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Warum eigentlich Weihnachtsbaum?

Warum eigentlich Weihnachtsbaum?
© Ratschinski, Ilja
Warum eigentlich Weihnachtsbaum?

Dezember 2007 Schon seit langer Zeit gelten immergrüne Pflanzen als Inbegriff für Vitalität und Gesundheit. Holt man sich einen Weihnachtsbaum in den Wohnraum, kann man hoffen, dass sich diese Eigenschaften auf das Wohlergehen der Bewohner übertragen.


Der Brauch, zu Weihnachten einen Weihnachtsbaum aufzustellen, hat keinen eindeutigen Anfang, sondern setzt sich aus Bräuchen verschiedener Kulturen zusammen. Somit ist der Weihnachtsbaum heute auch ein Symbol für das friedliche Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen. Die erste urkundliche Erwähnung eines Weihnachtsbaumes stammt von 1539 und belegt die Aufstellung eines Baumes im Straßburger Münster. Zünfte und Vereine begannen wenig später in ihren Häusern immergrüne Bäume aufzustellen und ab 1605 setzte sich der Weihnachtsbaum als allgemein üblicher Brauch durch. Im Jahr 1611 schmückte die Herzogin Dorothea Sibylle von Schlesien als Erste einen Weihnachtsbaum mit Kerzen.

Da Tannen und Fichten früher in Mitteleuropa eher seltene Baumarten waren, konnten sich zunächst nur die begüterten Schichten einen solchen Baum leisten. Erst nachdem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vermehrt Tannen- und Fichtenwälder angelegt wurden, konnte der Bedarf der Bevölkerung gedeckt werden. Die Kirche, der riesige Waldgebiete gehörten, billigte diesen "heidnischen" Brauch zunächst nicht, aber der Volkswille war stärker. Heute hat sich der Weihnachtsbaum weltweit verbreitet und das in einem Zeitraum von nur 50 Jahren.

Neben verschiedenen Tannen- und Fichtenarten wird heute vor allem die Nordmanntanne als Weihnachtsbaum verwendet. Die Nordmanntanne wächst sehr gleichmäßig, ist haltbar, hat angenehm weiche Nadeln die lange haften und ist leicht anzubauen. Bei Fichtenarten beginnt das Rieseln der Nadeln sehr viel früher als bei Tannenarten. Da Fichten im Volksmund häufig als Tannen bezeichnet werden, sollte man sich als Unterscheidungsmerkmal merken "Fichte sticht, Tanne nicht". Weitere Unterschiede sind im Farbton, Wuchsform und Nadellänge festzustellen. Als besonders angenehm im Duft gelten Korea-Tanne, Nobilis-Tanne und Rotfichte.

Vom Samenkorn bis zum 2 m großen Weihnachtsbaum dauert es je nach Baumart zwischen 8 und 12 Jahren. Die Bäume werden hauptsächlich im Sauerland, Schleswig-Holstein und Dänemark angebaut. Im Jahr 2006 wurden in Deutschland 28 Millionen Weihnachtsbäume zu einem Durchschnittspreis von 22,- € verkauft.

nach obenPflegetipps für frische Weihnachtsbäume

Sägen Sie eine 2 cm dicke Scheibe vom Fuß des Baumes ab und stellen ihn in einen Wassereimer, damit der Baum seinen Durst stillen kann.

Am besten geeignet sind Weihnachtsbaumständer mit einem Wasserreservoir. Achten Sie darauf, dass der Baum immer Wasser zur Verfügung hat, denn sonst verschließen sich die Leitungsbahnen am Stammfuß und können nur durch ein erneutes Abschneiden einer Stammscheibe geöffnet werden.

Bei sorgfältiger Pflege kann ein Baum über 3 bis 4 Wochen einen angenehmen Nadelduft verströmen und frisch bleiben. Der Geruch eines austrocknenden Baumes hingegen, wird von vielen Menschen als unangenehm empfunden.

Nach dem Kauf den Baum an einem kühlen Ort, am besten im Freien, aufstellen. Direkte Sonneneinstrahlung meiden, um die Feuchtigkeit im Baum zu halten. Den Baum mit Schlauch oder Gießkanne anfeuchten.

Wenn der Baum im Zimmer steht, einmal täglich mit Wasser besprühen und möglichst weit entfernt von Heizkörpern aufstellen.

nach obenWeihnachtsbäume mit Ballen

Ein ehemaliger Weihnachtsbaum kann später beachtliche Ausmaße annehmen und ist als Gartenbaum in der Regel zu stark im Wuchs.
© Ratschinski, Ilja
Ein ehemaliger Weihnachtsbaum kann später beachtliche Ausmaße annehmen und ist als Gartenbaum in der Regel zu stark im Wuchs.
Ein Weihnachtsbaum mit Wurzelballen kann nach dem Fest wieder eingepflanzt und eventuell in den nächsten Jahren wieder genutzt werden. Was zunächst vorteilhaft klingt, sollte aber gut überlegt werden.

Nachteile

  • Ballenpflanzen sind teurer.
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass der Baum nach dem Fest anwächst, ist nicht hoch.
  • Mit dem Wachstum des Baumes wachsen die Schwierigkeiten des Ausgrabens und Aufstellens im Wohnraum.
  • Ein ehemaliger Weihnachtsbaum kann später beachtliche Ausmaße annehmen und ist als Gartenbaum in der Regel zu stark im Wuchs.

Sollten Sie sich trotzdem für einen Baum mit Ballen entscheiden achten Sie auf eine gute Qualität des Ballens (Größe, Festigkeit). Während der Festtage möglichst kühl aufstellen, täglich mit Wasser besprühen und maximal 10 Tage im beheizten Raum halten. Nach dem Einpflanzen Gießrand anfertigen und mit ausreichend Feuchtigkeit versorgen.

Ein frohes Fest wünscht
Ihr Gartenfachberater
Ilja Ratschinski

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