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Tomaten und Paprika

August 2007 Wer zur Erntezeit bei gleicher Sortenwahl unterschiedliche Samenmengen und auch Fruchtgrößen bei Tomaten und beim Paprika ungleich stark ausgefüllte Hohlräume gegenüber anderen Jahren feststellen sollte, findet in holländischen Untersuchungsergebnissen eine Erklärung für seine Beobachtung.


Die Ungleichartigkeit kann z.B. durch die Luftfeuchtigkeit während der Blüte verursacht werden. Beide Pflanzenarten sprechen verschieden auf sie an:

Bei hoher Luftfeuchte bildet die Tomate weniger Samen aus (was sich auch nachteilig auf die Fruchtgröße auswirkt). Die Ursache für diese Reaktion liegt in der Bestäubung, d.h. in den Pollenmengen (Pollen = Blütenstaub), die auf die Narben (weibliche Geschlechtsorgane der Blüten) gelangen. Letztere sind bei Tomaten unter hohen Luftfeuchtebedingungen kleiner.

Beim Paprika beobachten wir dagegen just bei einem höheren Feuchtegehalt der Luft später mehr Samenkörner, die auf einem deutlich vergrößerten Gewebe-"Pilz" (= Plazenta; s. Pfeil im Foto) angesiedelt sind. Das kommt daher, dass sich bei dieser Gemüseart die Pollen-Freigabe durch den Luftwassergehalt nicht oder nicht wesentlich verringert, während ihre Haftung an der Narbe unter solchen Umständen günstiger ist.
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Luftfeuchtigkeit, Paprika, Tomate
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