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Gartenfreuden

Januar 2009 Mit Beginn der neuen Gartensaison ist man gerne versucht, seinem Anwesen ein neues Erscheinungsbild zu geben. Anregungen dazu hat man sicherlich auf den alljährlichen Gartenausstellungen oder beim Blick über Nachbars Zaun gesammelt.




nach obenJohannisbrotbaum (Ceratonia siliqua)

Johannisbrotbaum
© von Esebeck, Heribert
Johannisbrotbaum
Der Johannisbrotbaum ist vom Namen her im Volksmund recht bekannt, die deutsche Bezeichnung geht auf Johannis den Täufer zurück.

Vorkommen

Er kann als Fossil, d. h. der Vorzeit angehörig, bezeichnet werden (etwa 70 Mio. Jahre). Mit dem ebenso bekannten Ölbaum bewohnt er das gesamte Mittelmeergebiet. Seine Verbreitung reicht über Italien und die Balkanstaaten. Kalkhold bewohnt er derartige Lagen. Weitere Namen sind Karu(o)be. Flächige Standorte werden als Karubenhaine bezeichnet. Die Höhe beträgt bis 10 m. Die begehrten Früchte gehören wegen des Zuckergehaltes zu den Näschereien. Die hornartig gekrümmten Früchte werden außerdem in großen Mengen zur Vieh- und Schweinemast genutzt und gelten somit als begehrtes Futtermittel.

Verwandtschaft – Wuchseigenschaft

Der typische Schmetterlingsblütler blüht im Aufbau wie eine Erbse. Die Stammblüten haben allerdings einen unangenehmen Geruch. Zweihäusig getrennt geschlechtig sind die weiblichen Früchte zuckerhaltig. Die männlichen Blüten treten deutlich hervor. Das Hartlaubgehölz zeigt paarig immergrüne, gefiedert und lederartige Blätter

Vom Fruchtbaum zur Wägeeinheit

Die Bezeichnung Gold Karat stammt aus dem Arabischen. Der flache Samen hat ein Gewicht je Samen von 0,2 Gramm, mit dem bereits in der Antike abgewogen wurde. In England wird der Johannisbrotbaum "carobtree" genannt.

Verwendung

Die frühere Orangeriepflanze ist auch heute noch gängig. Der Name Boxhornbaum bezieht sich auf die hornartige Frucht. Die ansehnliche Kalthauspflanze dient der Dekoration. Überwinterung bei 8 bis 12 °C, obgleich Temperaturen am Naturstandort vertragen werden. Erhältlich ist er in Gartenzentren mit Verkauf von exotischen Pflanzen.

nach obenIndianer-Seidenpflanze (Asclepias curassavica)

Wachsblume (Hoya carnosa)
© von Esebeck, Heribert
Wachsblume (Hoya carnosa)
„Die Schöne“ genannt, Hoya bella
© von Esebeck, Heribert
„Die Schöne“ genannt, Hoya bella
Indianer-Seidenpflanze
© von Esebeck, Heribert
Indianer-Seidenpflanze
Die Pflanzengattung Asclepias zählt mit ihren Vertretern von Stauden, Sträuchern und Bäumen zu der Flora der Tropenwelt. Zu den Merkmalen gehören unter anderem die Balgfrüchte, da die Samen mit typischen Seidenschöpfen bedeckt sind. Beispiele sind der Schwalbenwurz (Vincetoxicum), Wildpflanze der heimischen Flora, eingebürgert aus Nord-Amerika. Selbst die bekannte Zimmerpflanze wie Hoya carnosa, Hoya bella ist eine unserer Pfleglinge.

Der botanische Name der Seidenpflanze geht auf Asclepios zurück, den Gott der Arzneikunde. Die leuchtenden orangefarbenen Blüten im Juni bis September treten in Staudenrabatten bemerkenswert hervor. Die intensive Leuchtkraft hat die Staude in den letzten Jahren mehr und mehr ins Gespräch gebracht. Mit endständigen doldenförmigen Blüten erreicht Asclepias curassavica eine Höhe von 80 bis 100 cm. Sie eignet sich für größere Gruppenpflanzungen und bunte Mischpflanzungen und bringt mit ihrer Farbe viel Abwechslung in das Gartenbild. Ein hübscher Farbkontrast läßt sich erreichen durch den graulaubigen Beifuß (Artemisia ludiviciana) oder durch das altbekannte Schleierkraut (Gypsophila paniculata).

Als gleichwertige Ergänzung paßt der Meerlavendel (Lavandula angustifolia). Er läßt sich, wenn er zu hoch geworden ist, jederzeit zurückschneiden. Er ist winterhart und als Duftspender stets willkommen.

nach obenScharlach-Fuchsie (Fuchsia magellanica)

Scharlach-Fuchsie
© von Esebeck, Heribert
Scharlach-Fuchsie
Benannt wurde die Fuchsie nach dem Botaniker Leonhard Fuchs (1501–1566). Ähnlich wie die Pelargonie, die fast ein Jahrhundert früher in Europa Eingang fand. Sie hat durch ihre zierlichen Blütenform viel Freunde und Popularität gefunden.

Stellenwert

Stadtbekannt wurde die Fuchsie durch den Jesuitenpater Charles Plumier, der sie im 17. Jahrhundert auf Forschungsreisen auf Haiti entdeckte. Er benannte sie Fuchsia trichophylla. Sie stammt aus den feuchten Bergwäldern Amerikas, der Andenkette vom Peloponnes (Südchile). Eingekreuzt entstanden die vielen farbenprächtig anmutenden, lang röhrigen Blüten für Topfpflanzen, ebenso für veredelte oder Naturhochstämme.

Es sind etwa 1.000 Arten mit Sorten und Fuchsien-Hybriden bekannt (Fuchsien-Atlas, 1994).

Verwandtschaft

Sie gehört zur Familie der Nachtkerzengewächse (Onagraceae). Als heimische, gelbblühende Pflanze tritt Oenothera biennis häufig an Bahnböschungen auf.

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Früchte und Samen vom Johannisbrotbaum
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Indianer-Seidenpflanze, Johannisbrotbaum, Scharlach-Fuchsie

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