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Der Garten im Herbst

© Runkel, Wolfgang

Oktober 2008 Das Gartenjahr geht so langsam zu Ende. Die Tage werden kürzer und kühler und damit gehen sowohl die Pflanzen wie auch die Gartenbesitzer so langsam in die Winterruhe.


Der Oktober eignet sich ideal, um dem Garten den letzten Schliff zu verpassen. Neben Arbeiten wie Kübelpflanzen einwintern, Blumenzwiebeln setzen, Bäume und Sträucher pflanzen, Leimringe anbringen oder auch Wasserfässer leeren, ist nun auch der richtige Zeitpunkt für den Schnitt von Hecken, Sträuchern und Rasen.

nach obenRasenpflege

Anfangen kann man mit der Arbeit beim Rasen. Das Wachstum ist fast abgeschlossen, wobei es bei entsprechender Witterung sogar noch im November zu einem Zuwachs kommen kann. Zudem hat sich unter Umständen von nahe stehenden Gehölzen das Herbstlaub auf der Rasenfläche gesammelt. Um Pilzerkrankungen wie Schneeschimmel durch zu lange Halme oder Faulstellen unter den Blättern zu vermeiden, wird man noch das ein oder andere Mal zum Rasenmäher greifen müssen. Vier bis fünf Zentimeter sind dabei als Schnitthöhe zu wählen. Gerade in Verbindung mit dem kleingeschnittenen Herbstlaub eignet sich dieser Rasenschnitt für eine schnelle Kompostierung. Gleichzeitig kann eine kaliumbetonte Düngung im Oktober ausgebracht werden, damit der Rasen optimal in den Winter und in die nächste Vegetationsperiode gehen kann.

nach obenWinterschnitt

Strauchschnitt leicht gemacht
© Runkel, Wolfgang
Strauchschnitt leicht gemacht
Wer es im Sommer verpasst hat, seine Buchsbäume in Form zu bringen, hat jetzt auch noch einmal die Gelegenheit dazu, zumal es keinen Neuaustrieb mehr geben wird und die Pflanzen den Winter über die gewünschte Form beibehalten. Wer sich die Arbeit etwas erleichtern möchte, legt um die Pflanzen ein Vlies – es tut auch ein altes Betttuch – und sammelt das Schnittgut ein. So muss man später nicht die einzelnen Triebspitzen vom Boden pflücken und kann das Schnittgut anschließend leicht in den Kompostbehälter schütten.

Ebenso können Formhecken aus Hainbuchen oder Liguster im Herbst noch einmal geschnitten werden. Genau wie bei den Buchsbäumen bleibt die gewählte Schnittform besser sichtbar und bildet somit einen ansprechenden Rahmen um den Garten.

Bei den bunten Hecken haben sich im Laufe der Vegetationsperiode neue und vor allem lange Triebe gebildet, die vielleicht auf das Grundstück des Nachbarn rüber ragen oder auch die zulässige Höhe der Hecke überschreiten. Um Streitigkeiten zu vermeiden, sollte man auch hier zur Schere greifen und den Hecken den Winter über das richtige Maß verpassen.

Beim Beerenobst wird ebenfalls zum letzten Mal Hand an die Pflanzen gelegt. Bei Brom- und Himbeeren werden die Ruten, die dieses Jahr getragen haben, möglichst ebenerdig abgeschnitten und auch bei Johannisbeeren können die überzähligen Triebe jetzt noch entfernt werden. Dabei ist zu bedenken, dass die roten Johannisbeeren am zwei- und dreijährigen Holz tragen, während die schwarzen Johannisbeeren die schönsten Früchte an den einjährigen Ruten bilden.

Auch hohen Stauden und Gräsern kann man jetzt den Winterschnitt verpassen. Wer aber schon einmal die Blütenhalme eines Chinaschilfes im Raureif oder Vögel bei der Nahrungssuche in den verblühten Triebspitzen von Astern gesehen hat, lässt die Schere gerne liegen und verschiebt diese Arbeit bereitwillig bis ins zeitige Frühjahr.

