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Duftveilchen − Frühlingsboten für "Garten-Gourmets"

Viola odorata Wildsorte
© Roth, Wolfgang
Viola odorata Wildsorte

März 2009 Der berühmte Alchemist und Arzt Paracelsus sagte bereits im 16. Jahrhundert, dass "… ein Tag im Frühling ohne den Duft des Veilchens ein verlorener Tag ist".


Wie wahr! Die traumhaft blühenden Duftveilchen (Viola odorata), die auch als Märzveilchen oder wohlriechende Veilchen bezeichnet werden, sind von Westeuropa bis in den Kaukasus hinein anzutreffen. Seit dem Mittelalter wird die pflegeleichte Duftstaude, die zur Familie der Veilchengewächse (Violaceae) gehört, nahezu überall in Europa als Zier- und Heilpflanze angebaut.

nach obenStaude für Dichter

Kaum eine andere Pflanze ist als einer der ersten Frühlingsboten so ausgiebig in Gedichten verewigt worden wie das Veilchen. Am bekanntesten ist sicherlich Eduard Mörikes "Er ist’s" oder "Das Veilchen" von Johann Wolfgang von Goethe.

Damit die zauberhaften Frühlingsboten, die nur eine Wuchshöhe von etwa 10 cm erreichen, im Garten ihren Duft optimal entfalten können, benötigen sie größere Flächen. Bestens geeignet sind Beete im lichten Schatten unter Bäumen, Sträuchern oder im Hausschatten. Auf nährstoffreichen, humushaltigen Böden entwickeln Duftveilchen schöne Ausläufer, die bei Erdkontakt Wurzeln bilden.

Zur Blütezeit im April und Mai freuen sich die "Starkzehrer" über eine "Extraportion" frischen Kompost (2 Liter je m2). Sehr wichtig ist eine hohe Luftfeuchtigkeit. An trockenen Tagen sollten die Pflanzen daher nach Möglichkeit mit Wasser besprüht werden. Dieses "Überbrausen" beugt auch einem Befall mit den gelegentlich vorkommenden Spinnmilben vor.

Veilchen werden auch als "Pflanzen-Thermometer" bezeichnet: Rosa Veilchen werden bei Kälte blau, rote und violette verfärben sich schieferblau.

Die Duft- und Blütenwunder reagieren sehr stark auf Temperaturen. Blütenknospen werden nur unter 10 °C gebildet. Ist es wärmer, kommt es in den Knospen ohne Bestäubung gleich zur Saatbildung. Dieser Vorgang wird auch als Kleistogamie bezeichnet.

Die Natur hat dafür gesorgt, dass die Samen der Veilchen von einem schmackhaften Mantel umhüllt sind. Hierdurch werden sie für Ameisen interessant, die sie dann im Garten "verschleppen" und so zur natürlichen Vermehrung der Pflanzen beitragen.

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Sie erhalten sie im Handel sowie im Versandhandel wie z. B. Amazon.de. Die orange-markierten Sorten führen Sie direkt zur Fundstelle bei Amazon.de.
Viel Spaß beim Gärtnern!
Zu den schönsten Duftveilchenzüchtungen, die leider nur in wenigen Staudengärtnereien erhältlich sind, gehören:

  • 'Alba': weiße, duftende Blüten von April–Mai, 10 cm hoch
  • 'Baronne Alice de Rothschild': purpurviolette, stark duftende Blüten von April–Mai, 10 cm hoch
  • 'Melanie': rotviolette, zartduftende Blüten von Apri bis Mai, 10 cm hoch
  • 'Mme. Armandine Page': rosafarbige, stark duftende Blüten von April–Mai, 10 cm hoch
  • 'Red Charm': rosarot-violett, zart duftende Blüten von April–Mai, 10 cm hoch
  • 'Royal Robe': purpurviolett, leicht duftende Blüten von April–Mai, 12 cm hoch

Duftveilchen ‘Alba’
© Beck
Duftveilchen ‘Alba’
Die stark duftende Viola odorata 'Baronne Alice de Rothschild'.
© Beck
Die stark duftende Viola odorata 'Baronne Alice de Rothschild'.

Ein Veilchenspezialist ist der Online Pflanzenversand: www.staudenshop-peters.de.

Ihre ganze Pracht entfalten Duftveilchen im Gartenbeet besonders gut zusammen mit anderen Frühlingsblühern wie z. B. Primeln, Lenzrosen und Leberblümchen. Kleinere Funkien-Arten (Hosta) sind ebenfalls bestens zur Kombinationsbepflanzung mit den Duftstauden geeignet, da deren Blätter erst ziemlich spät erscheinen und im Sommer willkommene Schattenspender darstellen.

nach obenKulinarische Pflanze

Übrigens lassen sich die Blüten der Duftveilchen auch hervorragend in der Küche für Suppen, Saucen, Salate und Desserts verwenden. Für den Anfang empfiehlt sich der Veilchentee. Hierzu werden zwei Esslöffel getrockneter Veilchenblüten unter 100 g schwarzen Tee gemischt!

Ihr Gartenfachberater
Thomas Balster

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