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Formschöne Blütenkirschen

Nelken-Kirsche
© von Esebeck, Heribert
Nelken-Kirsche

April 2007 Das Thema "Blütenkirschen" ist ein sehr komplexes, beziehungsreiches Gebiet und kann daher dem Blumenfreund nur über einige gebräuchliche Arten und Sorten vorgestellt werden. Eine der dankbarsten Obstarten ist die Kirsche, Süß- und Sauerkirsche, die als früheste im Jahr besonders populär wurde und in klimatisch gesehen günstigen Jahren eine regelmäßige Tragbarkeit nachweist.


Weite Verbreitung hat die Kirsche (Prunus) in Japan, das sich mit ihr sehr eng verbunden fühlt. Beliebt sind die traditionellen Frühlings- und Blütenfeste mit den zahlreichen Zierkirschen des Landes, die an Schönheit ihresgleichen suchen. Nach einer Legende tragen die Kirschen allgemein den Namen "Sakura". In der Blütezeit fahren Menschenmassen in Expresszügen in die Kirschblütengebiete, um die üppige farbige Blütenpracht zu bewundern und sich beim Picknicken zu erfreuen.

nach obenGeschichtlicher Nachweis

Darstellungen veranschaulichen, wie der Feldherr Lucinus Lucullus die Kirsche als Kriegsbeute 74 v. Chr. auf einem Triumphwagen aus Kleinasien mitbrachte. Als genießerischer und reicher Mann bekannt, sprach man bei gutem Essen von "Lukullischen Gastmahlen". Stammbaum der Kirsche ist die herkömmliche Vogelkirsche (Prunus avium), die durch die Römer als Kulturkirsche in den Wäldern Mitteleuropas verwilderte.

nach obenVerwendung als Nutz- und Schmuckbaum

Veredlungskopf
© von Esebeck, Heribert
Veredlungskopf
Unentbehrlich sind die Kirschen im Privatgarten, besonders, wenn Kinder im Garten heranwachsen. Baumschulen liefern meist Sauer- und Süßkirschen, ein- und zweijährige Veredlungen, die für die gesunde Ernährung bedeutsam sind. Ihre Blütenpracht, mit attraktiven Farben für den Nutzgarten wie auch als Schmuck, entfalten sie nur für eine relativ kurze Dauer im April/Mai. Ihre Blütenfülle ist kaum zu übertreffen, weshalb sie vorrangig zur "Alleen- und Straßenbegrünung" Verwendung findet.

Alle Arten und Sorten bevorzugen einen mittelschweren, kalkreichen Boden mit sicherem Wasserabzug (drainiert). Sie sind winterhart und industriefest. Wie schon erwähnt, ist die Blütezeit kurz. Gebräuchlich sind vollsonnige Plätze. Die Steinfrucht leidet leicht unter dem bekannten "Gummifluss" und erreicht ein begrenztes Alter von etwa fünfundzwanzig Jahren. Trotz ihrer Blühfreudigkeit sind alle Prunusarten ins Blickfeld des Betrachters zu setzen, aber nicht zu sehr in den Vordergrund, da sie nach dem Verblühen einen weniger schönen Eindruck hinterlassen. Vorwiegend pflanzt man sie als Kronenbäumchen mit einer Stammhöhe von etwa zwei Metern.

Blütenkirschen
NameWuchshöheBlütezeit/FarbeBemerkung
Vogelkirsche
Prunus avium 'Plena Pendula'
8 bis 10 mApril/Mai
weiß
Üppige Blüte
hängend
Bergkirsche
Prunus sargentii
6 mrosa, einfachBlattaustrieb
Prunus serrulata 'Kanzan'17 bis 10 mApril/Mai
kupferfarbig
Herbstkolorit
Prunus serrulata 'Kiku Shidare-sakura'7 mrosa
halbgefüllt
 
Prunus subhirtella 'Pendula'8 m hängend
Prunus subhirtella 'Autumnalis'5 mweißlich rosa
halbgefüllt
 
Japanische Aprikose, Ume
Prunus mume
bis 10 mMärz/April
rosa, einfach
Blüten duftend,
winterhart

nach obenVerbreitungsareal der Kirsche

Das natürliche Vorkommen der Vogel- oder Süßkirsche (Prunus avium) erstreckt sich über ganz Europa bis nach Turkestan, Westsibirien und Vorderasien. Die Yoshino- oder Tokyo-Kirsche (Prunus × yedoensis), ein Naturhybrid, hat ihr Zuhause im Gesamtostasien. In der Hand der Züchter wird sie als Unterlage für züchterische Arbeit verwendet (Farbvarianten, Wuchseigenschaften), um sie als Frühblüher in unseren Gärten zu besitzen.

nach obenJapanische Namensgebung

Die japanische und ostasiatische Herkunft der Blütenkirschen wartet mit zahlreichen nennenswerten Sorten mit kaum aussprechbaren Namen auf. Typisch für das Land sind die Bezeichnungen Kiku shidare, Shirogugen, Fukubana, Kanzan u. a. m. Insgesamt haben sie sich alle bewährt, denn für den "Nippon" haben sie eine uralte prägende Bedeutung.

nach obenSymbolik – Mythos – Brauchtum

Schon von alters her fühlte sich der Mensch mit dem Baum in einer Schicksalsgemeinschaft stark verbunden. So auch mit dem Kirschbaum mit seinen "prangenden roten Früchten", namentlich die "Herzkirsche". Ihr Fruchtfleisch enthält etwa 10 % Fruchtzucker. Zur Heilung wurde einst das Kirschgummi als Lungenmedikament verwendet. Die Triebe der Kirsche wurden und werden noch am Barbaratag (4. Dezember) durch Antreiben zum Blühen gebracht, indem man sie über Nacht in lauwarmes Wasser stellt.

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Im zweiten Jahr nach der Pflanzung: Weite Astwinkel garantieren langsames Wachstum und früh einsetzenden Ertrag.
Richtig erziehen: Süßkirschbaum im Garten
Im Bildmittelpunkt verläuft schräg die Narbe der Verwachsung zwischen Edelreis und Stamm, an der Farbe der Rinde zu erkennen. Die drei Querrillen rühren vom Bindematerial der Veredlung her: Süßkirsche, kopuliert mit einem Reis mit drei Augen.
Süßkirschen und Sauerkirschen - Pyramiden- oder Hohlkrone
Bild 1: Gute Obsternte dank erfolgreicher Bestäubung.
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Schlagworte dieser Seite:

Kirsche, Sauerkirsche, Süßkirsche, Vogelkirsche

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