Aus Großem wird Kleines
© Runkel, Wolfgang
Aus Großem wird Kleines
Der Garten im Herbst
© Runkel, Wolfgang
Der Garten im Herbst
Gut gemischt ist halb kompostiert
© Runkel, Wolfgang
Gut gemischt ist halb kompostiert
Bodenschutz aus eigener Hand
© Runkel, Wolfgang
Bodenschutz aus eigener Hand
Wer sein Schnittgut nicht den ganzen Winter über liegen lassen möchte, wobei gerade das holzige Material so manchem Nützling, zum Beispiel dem Igel, als Winterplatz dient, greift nach den Arbeiten zum Häcksler und verwandelt den großen Haufen aus Ästen und Stauden etc. in ein kleines Häufchen kleingeschnittener Pflanzenteile. Gründlich mit den anderen Pflanzenresten aus Rasen- und Buchsbaumschnitt im Komposter vermischt, entwickelt sich im kommenden Jahr ein gut zersetztes Substrat, das in den Beeten als Nährstoff- und Humuslieferant eingesetzt werden kann. Alternativ kann man mit dem Häckselgut den nackten Boden in den Zierbeeten abdecken und somit die Wurzeln und Bodenorganismen vor Kahlfrösten oder starken Niederschlägen schützen.

nach obenGerätepflege

Gut geölt geht’s in den Winter(schlaf)
© Runkel, Wolfgang
Gut geölt geht’s in den Winter(schlaf)
Nachdem alle Schnittarbeiten abgeschlossen sind, lohnt es sich, noch einmal einen letzten Blick auf die Geräte zu werfen. Im Laufe des Jahres haben sich doch so manche Pflanzenreste an den Gehäusen und Messern gesammelt. Mit einem Handbesen oder auch einem kleinen Spachtel beseitigt man die losen Reste und behandelt mit einem ölhaltigen Spray die Messer der Geräte. So kann sich den Winter über kein Rost an den Metallteilen ansetzen und die Geräte stehen im kommenden Frühjahr nach kurzer Inspektion wieder einsatzbereit zur Verfügung.

Der Gartenbesitzer hingegen wird im Winter lieber zum wärmenden Tee greifen, das vergangene Jahr Revue passieren lassen und sich auf die Arbeiten im kommenden Frühjahr freuen.

Ihr Bundesgartenfachberater
Martin Breidbach

nach obenRasante Entwicklung








Die Lithium-Ionen-Akkutechnik setzt sich bei Gartengeräten immer mehr durch. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die modernen Akkus kennen weder Selbstentladung noch Memory-Effekt und sind im Nu wieder aufgeladen. Damit werden Akkuprodukte immer kleiner, leichter und leistungsstärker.

Als erster Hersteller setzte Bosch die Lithium-Ionen-Technik 2007 auch bei Gartengeräten ein und ist bis heute maßgeblich beteiligt an der rasanten Entwicklung. Die Gras- und Strauchschere Isio ist mit einer Million verkauften Exemplaren seit der Markteinführung 2007 das erfolgreichste Bosch Gartengerät in Europa. Der flinke Gartenhelfer mit Lithium-Ionen-Technik eignet sich besonders für den kreativen Formschnitt von Buchsbaum und Co.

Auch leistungshungrige Gartengeräte wie Rasenmäher und Heckenschere werden dank der Lithium-Ionen-Akkus zu kabellosen Leichtgewichten, die kraftvoll arbeiten. Der Akku-Rasenmäher Rotak LI von Bosch schafft mit einer Akkuladung eine Rasenfläche von bis zu 300 Quadratmetern. Er ist rund 40 Prozent leichter als herkömmliche Akkumäher und lässt sich damit nicht nur mühelos bewegen, sondern auch mit einer Hand heben.

Akku-Heckenschere AHS 52 LI
© Boschn
Akku-Heckenschere AHS 52 LI
Die weltweit leichteste Akku-Heckenschere AHS 52 LI wiegt nur 2,2 Kilogramm und ist daher auch im Über-Kopf-Einsatz bei hohen Pflanzen leicht zu handhaben. Die innovative Elektronik mit Power-Tech-Funktion garantiert ein unterbrechungsfreies Schneiden, ohne dass das Schwert verhakt. Auch Kabelschnitt und lästiges Nachzerren der Kabeltrommel gehören der Vergangenheit an.
Kein Wunder also, dass der Trend zu Gartengeräten mit Lithium-Ionen-Akkus nach wie vor anhält.

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Empfehlenswert: Akku-Laubbläser, die keinen Gehörschutz erfordern, wie der STIHL BGA 56.
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