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Handelsübliche Stauden bereichern den Garten

Mai 2000 Die vielgestaltige Pflanzenzahl verdanken wir den Pflanzensammlern auf ihren Reisen in alle Erdteile, die es uns ermöglichen, auf kleinstem Raum Gartenmotive zu gestalten. In Verbindung mit natürlichen Steinen, den Formen und Farben winterharter ausdauernder Pflanzen bietet sich die Gelegenheit, den Garten als erweiterten Wohnraum zu betrachten. Blütenstauden vor dem Hintergrund einer beruhigenden Rasenfläche sind nur ein Beispiel.


nach obenPfingstrose (Paeonia lactiflora)

Pfingstrose
© v.E.
Pfingstrose
Die krautigen Päonien sind chinesischer Herkunft. Eingeführt wurden sie 1820. Paeonia officinalis war schon von alters her eine Heilpflanze; sie wird auch Gicht- oder Bauernrose genannt. Sie stammt aus Kleinasien und wurde bereits um 1500 in die Bauerngärten eingeführt. Anders als die Strauch-Pfingstrosen werfen sie ihre Blätter ab und ziehen ein.

Ihre schalenförmigen einfachen oder gefüllten Blüten erfreuen den Pflanzenfreund alljährlich mit dem farbenprächtigen Sortiment in roten und rosa Farbtönen. Sie blühen zur Pfingstzeit im Mai, Juni. Das Gelb ist kaum vertreten. 'Chromatella', gelb gefüllt, 'Argosy', einfach, Paeonia lutea 'Ludlowii' mit roten Staubgefäßen.

Pflege

Sie erreichen ein hohes Alter und können über zehn Jahre im Boden stehen. Lässt die Blühfähigkeit nach ist ein Standortwechsel notwendig. Nährstoffreiche Böden sind Voraussetzung.

Düngung

Zu verwenden sind stickstoffarme Düngergaben. Geeignet Blaukorn, Superphosphat.

Schädlinge/Krankheiten

Grauschimmelfäule. Bewirkt durch starke Stickstoffdüngung. Bevorzugen sonnige Plätze.

Pflanzung

Im Herbst nach Teilung, wobei nicht zu tief gepflanzt wird, da der Boden sich noch setzt. Beliebt als Schnittblume, sofern die Knospen Farbe zeigen.

nach obenPalmlilie (Yucca filamentosa)

Ihr dekorativer Wuchs und die Anspruchslosigkeit machen sie zu einer der pflegeleichten und geschätzten Gartenpflanzen. In unserem kontinentalen Klima verlangt sie viel Sonne und Schutz vor kaltem Wind. Ihr Herkunftsgebiet ist Nord- und Mittelamerika, wo sie hohe Hitzegrade verträgt. Es gibt fast stammlose, wie die obengenannte, und stammbildende.

Bezeichnend sind die schmalen, blaugrünen Blätter mit dorniger Spitze (Vorsicht!). Die glockigen weißen Blüten im Juli, August bieten bei einer Höhe von 1,20 m einen lieblichen Anblick. Sie eignen sich für den Naturgarten zwischen Geröllsteinen und bizarren Baumwurzeln auf durchlässigem Boden (nässeempfindlich). Verwendung auch als Kübelpflanze bei einer Überwinterung im lichten Keller bei 15 °C.

Vermehrung

Frühjahr durch Teilung oder blattlose Stammstückstecklinge. Die Fruchtbildung in der Heimat erfolgt nur durch die Yucca-Motte. Bei uns setzt sie keine Früchte an. Ohne Motte keine Bestäubung! Neben der Art noch die stammartige Yucca aloifolia.

Kulturformen

'Jewel' mit gefärbten Blättern. Bei stärkeren Frostzeiten mit durchlässigem Material abdecken. Bei Frostschäden Rückschnitt bis auf gesunde Teile.

nach obenRasselblume (Catananche caerulea)

Rasselblume
© v.E.
Rasselblume
Die deutschen Bezeichnungen bringen Eigenschaften an Pflanzen zum Ausdruck, aber auch Hinweise über die Herkunft bis zu Namen und Ehrungen des Sammlers. Bezogen auf die angeführte Staude bezieht sich das "Rasseln" auf die trockenhäutigen Blütenhüllblätter, die bei Windbewegungen Geräusche hervorrufen.

Die genügsame, aber nicht sehr langlebige Staude kommt in Südeuropa vor. Die Sonnenblumenverwandte gedeiht an sonnigen Plätzen gut. Zur Blütezeit reicht ihr Flor von Juni bis September in einem Lilablau; ferner 'Alba', weiß und 'Bicolor', zweifarbig, blauweiß.

Pflege

Die etwa 80 cm hohe Pflanze lässt sich durch Aussaat vermehren. Sie erfolgt im März unter Glas. Nach geraumer Zeit in kleine Töpfe eintopfen.

Möglich noch durch Teilung oder das Einlegen von Wurzelschnittlingen.

nach obenKermesbeere (Phytolacca americana)

Kermesbeere, Fruchtstand
© v.E.
Kermesbeere, Fruchtstand
Stattliche Pflanze tropischer Herkunft aus Nordamerika für genügende Platzverhältnisse. Oft in Botanischen Gärten angepflanzt. Gelegentlich aus Gärten verwildert anzutreffen.

Blüten aufrecht von Juni bis September unscheinbar grünlich oder blassrosa, dafür auffälliger anfangs roter, später brombeerähnlicher schwarzer Fruchtschmuck. Sie enthält roten Farbstoff, der früher zum Färben von Wein, Konditorei-Erzeugnissen und Tüchern verwendet wurde. Alle Teile gifthaltig, insbesondere die Wurzeln.

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Schlagworte dieser Seite:

Kermesbeere, Palmlilie, Pfingstrose, Rasselblume, Staude

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