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Hecken als lebende Wände − Teil 2

März 2009 Eine dichte, schön geschnittene Hecke ist Sichtschutz und Zierde in einem. Nachdem wir in der letzten Ausgabe von Familienheim und Garten die verschiedenen Hecken-Sorten und ihre Merkmale vorgestellt haben, befasst sich der zweite Teil mit der Pflanzung und dem richtigen Schnitt. Denn eine gut gepflegte Hecke ist ein optischer Gewinn für den Garten.


nach obenSo pflanzt man am besten

Bei einer einreihigen Hecke ist es nicht zweckmäßig die Pflanzen in einzelne Löcher zu setzen. Vielmehr wird besser entlang einer gespannten Schnur ein Graben ausgehoben. Bei kleineren Pflanzen genügt in der Regel das Ausheben von einer Spatenbreite und -tiefe. Für große Ballenpflanzen muss der Graben etwas größer gemacht werden. Bei verdichteten Böden wird die Grabensohle zusätzlich gelockert. Der ausgehobene Boden kommt auf eine Seite und wird mit Komposterde sowie Hornspänen verbessert. Das Pflanzen geht einfacher, wenn für kleinere Pflanzen – ohne Ballen – der Graben wieder so weit aufgefüllt wird, dass das Wurzelwerk in die richtige Höhe kommt. Die Arbeit wird außerdem erleichtert, wenn eine zweite Person beim Auffüllen des Grabens die Pflanzen in der richtigen Position hält. Zum Schluss wird ein Gießrand geformt und dann werden die Pflanzen gut eingewässert.

nach obenRichtiger Pflanzschnitt

Damit die Pflanzen besser anwachsen und sich von Anfang an gut verzweigen, werden die einjährigen Triebe von wurzelnackten strauchartigen Laubgehölzen (ohne Ballen) stark – um mindestens zwei Drittel – zurückgeschnitten.

Bei Pflanzen mit einem stammartigen Mitteltrieb sind die Seitentriebe und der Mitteltrieb einzukürzen.

Laubgehölze mit Erdballen und stammartigem Mitteltrieb erhalten einen etwas schwächeren Rückschnitt, der den Pflanzen die gewünschte Form gibt.

Wurzelnackte Laubgehölze werden nach der Pflanzung stark zurückgeschnitten, damit sich von Beginn an eine dichte Verzweigung entwickelt.
© Opitz, Wolfgang
Wurzelnackte Laubgehölze werden nach der Pflanzung stark zurückgeschnitten, damit sich von Beginn an eine dichte Verzweigung entwickelt.
Heckenpflanzen mit Mitteltrieb ohne Wurzelballen werden nach der Pflanzung stärker zurückgeschnitten als solche mit Ballen.
© Opitz, Wolfgang
Heckenpflanzen mit Mitteltrieb ohne Wurzelballen werden nach der Pflanzung stärker zurückgeschnitten als solche mit Ballen.

Bei den oben genannten Laubgehölzen erfolgt der Rückschnitt gleich nach der Pflanzung. Nadelgehölze werden erst im Frühjahr in Form geschnitten.

nach obenRichtiger Heckenschnitt

Formierte Hecken sind arbeitsaufwendig. Das sollte man berücksichtigen, bevor man sich für eine geschnittene Hecke entscheidet.

Wichtig! Eine wesentliche Voraussetzung für eine dichte Hecke ist, dass diese nach der Pflanzung nicht zu schnell in die Höhe wächst. Nur ein regelmäßiger, stärkerer Rückschnitt gewährleistet eine gute Verzweigung, auch im inneren und unteren Bereich. Ansonsten entstehen im Inneren der Hecke lange, nicht verzweigte Triebe – ein Zustand, der sich später kaum korrigieren lässt. Die Hecke wird allmählich in die Höhe gezogen, indem bei jedem Heckenschnitt von dem neuen Triebzuwachs jeweils etwa 5 bis 10 cm, bei Chamaecyparis und Thuja etwa bis 15 cm stehen gelassen werden. Das längere Warten, bis die gewünschte Höhe erreicht ist, wird mit einer kompakteren Hecke belohnt. Um dichte und gut geformte Hecken zu erhalten, werden Laubgehölze zweimal im Jahr geschnitten. Günstige Termine sind für den ersten Schnitt Ende Juni und den zweiten im August. Nadelgehölze sind weniger arbeitsaufwendig. Sie erhalten nur einmal im Sommer – in der Regel im Juli – einen Rückschnitt.

nach obenUnten breiter als oben

Ein oben etwas abgerundeter Schnitt entspricht mehr der natürlichen Form.
© Opitz, Wolfgang
Ein oben etwas abgerundeter Schnitt entspricht mehr der natürlichen Form.
Pflanzen brauchen Licht. Deshalb werden Hecken so geschnitten, dass sie unten breiter sind als oben und ihre Wände eine Schräge bilden. So wird einem Verkahlen im unteren Bereich vorgebeugt. Die Hecke bleibt unten dicht. Nach längerer Zeit können Hecken auch bei regelmäßigem Schnitt zu hoch werden. Die in beiden Teilen des Beitrags empfohlenen Gehölze vertragen auch einen kräftigen Rückschnitt in den älteren Teil der Hecke.

  • Etwas besonderes – eine Hecke aus Blutbuchen. | © Opitz, Wolfgang
  • Taxus baccata 'Overeynderi' ergibt rund ums Jahr eine dichte Hecke. | © Opitz, Wolfgang
  • Mit begrünten Flechtzäunen, hier mit Efeu, lässt sich ein sehr schmaler Sichtschutz herstellen. | © Opitz, Wolfgang

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Hecken als lebende Wände Februar 2009
Mit einer geschnittenen Hecke lässt sich bei wenig Platzbedarf eine große Dichte erreichen. Eine solche lebende Wand ist jedoch bei weitem nicht so starr wie eine Mauer oder ein Flechtzaun. Eine Hecke schließt das Grundstück nach außen ab und schafft auch innerhalb des Gartens abgegrenzte Bereiche. Eine genügend hohe und dichte Hecke sorgt für Sicht- und Windschutz sowie für ein günstiges Kleinklima und damit für Behaglichkeit in unserem grünen Wohnzimmer.

Bild 2: Hoher Sichtschutzzaun hinter ihrem eigenen Maschendrahtzaun.
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