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Pflanzengemeinschaften

November 2008 Der Mensch ist umgeben von einer abwechslungsreichen Vegetation, die wichtig für das ökologische Gleichgewicht ist. Neben den bekannten Wäldern sind auch Moore und Sumpflandschaften Heimat für viele bedrohte Pflanzen und Tierarten. Sie alle leiden unter der erhöhten Umweltverschmutzung. Ein Grund mehr, sich die Vielfalt und den Wert dieser Pflanzengesellschaften vor Augen zu führen.


nach obenDer Wald – Vegetationskunde

Frühlingsaspekt im lichten Buchenwald mit Buschwindröschen.
© von Esebeck, Heribert
Frühlingsaspekt im lichten Buchenwald mit Buschwindröschen.
Gelappter Schildfarn
© von Esebeck, Heribert
Gelappter Schildfarn
Roter Fingerhut
© von Esebeck, Heribert
Roter Fingerhut
Weißer Fingerhut
© von Esebeck, Heribert
Weißer Fingerhut
Die Lebensgemeinschaft Wald setzt sich aus Pflanzen und Tieren zusammen. Hauptbestandteil aber sind die Holzgewächse, die Bäume, Sträucher und die Grasflora. Der Wald liefert Holz für die Wirtschaft und sorgt zusätzlich für humushaltigen Boden, der für den Wasserhaushalt von Bedeutung ist. Leider sind viele Waldflächen durch die Emissionen stark reduziert – eine Gefahr für das ökologische Gleichgewicht!

Mitteleuropa ist heute noch zu etwa 30 % mit Wald bedeckt. Davon besteht nur etwa 1 % des Waldvorkommens an seinem ursprünglichen Standort.

nach obenArtenreiche Pflanzengemeinschaften

Rückblickend auf die letzten 30 Jahre waren es die kraftstrotzenden Buchen und Eichen, die unsere Wälder dominierten und zum Teil noch heute unter besonderem Schutz stehen.

Kennzeichnend für die Buche ist der glatte silbergraue Stamm mit im Alter bogig überhängender Baumkrone. Unter den alten, knorrigen Eichen haben bei uns vor allem die "Femeeichen" (Gerichts-Eichen) einiger Gemeinden historische Bekanntheit erlangt.

Durch die erhöhte Industrialisierung sind viele Wälder nicht mehr im besten Zustand. Luftverunreinigungen durch Schwefel- und Stickstoffdioxide haben den Forst stark in Mitleidenschaft gezogen. Buchen und Eichen haben darunter sehr gelitten. So ist z. B. in Hessen jeder vierte Baum krank.

Seit Menschengedenken steht der Baum in ursprünglicher Beziehung zum Menschen. Vom Symbolgehalt sind in allen Epochen Bäume von Bedeutung wie der Ölbaum, die Eibe, die Feige oder auch die Abraham-Eiche in Hebron (etwa 5.000 Jahre), die an dem Platz steht, wo der Überlieferung nach Abraham sein Zelt aufschlug (1. Mose 18). Aber auch dieser Baum ist inzwischen geschädigt.

nach obenWeitere Lebensgemeinschaften – Moore

Pflanzengesellschaften wachsen an einem ökologischen Standort und bilden den botanischen Teil von Biotopen. Die Lehre von Pflanzengemeinschaften heißt Phytozoenologie.
Wikipedia
Feuchte Wälder und Moorlandschaften sind Lebensraum für unzählige Laubmoose wie das "Goldenen Frauenhaar", auch Widerton genannt. Moose sind grüne Landpflanzen, die Wurzeln besitzen, denn sie leben von der Luftfeuchte wie sie z. B. in den Torfmooren vorherrscht. Wirtschaftlich sind sie kaum von Nutzen. Sie liefern minderwertigen Brennstoff. Torfmull hingegen findet Verwendung im gärtnerischen Bereich und der Landwirtschaft, der Moorschlamm bei Heilkuren und Bädern. Moore sind unersetzliche Dokumente der Naturgeschichte und zugleich Überlebensraum für seltene, zum Teil vom Aussterben bedrohte Tierarten wie Birkhuhn und Moorfrosch.

nach obenTorfmoore

In Mitteleuropa sind zusammenhängende Moore vorwiegend in Meeresnähe anzutreffen sowie im Umkreis verlandeter Seen. Viele Moore haben einen sauren Boden. Ihr Säurebereich liegt zwischen 5,9 und 4 pH.

Eine bekannte "Zeigerpflanze" ist das Torfmoos (Sphagnum), ein besonders wertvoller Werkstoff für Gärtner, die sich speziell mit Orchideen befassen.

nach obenDer Sonnentau

Als fleischfressende Pflanze ist der Rundblättrige Sonnentau (Drosera rotundifolia) populär geworden. Fleisch im eigentlichen Sinn verträgt die zierliche Pflanze allerdings nicht. Nur Insekten (z. B. Hummeln). Die Fangblätter sind reich mit Drüsen besetzt, die ein Sekret ausscheiden und das Insekt bis auf den Chitinpanzer zersetzen.

Die vielen Arten der Pflanze sind bis nach Asien, Australien und Südafrika verbreitet.

Weitere Bewohner des Moorgeländes sind das Sumpf-Blutauge (Comarum) mit kriechendem Wurzelstock oder auch das Wollgras. Das Wollkraut mit typischen Wollschöpfen siedelt sich vom Flachland bis in Höhen von 2.000 m an. Auch gibt es eine Unzahl an Seggen (Carex) und Simsen (Scirpus).

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Moor, Wald

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