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Wie behandeln wir die Baumstreifen?

Mai 2007 Frisch gepflanzte Bäume, die noch nicht angewachsen sind, werden mit einer dünnen Kompostdecke versehen. Damit verhindert man die Verdunstung des Bodenwassers, denn gerade im Frühjahr kann es zu Trockenperioden kommen.


Abgedeckte Flächen halten die Feuchtigkeit besser. Im Laufe des Sommers aufkommende Unkräuter werden flach weggehackt. Man lässt sie liegen zum Vertrocknen, wenn es den Anblick nicht stört. Obstbäume in den ersten beiden Jahren hält man den Sommer über unkrautfrei. Erst ab Anfang August kann einjähriges Kraut geduldet werden. Es sorgt durch Wasser- und Nährstoffentzug für den zeitgemäßen Laubfall und das Ausreifen des Holzes.

Nach den ersten ein oder zwei Jahren haben sich die Wurzeln so weit entwickelt, dass sie nicht mehr abhängig von einer Bodenabdeckung sind. Unkrautfrei sollte die Fläche im Bereich der Krone jedoch bleiben. Denn tiefwurzelnde Konkurrenten können sowohl Nährstoffe als auch Wasser entnehmen.

Unter voll tragenden Bäumen wird man bei leichten sandigen Böden den Boden schwarz halten oder besser mit einfachen Humusstoffen abdecken. Auf besseren Böden kann die Fläche nach der Blüte mit flachwurzelnden Pflanzen genutzt werden, wenn diese den Tropfenfall ertragen. Ab Mitte Juli ist die Bedeckung mit Pflanzenwuchs sogar sinnvoll, denn damit wird der Triebabschluss gefördert. Es sollten jedoch stets niedrige Kräuter sein, die die unteren Zweige nicht erreichen. Sie dürfen nicht zu einer Brücke für Schädlinge werden, die aus der Krautschicht in die Krone wandern und dort Schäden verursachen. Die Larven der zweiten Generation der Ampferblattwespe wandern ab Mitte August auf der Suche nach einem Winterquartier in die Krone und bohren ein kreisrundes Loch in die reifenden Äpfel. Häufig ist dieses Bohrloch rot umrandet. Als Wirtspflanzen dienen Knöteriche und Ampferarten.

Wer den Boden frei von Kräutern haben möchte, erreicht dies durch eine flache Hacke. Spaten und andere Geräte beschädigen die flachstreichenden Wurzeln. Diese sind aber besonders wichtig, weil sie auch an geringen Niederschlägen teilhaben.

Kleinkronige Bäume sollten vom Ballonstadium der Blüte an im Bereich der Baumkrone, besser noch darüber hinaus, krautfrei gehalten werden. Der unkrautfreie Boden nimmt tagsüber mehr Wärme auf und kann sie nachts wieder an die bodennahe Luftschicht abgeben. Damit sinkt die Blütenfrostgefahr.

Will man jedoch das Wachstum von Bäumen bremsen, empfiehlt es sich, die Baumscheibe einzugrünen. Die Einsaat von Gras ist sinnvoll. Bei zu erwartendem Vollertrag muss man allerdings mit kleineren Früchten rechnen. Der Gartenbesitzer kann also mit diesen Maßnahmen Erfolge fördern oder Misslingen vermeiden.

Schließlich sei noch auf eine Gefahr bei eingegrünten und gemulchten Baumstreifen hingewiesen: Sie fördern das Einwandern von Feld- und Wühlmäusen. Man achte also mit Einbruch des Winterns auf deren Erscheinen. Rasenmahd ist zum Abdecken von Baumscheiben nicht geeignet. Es kann sich so verdichten, dass darunter Luftmangel entsteht. Außerdem enthält das Gras relativ viel Kali und Magnesium. Da sich dieses Material schnell zersetzen kann, fördert der Überfluss die Stippe bei Äpfeln.

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Ampferblattwespe, Apfelbaum, Baumscheibe, Obstbaum

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1
|
2. Juli 2010

jts

Sagen Sie mir bitte was ein Baumstreifen ist.

Vielen Dank

Joyce Salita

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