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Niedrige Gehölze als Bodendecker

Januar 2008 Hanglagen die mit dem Rasenmäher schlecht zu befahren und schattige Bereiche die als Rasenflächen nicht geeignet sind, lassen sich gut mit bodendeckenden Gehölzen begrünen. Diese niedrig bleibenden Gehölze werden, entsprechend ihrer Wuchsstärke, so eng gepflanzt, dass sie eine geschlossene grüne Fläche bilden.


„Alcantara“, eine schöne Bodendecker-Rose.
© Opitz, Wolfgang
„Alcantara“, eine schöne Bodendecker-Rose.
Das niedrige Johanniskraut ist ein bewährter Bodendecker.
© Opitz, Wolfgang
Das niedrige Johanniskraut ist ein bewährter Bodendecker.

Bei der Begrünung von weiträumigen Gehölzpflanzungen, sollten die Bäume und Sträucher eine gewisse Größe haben, bevor wir Bodendecker dazwischen pflanzen. Schwächere Bäume und Sträucher leiden sonst zu stark unter Wurzelkonkurrenz. Es empfiehlt sich auch für die Zwischenpflanzung nur schwachwachsende Bodendecker zu verwenden.

nach obenVorteile

Bodendecker schützen den Boden und bedecken die Flächen dauerhaft. Darüber hinaus unterdrücken sie das Unkraut und ersparen uns die Bodenpflege. Gut geeignet sind flachwachsende Gehölze, deren Triebe sich bei Bodenkontakt bewurzeln, oder die unterirdische Ausläufer bilden. Immergrüne Laub- und Nadelgehölze haben den Vorteil, dass sie auch im Winter ein frisches Bild abgeben. Es sollte jeweils nur eine Art für sich gepflanzt werden und nicht gemischt mit weiteren Arten, da ohnehin die kräftigere Art längerfristig die schwächere verdrängen würde.

nach obenGeeignet sind

Cotoneaster dammeri 'Frieder‘s Evergreen'.
© Opitz, Wolfgang
Cotoneaster dammeri 'Frieder‘s Evergreen'.
Zu den klassischen Bodendeckern gehören einige Arten der Felsen- und Kriechmispeln (Cotoneaster). Sie wachsen in jedem Gartenboden, soweit dieser wasserdurchlässig ist und bevorzugen sonnige Standorte, gedeihen jedoch auch im Halbschatten unter lichten Bäumen. Alle Cotoneaster-Arten vertragen einen starken Rückschnitt.

Die Sorten von Cotoneaster dammeri haben den Vorteil, dass ihre Blätter auch im Winter grün bleiben. Im Frühjahr erscheinen meist sehr reich ihre kleinen weißen Blüten, aus denen bis zum Herbst schöne rote Beeren-Früchte hervorgehen.

Die Sorten 'Streibs Findling' und 'Frieder’s Evergreen' wachsen sehr flach und werden nur 10 bis 20 cm hoch. Wegen ihres schwachen Wuchses sind sie daher gut zwischen lichten Bäumen und Sträuchern sowie im Steingarten und für Grabbepflanzungen geeignet. Ebenso flach und langsam wächst auch die neuere Sorte 'Thiensen', die als gut frosthart gilt.

Mit 'Holsteins Resi' haben wir eine gleichfalls neuere und robuste Sorte, die dichte Matten bildet und 25 cm hoch wird.

Von den stärker wachsenden Sorten erhielten bei der Prüfung durch das Bundessortenamt 'Jürgl' und 'Coral Beauty' die höchste Bewertung. Die Sorte 'Jürgl' wird etwa 30 bis 60 cm hoch und 'Coral Beauty' erreicht zwischen 50 und 70 cm. Für kältere Lagen ist die Sorte 'Eichholz' wegen ihrer größeren Frosthärte zu empfehlen.

Die Fächer-Felsenmispel beeindruckt mit ihrem reichen Fruchtbesatz.
© Opitz, Wolfgang
Die Fächer-Felsenmispel beeindruckt mit ihrem reichen Fruchtbesatz.
Vielseitig verwendbar und von interessantem Wuchs ist Cotoneaster horizontalis, die Fächer-Felsenmispel. Freistehend wird der Strauch 50 cm hoch, mit flach ausgebreiteten, auffällig fischgrätenartiger Verzweigung. Geeignet für Böschungen und an Treppenanlagen. An Hauswänden kann Cotoneaster horizontalis als Spalier gezogen werden und erreicht hier bis 1,50 m Höhe und bis 3 m Breite. Diese Art ist nur im Sommer grün und hat ab Oktober eine flammend rote Herbstfärbung. Aus den vielen rosa-weißen Blüten entsteht im Herbst ein ebenfalls sehr reicher, eindrucksvoller Fruchtbehang aus roten Beeren.

Rosmarin-Seidelbast mit angenehm duftender Blüte.
© Opitz, Wolfgang
Rosmarin-Seidelbast mit angenehm duftender Blüte.
Ein schöner teppichbildender Zwergstrauch ist der Rosmarin-Seidelbast (Daphne cneorum). Der Strauch ist eine Rarität, die man nicht in jedem Garten findet. Er wächst langsam, wird nur 10 bis 40 cm hoch und im Alter bis 75 cm breit. Seine kleinen kaminrosa Blüten stehen in Büscheln an den Zweigspitzen und verströmen im April/Mai einen angenehmen, süßlichen Duft. Vorsicht jedoch bei kleinen Kindern, da sowohl die Früchte als auch Pflanzenteile giftig sind. In diesem Fall sollte der Strauch besser nicht gepflanzt werden.

Standort: vollsonnig bis leichter Schatten. Der Boden sollte nur mäßig feucht und durchlässig sein. Der Rosmarin-Seidelbast ist ein schöner Frühjahrsblüher vor dem Laubaustrieb zum Beispiel an der sonnigen Terrasse.

Interessiert an den vorgestellten Sorten?

Sie erhalten sie im Handel sowie im Versandhandel wie z. B. Amazon.de. Die orange-markierten Sorten führen Sie direkt zur Fundstelle bei Amazon.de.
Viel Spaß beim Gärtnern!

nach obenBlauer Teppich

Flach wachsender Wacholder (Juniperus squamata 'Blue Carpet') in Harmonie mit der rosafarbenen „Schneeheide“.
© Opitz, Wolfgang
Flach wachsender Wacholder (Juniperus squamata 'Blue Carpet') in Harmonie mit der rosafarbenen „Schneeheide“.
Von den immergrünen Nadelgehölzen wählen wir unter anderem den Blauen Teppich-Wacholder (Juniperus horizontalis). Die Pflanze bildet flache Matten, wird nur 30 cm hoch und wächst stark in die Breite. Die Triebe sind dicht mit blauen Nadeln besetzt und tragen blau bereifte Beerenzapfen. Liebt Sonne bis lichten Schatten und ist anspruchslos an den Boden, der jedoch nicht zu schwer und zu nass sein soll.

Die neuere, aus Kanada stammende Sorte 'Prince of Wales' (Nadeln weniger blau und im Winter rötlich) ist extrem frosthart und daher auch für kältere Lagen geeignet.

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Bodendecker, Felsenmispel, Fächer-Felsenmispel, Kriechmispel, Rosmarin-Seidelbast, Wacholder

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