaum einen Standort oder Schädling, der ihm etwas anhaben kann. Berücksichtigt man die Eigenschaften der unterschiedlichen Arten, ist Bambus ein wertvoller Beitrag für den pflegeleichten Garten. Inzwischen werden so viele Arten in unterschiedlichen Wuchsgrößen, -formen und Farben angeboten, dass man einen Garten fast ausschließlich mit Bambus gestalten könnte. Mit seinen Halmen, die sich dynamisch im Wind bewegen, kann Bambus aber genauso mit traditionellen Gartenpflanzen kombiniert werden. Sehr gut sind Pflanzen geeignet, die eher einen statischen Charakter besitzen und somit einen reizvollen Kontrast erzeugen.

Bambus - Eine vielseitig verwendbare Gartenpflanze
© Ratschinski, Ilja
Bambus - Eine vielseitig verwendbare Gartenpflanze
Eine gelungene Kombination: Bambus im Waldmeister.
© Ratschinski, Ilja
Eine gelungene Kombination: Bambus im Waldmeister.
In der Gestaltung des Gartens kann Bambus einerseits architektonische Leistungen hervorheben und andererseits Unschönes kaschieren. Als Heckenpflanze bietet er einen hervorragenden Sicht- und Windschutz, mit dem Gartenräume geschaffen werden können. Mit hoch wachsenden Bambushainen können Grenzen des Gartens optisch aufgelöst werden.

Besonders in Verbindung mit Wasser kann Bambus eine stimmungsvolle Gartensituation bereichern. Als immergrüne Pflanze lockt Bambus selbst im Winter zu einem Spaziergang in den Garten. Einige niedrig wachsende Arten sind sogar als pflegeleichte Bodendecker geeignet. Eintönige Terrassen, Innenhöfe, Dach- und Wintergärten können ein stimmungsvolles Ambiente erhalten, indem Bambus einfach in Kübel gepflanzt wird.

nach obenKauf einer Bambuspflanze

Wer eine Bambuspflanze erwerben möchte, sollte mit Bedacht vorgehen. Wichtige Fragen über Standortbedürfnisse der Art, Frosthärte, Blühperiode und die zu erwartende Wuchsgröße und -form sollten vor dem Kauf geklärt sein. Auch die Frage, ob eine Rhizomsperre notwendig ist, muss beantwortet sein.

Das Sortenangebot sollte kritisch betrachtet werden. Nicht selten werden ungeeignete oder sogar blühende Bambussorten angeboten. In der Regel sterben Bambuspflanzen nach der Blüten- und Fruchtbildung ab. Da sie, wie andere Gräserarten auch, vom Wind bestäubt werden, sind die Blüten unscheinbar. Das Besondere der Bambusblüte ist der zeitliche Rhythmus, in dem sie auftritt. Nach einer geheimen biologischen Uhr blüht Bambus, je nach Art, in einem Rhythmus von 12 bis 120 Jahren. Bis heute ist noch nicht erforscht, warum die Pflanzen so selten blühen und was sie zum Blühen anregt. Ein Grund könnte sein, dass die Pflanze durch einen langen Blührhythmus ihr Saatgut schützt. So kann sich keine Tierart auf den Verzehr der Samen spezialisieren.

nach obenStreit mit dem Nachbarn verhindern

Aus botanischer Sicht handelt es sich bei Bambuspflanzen um Süßgräser (Gramineae). Der Bambus ist daher mit den kleinen Gräsern im Rasen näher verwandt als mit einem Zierstrauch. Beschwert sich ein Nachbar über einen Bambus, der über die Grenze wuchert, kann man sich jedoch nicht mit einer Bemerkung wie: "das ist doch nur ein bisschen Gras" aus der Verantwortung ziehen. Unter nachbarrechtlichen Gesichtspunkten wird Bambus wie ein Zierstrauch behandelt. Daher sollten die vorgegebenen Grenzabstände eingehalten werden. Oft ist sogar eine Rhizomsperre notwendig, um die unkontrollierte Ausbreitung einer Bambuspflanze auf das Nachbargrundstück und auf dem eigenen Grundstück zu unterbinden.

nach obenWie der Bambus zu seinem Namen kam

In der englischen Sprache wird Bambus als "Bamboo" bezeichnet. Über den Ursprung dieser Bezeichnung gibt es folgende Legende: Als Marco Polo auf einer seiner Reisen auf den Philippinen weilte, legten einheimische Begleiter, aus Furcht vor gefährlichen Tieren und bösen Geistern immer wieder Bambushalme ins Lagerfeuer. Für Marco Polo wurde es eine sehr unruhige Nacht, denn wenn Bambushalme verbrennen, dehnt sich die Luft in den Hohlräumen aus und es macht "Bämm Buuh".

Offiziell wurde der Name "Bambus" vom schwedischen Naturforscher Carl von Linné eingeführt und wohl aus dem indischen Namen "Mambu" abgeleitet.

Ihr Gartenfachberater
Ilja Ratschinski

Gartenfachberater Verband Wohneigentum Rheinland e. V.
Weitere Informationen: www.Gartenfachberatung.de
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Bambus, Gartenfachberatung, Sichtschutz

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