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Blumen in luftiger Höhe

Eine schöne Farbkomposition: blaue Clematis mit Islandmohn
© Opitz, Wolfgang
Eine schöne Farbkomposition: blaue Clematis mit Islandmohn

September 2008 Die Waldrebe, botanisch Clematis, wird zu Recht vielfach als Königin der Kletterpflanzen bezeichnet. Sie beeindruckt mit einer reichen Blüte, die viele Formen und eine breite Farbpallette von Weiß über Gelb, Rosa, Rot, Hell- und Dunkelblau bis Lila aufweist. Dies ist einmalig unter den Rankern und der Grund, dass sie für unsere Gärten so attraktiv und beliebt wurde. Während sich die Wildarten oft durch glockenförmige, nickende, elegant wirkende oder kleine, einfache Blüten auszeichnen, stechen bei den Hybrid-Sorten vor allem deren große tellerförmigen Einzelblüten hervor. Viele Wildarten zeichnen sich darüber hinaus durch ein starkes Wachstum und fedrig-silbrige Fruchtstände aus.


Die Clematis benötigt, um nach oben zu wachsen, ein Klettergerüst oder Spanndrähte, an denen sie sich mit ihren Blattranken festhalten kann. Dabei sollten die Rankhilfen nicht mehr als 2 cm Durchmesser haben. Nur so ist sie in der Lage, Hauswände, Mauern, Lauben und Pergolen in begrünte, blühende Wände zu verwandeln. Wenn die stärker wachsenden Sorten den Höhepunkt eines Gerüstes, zum Beispiel einer Pergola, erreicht haben, wallen sie darüber hinweg und hängen eindrucksvoll auf der anderen Seite herunter. Auch lichte Bäume und Sträucher lassen sich gut mit der Kletterpflanze beranken. Diese Vergesellschaftung entspricht ihrem natürlichem Ursprung.

Die Wuchsstärke ist bei den rankenden Sorten unterschiedlich. Es gibt Sorten, die eine Höhe von 2 bis 2,5 m und auch 6 bis 9 m und mehr erreichen. Die gewöhnliche Waldrebe klettert unter guten Bedingungen in Bäumen sogar bis zu 30 m hoch.

nach obenStandort

Clematis macropetala 'Blue Bird' mit akeleiförmigen Blüten
© Opitz, Wolfgang
Clematis macropetala 'Blue Bird' mit akeleiförmigen Blüten
Als Pflanze des Waldrandes gedeihen Clematis am besten in halbschattiger Lage. Es gibt jedoch auch Arten, wie Clematis viticella, Clematis texensis und Clematis tangutica, die einen vollsonnigen Standort vertragen. Demgegenüber lassen sich Clematis alpina und Clematis macropetala auch in schattigen Bereichen erfolgreich kultivieren. In sonnigen Lagen empfiehlt es sich, den Fuß der Pflanze durch Vorpflanzung mit einem niedrigen Gehölz zu beschatten.

Die Konkurrenz im Wurzelbereich lässt sich mit einer Trennschicht durch Einlassen von Platten oder einer Wurzelfolie in den Boden vermeiden. Darüber hinaus decken wir in jedem Fall die Pflanzstelle mit Rindenmulch oder anderem Mulchmaterial ab.

nach obenBoden und Pflanzung

Clematis sind sehr anpassungsfähig und gedeihen in jedem gut kultivierten Gartenboden, der jedoch keine Staunässe aufweisen darf. Schwere Lehmböden werden durch Sand oder Kies aufgelockert und sandige mit Kompost verbessert.

Da die Pflanzen in Töpfen mit vollem Wurzelballen verkauft werden, kann die Pflanzung vom Frühjahr bis zum Herbst (die Pflanze sollte vor dem Winter noch gut einwachsen) erfolgen. Empfehlenswert sind der August bis Oktober, da man in diesem Zeitraum gut erkennen kann, ob die Pflanze gesunde Triebe und Blätter aufweist.

Wir pflanzen 7 bis 10 cm tief, sodass zwei Augenpaare in die Erde kommen. Diese können dann wieder austreiben, falls der Trieb über dem Boden absterben sollte. Um eine gute Verzweigung zu erreichen, schneiden wir im November alle in dem Jahr neu gesetzten Pflanzen auf etwa 30 cm über dem Boden zurück. Besonders frisch gepflanzte Clematis sind gegen Trockenheit empfindlich (gießen).

nach obenRückschnitt

Hierfür gibt es keine allgemein gültige Regel, da die verschiedenen Arten und Sorten zu unterschiedlichen Zeiten ihre Blütenknospen anlegen. Wir unterscheiden drei Gruppen:

Gruppe 1

Hierzu gehören die Clematis alpina- und Clematis montana-Sorten. Sie legen ihre Blütenknospen für das kommende Jahr bereits im Sommer/Herbst davor an und werden daher nicht zurück geschnitten. Soll nach Jahren ein Verjüngungsschnitt erfolgen, wird dieser nach der Blüte vorgenommen.

Interessiert an den vorgestellten Sorten?

Sie erhalten sie im Handel sowie im Versandhandel wie z. B. Amazon.de. Die orange-markierten Sorten führen Sie direkt zur Fundstelle bei Amazon.de.
Viel Spaß beim Gärtnern!

Gruppe 2

Clematis-Hybride 'Multiblue' mit gefüllter Blüte im Frühjahr und Sommer
© Opitz, Wolfgang
Clematis-Hybride 'Multiblue' mit gefüllter Blüte im Frühjahr und Sommer
Hierzu gehören die meisten Hybridsorten, die zweimal blühen (Mai/Juni sowie August/ September) wie z. B. 'Lasurstern', 'Nelly Moser' und 'Multiblue'. Bei ihnen werden im November die diesjährigen Triebe um die Hälfte gekürzt. Mit einem starken Rückschnitt alle 4 bis 5 Jahre wird einer Verkahlung der Pflanze vorgebeugt.

Gruppe 3

Clematis viticella 'Jenny', eine gesunde Sorte, bis 3,5 m erklimmend.
© Opitz, Wolfgang
Clematis viticella 'Jenny', eine gesunde Sorte, bis 3,5 m erklimmend.
Hierzu gehören die im Sommer blühenden Clematis 'Jackmanii' und die Sorten von Clematis viticella wie 'Jenny'. Wir schneiden diese im November auf 20 bis 50 cm über dem Boden zurück. Auf diese Weise werden im kommenden Jahr lange Triebe mit reichem Blütenbesatz gebildet.

nach obenRobuste Schönheiten

Blütenkleid für Pergola und Trennwand mit Clematis montana 'Rubens'
© Opitz, Wolfgang
Blütenkleid für Pergola und Trennwand mit Clematis montana 'Rubens'
Clematis montana 'Tetra Rose' mit dem Duft von Vanille
© Opitz, Wolfgang
Clematis montana 'Tetra Rose' mit dem Duft von Vanille
Die gefürchtete Welkekrankheit, die oft zu Enttäuschungen führt, ist kein Grund auf den schönen Ranker im Garten zu verzichten. Der Pilz befällt hauptsächlich die großblumigen Hybrid-Sorten. Bei den Wildformen ist bisher keine Welke bekannt. Hierzu gehören die Sorten von Clematis viticella, wie 'Jenny', und die Sorten von Clematis montana wie die vielgepflanzte attraktive Clematis montana 'Rubens' sowie die Goldwaldrebe Clematis tangutica.

Bezugsquelle und Infos

Clematis-Versandbaumschule Westphal
www.clematis-westphal.de
Tel. 04101-74104
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