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Nematoden gegen die Obstmade

September 2008 Der Befall von Äpfeln und Birnen mit Obstmaden hat in den vergangen Jahren stark zugenommen. Gut zu wissen, dass man ihnen auch mit nützlichen Nematoden zu Leibe rücken kann.


Apfelwicklerlarven sind hochanfällig für Steinernema-Nematoden
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Apfelwicklerlarven sind hochanfällig für Steinernema-Nematoden
Diese Fadenwürmer töten die Maden – die vor allem in Rindenritzen am Baum überwintern – im Herbst ab und verringern so den Befall im Frühjahr. Bereits 1998 wurden Steinernema-Nematoden in den USA erfolgreich dazu eingesetzt. In Versuchen in deutschen Apfelbetrieben ab 2002 konnte die Eiablage im Frühjahr um bis zu 70 % verringert werden. Seit letztem Jahr haben Nematoden daher als Ergänzung der bisherigen Verfahren in den Bio-Obstbau Eingang gefunden.

Die Ausbringung der Nematoden erfolgt im Herbst nach der Ernte, wenn die Obstmaden sich in ihren Verstecken am Baum eingesponnen haben. Dazu kann die Rückenspritze, ein Drucksprüher, z. B. von Gloria oder ein Kleisterpinsel verwendet werden. Bei Jungbäumen mit relativ glatter Rinde reicht es, den Stamm zu besprühen. Bei älteren Hoch- und Halbstämmen müssen Stamm und Leitäste behandelt werden.

Eine Packung mit 10 Millionen Nematoden ausreichend für 3 Hochstämme oder 20 Spalierbäume kostet etwa 15 €. Erhältlich sind die Nematoden ab Herbst u. a. bei e-nema, Re-Natur und Katz Biotech.

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