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Baumformen und deren Eignung für den Hausgarten (Teil 2): Hecken und Spaliere

Mai 2008 In der März-Ausgabe haben wir bereits die verschiedenen Baumformen und ihre Verwendungsmöglichkeiten behandelt. Abschließen wollen wir das Thema mit Hecken und Spalieren.


nach obenHecken und Spaliere

Vierjährige schräggepflanzte Zwetschgenhecke. Diese Pflanzweise nimmt dem Baum einen Teil des Wuchses und fördert den Ertragsbeginn.
© von Soosten, Rolf
Vierjährige schräggepflanzte Zwetschgenhecke. Diese Pflanzweise nimmt dem Baum einen Teil des Wuchses und fördert den Ertragsbeginn.
Hecken und Spaliere sind weniger als Baumformen als vielmehr als Pflanzsystem zu bezeichnen.

Äpfel, Birnen und Zwetschgen lassen sich gut als Hecken pflanzen und dienen dann zur Abgrenzung oder zum Sichtschutz. Voraussetzung sind schwachwachsende Unterlagen mit gut verzweigenden Sorten. Streng aufrechtwachsende sind nicht geeignet.

Für Spaliere an einer Wand bevorzuge man die wärmeliebenden Aprikosen und Pfirsiche, die dort die zusätzliche Wärme in besonderes Aroma umsetzen.

Hoch- und Halbstämme werden allgemein auf Sämlingsunterlagen veredelt. Sie stammen aus Samen besonders geeigneter Sorten ('Bittenfelder', 'Grahams' und 'Antonowka' bei Äpfeln, 'Kirchensaller' bei Birnen). Sie wachsen schnell und stark. Nun gibt es Edelsorten, deren Holz recht weich ist. Dies zeigt sich erst, wenn die Krone in den Vollertrag kommt. Die Krone neigt sich und droht zu brechen. Der Baumschuler verhindert dies durch Zwischenveredeln eines Stammbildners ("Maunzenapfel"), deren besondere Eigenschaft ein gerader und fester Stamm ist. Erst nach Erreichen der gewünschten Stammhöhe wird die Edelsorte aufgesetzt. Bäume auf Sämlingsunterlage brauchen 6 bis 10 m Abstand zum Nachbarn. Erst durch die Verwendung schwachwachsender Unterlagen bleiben die Kronen kleiner und damit verringern sich die Pflanzabstände.

Viertelstämme und Büsche werden auf mittelstark wachsenden Unterlagen herangezogen. Abstände liegen bei 3 bis 6 m. Erst die Spindelbuschformen können noch dichter gepflanzt werden. Bei Äpfeln verwenden wir gern den M9, bei dem die Pflanzweiten bis auf 1 m schrumpfen. Dann muss man allerdings den Schnitt beherrschen. Auch bei Birnen und Kirschen sind Unterlagen mit ähnlichen Eigenschaften vorhanden, sodass auch auf kleinen Grundstücken Obst erfolgreich gepflanzt werden kann.

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Baumformen und deren Eignung für den Hausgarten (Teil 1) März 2008
Spricht man von Baumformen, denkt man zuerst an die Größenverhältnisse zwischen Krone und Stamm. Das erscheint logisch, doch ist die Wurzel – wir sprechen von der Unterlage – und der Standort – im Wesentlichen die Bodenqualität – für den Aufbau des Habitus mitentscheidend. So unlogisch wie es ist, auf ganz leichtem Boden einen Baum auf schwachwachsender Unterlage zu pflanzen, so sinnlos ist es, einen Hochstamm auf eine solche zu veredeln. Großrahmige Bäume werden allgemein auf starkwachsende Wurzel gesetzt. Verallgemeinernd kauft man höhere Bäume auch auf stärker wachsenden Wurzeln.

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Dieser schöne alte Birnenhochstamm steht mitten in einer Siedlung.
Baumformen und deren Eignung für den Hausgarten (Teil 1)
Bild 2: Die zukünftigen Seitenäste bei diesem Baum der Sorte 'Ingrid Marie' stehen sehr steil. Wenn sie nicht herunter gebunden werden, wird sich trotz M9-Unterlage eine große Krone entwickeln. Bei genügend schwachen Ästen sollte man sie wegschneiden.
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Halbstamm, Hecke, Hochstamm, Spalierobst, Viertelstamm

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