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Monstera

Mai 2008 Diana Schuricht hat den "Grünen Daumen", sagen deren Nachbarn und Gäste. Ihre gepflegten Zimmerpflanzen, dazu der üppig blühende, mit vielfältigen Obst- und Gemüsearten bestellte ertragreiche Garten, stehen oft im Blickpunkt am Grundstück vorübergehender Passanten. Schließlich lässt sich hier auch manch Neues und Interessantes entdecken.


Seit einigen Monaten gilt das besondere Interesse der Gäste dem vor zwei Jahren an der Südseite des Eigenheims errichteten Wintergarten. Hier findet neben Orchideen, Zwergbananen wie auch anderen Topf- und Kübelpflanzen ein sich üppig entwickelndes zur Familie der Aronstabgewächse gehörendes Fensterblatt (Monstera deliciosa) Beachtung.

Vor dem am Wohnzimmerfenster platziert, sorgt am neuen Standort tropisches Mikroklima für dessen optimale Entwicklung. In deren Ergebnis entdeckte die passionierte Freizeitgärtnerin zu ihrer Überraschung zwischen dem Laub dieser Pflanze vier Blütenknospen. Bald hatten es die der Zimmercalla ähnlichen weißen bis cremefarbigen Scheiden (Spátha) eilig, die von ihnen verhüllten großen zylinderförmigen Blütenkolben freizugeben.

Die an den großen Kolben dicht beieinander gedrängten Früchte nehmen sich für ihre vollkommene Entwicklung gleichfalls Zeit. Erst dann, wenn selbige einen starken, der Ananas ähnlichen Duft ausströmen, so ergaben Recherchen, erreichen sie ihre optimale Reife. Sie sollen reif sehr süß, auch essbar sein.

Aronstab
© Neumann, Siegfried
Aronstab
Gefleckter Aronstab 'Arum maculatum’ mit Früchten.
© Neumann, Siegfried
Gefleckter Aronstab 'Arum maculatum’ mit Früchten.
Dieffenbachie (Dieffenbáchia pica)
© Neumann, Siegfried
Dieffenbachie (Dieffenbáchia pica)
Wer sich in der Pflanzenwelt auskennt, weiß, dass der Saft einiger Aronstabgewächse die Haut mancher Menschen stark zu reizen vermag. Er weiß auch von der Giftigkeit mancher Arten dieser Pflanzenfamilie. Hierzu gehören auch die Dieffenbachie (Dieffenbachia picta – bzw. deren Hybriden) als Zimmerpflanze und der Gefleckte Aronstab (Arum maculatum, mit Früchten) in unseren Gärten. Er gehört mancherorts auch zur heimischen Flora und enthält im Wurzelstock, in Blättern und Beeren unserem Körper abträgliche Stoffe. Austretender Pflanzensaft wirkt stark hautreizend.

Dieffenbachien enthalten in allen Teilen, selbst in den Tropfen an deren Blattspitzen, giftige Substanzen (Oxalsäure, Oxalat-Nadeln und weitere giftige Stoffe). Nach Verzehr dieser Stoffe können Schwellungen der Schleimhäute (Mund, Magen) und in deren Folge auch Sprachschwierigkeiten, Schluck- und Herzkreislaufbeschwerden eintreten.

Zu den giftigen Inhaltsstoffen des Fensterblatts (Monstera deliciosa) gehören wahrscheinlich Oxalatkristalle (Raphiden, wie bei der Dieffenbachie) und Giftstoffe wie die des Gefleckten Aronstabs. Selbige jedoch stets in wesentlich geringerer Konzentration.

Übrigens der Gattungsname Monstera könnte sich von monstrosus (lat. ungeheuerlich, ungestaltig und ungetümartig) ableiten. Solches unterstreichen die Ranken des Fensterblatts, welche am heimatlichen Standort eine Höhe bis gut zehn Meter erreichen. Beachtlich auch der 40 bis 70 cm breiten und 60 bis 80 cm langen, fensterartig durchlöcherten, derb lederartigen Blätter. Monströs wirken die sich aus den Ranken entwickelnden übermäßig langen, peitschenartig herunterhängenden Luftwurzeln. Dazu nicht zuletzt auch die großen, von einer Scheide umgebenen Blütenkolben, an denen sich zu gegebener Zeit die Früchte dicht drängen.

Paprikagewächse
© Neumann, Siegfried
Paprikagewächse
Im Anbau zahlreicher Gemüsearten besitzt Verbandsfreundin Schuricht gleichfalls einen reichen Erfahrungsschatz. In zwei Kleingewächshäusern gedeihen rechtzeitig Jungpflanzen vom Frühgemüse. Selbige, als Vorfrucht in den Kleingewächshäusern angebaut, sorgen für eine sehr frühe Gemüseernte.

Als Hauptfrucht folgen Klettergurken, Melonen, Paprika und Chili. Hierzu nutzt Diana Schuricht auch Jungpflanzenangebote von renommierten Gartenmärkten und Versandgärtnereien.

Ihr Gartenfachberater
Siegfried Neumann

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Dieffenbachie, Fensterblatt, Gefleckter Aronstab

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