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Birnen im Garten!

Birnengitterrost: Schadbild auf der Blattoberseite (orangegelbe Flecken) rechts, auf der Blattunterseite (aufbrechende Gitterkörbchen) links.
© May
Birnengitterrost
links: auf der Blattunterseite sind aufbrechende Gitterkörbchen zu sehen
rechts: auf der Blattoberseite zeigen sich orangegelbe Flecken

Juni 2000 Ganz so problemlos wie Äpfel sind diese Früchte in unseren Gärten nicht zu kultivieren. Die Gründe sind folgende:

  1. Der Wärmeanspruch ist höher.
  2. Die Blütezeit liegt gegenüber der Apfelkultur so früh, dass sie in die Spätfrostperiode fällt.
  3. Die Aufbewahrungsmöglichkeiten von Lagersorten sind unter normalen Haushaltsbedingungen leider nicht so gut wie bei Äpfeln.
  4. In bezug auf Krankheiten (z. B. Schorf, Gitterrost, Feuerbrand) und Schädlinge liegen Birnen auch nicht günstiger


Dennoch kann man auch mit dieser Obstart gute Erfolge erzielen, wenn nachstende Ratschläge sorgfältig berücksichtigt werden:
  1. Richtige Sortenwahl.
  2. Geeignete Baumformen wählen.
  3. Pollenspender aufeinander abstimmen.
  4. Optimales Kleinklima schaffen.

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Viel Spaß beim Gärtnern!

nach obenSortenwahl

Die Stammsorten der Birnen fühlen sich im Mittelmeerklima am wohlsten. Aus diesem Gebiet herrührende Sorten wie 'Abate Fetel', 'Herzogin von Angoulême' usw. werden bei uns meist enttäuschen. Dagegen haben sich aus dem nordwestlichen Europa stammende Sorten wie 'Williams Christ', 'Conference' u. a. hier sehr gut akklimatisiert und bringen zufriedenstellende Erträge und annehmbare Fruchtqualitäten.

nach obenBirnen tragen gut am alten Holz

Birnen
© Fehn
Die wenigen Birnensorten, die im mittleren Klima dieses Landes gute Ernten bringen, fangen spät damit an. Sie werden deshalb in der Vollertragsperiode nicht mehr geschnitten.

nach obenBaumform

Birnenspindel auf Zwischenveredlung. Sorte: Williams Christ, Zwischenveredlung: Gellerts Butterbirne,Unterlage: MA Quitte A.
© May
Birnenspindel auf Zwischenveredlung.
Sorte: Williams Christ
Zwischenveredlung: Gellerts Butterbirne
Unterlage: MA Quitte A
Gutes Obst entsteht vorwiegend an kleinbleibenden Baumformen wie Schlanken Spindeln sowie unter Umständen auch an Wandspalieren. Am geläufigsten dürften die Schlanken Spindeln sein, die locker aufgebaut werden, so dass sie gut lichtdurchflutet sind. Diese lassen sich in unseren Klimaräumen am besten auf Quittenunterlagen erziehen, die zusätzlich noch den Vorteil haben, die aufveredelten Sorten später aufblühen zu lassen und deshalb die Spätfrostgefährdung herabsetzen.

Für den Freizeitgärtner kommen in erster Linie zwei Typen in Betracht, und zwar "MA" (aus England stammend) mit der größten Verbreitung und "MC" (schwächer wachsend, aber winterfrostempfindlich).

Letztere ist am besten in Weinbaugebieten Südwestdeutschlands und im Rheinland zu verwenden. Quittenunterlagen sind allerdings mit vielen Birnensorten unverträglich. Deshalb werden bei der Baumschulanzucht Zwischenveredlungen mit verträglichen Sorten (Gellerts Butterbirne) durchgeführt.

nach obenPollenspender

Wie die Apfel- ist auch die Birnenkultur selbstunfruchtbar, d. h. mit eigenem Blütenstaub können keine Früchte entstehen. Vor der Pflanzung muss deshalb geklärt werden, ob eine gegenseitige Befruchtung sichergestellt ist, indem eine geeignete Sortenwahl erfolgt. Notfalls ist eine Rücksprache mit dem Fachberater erforderlich.

nach obenKleinklima

Birnen müssen in geschützter Lage kultiviert werden, d. h. in voller Sonne stehen und nicht Nord- und Ostwinden ausgesetzt sein. In harten Wintern ist der Boden abzudecken und die Bäume in Stroh einzupacken.



Lesen Sie auch:
Birnen im Garten! Juli 2000
Neben den bereits besprochenen Baumformen, Unterlagen usw. ist für einen erfolgreichen Birnenanbau die richtige Sortenwahl von ausschlaggebender Bedeutung. Frühsorten sind – bis auf wenige Ausnahmen – aufgrund ihrer höheren Klimaansprüche in Deutschland keine "Renner" und spielen in den anschließenden Betrachtungen keine Rolle.

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Schlagworte dieser Seite:

Birne, Birnengitterrost, Sortenwahl

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