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Gartenwünsche zum Frühlingserwachen

Krokuswiese
© von Esebeck, Heribert
Krokuswiese
Narzissen
© von Esebeck, Heribert
Narzissen

Januar 2007 Anliegen eines jeden Gartenfreundes ist es, nach langen Wintermonaten den ersehnten Blütenschmuck im neuen Jahr wieder mitzuerleben. Viele begnügen sich mit den herkömmlichen Frühlings- und Frühsommerblühern. Die Möglichkeiten, seinen Garten zu begrünen, sind aber vielfältig; denn die Baumschulen bieten in ihren Katalogen stets bewährte und winterharte Blütensträucher an.


nach obenGartenwerte Gehölze

Haselnuss

Je nach Witterungsverlauf im kontinentalen Klima ist als vorzeitige Blüherin in den Monaten Januar, Februar die volkstümlich beliebte Haselnuss, (Corylus avellana) als Blüten- und Fruchtschmuck zu nennen. Mit ihren gelben stäubenden Kätzchen allerdings bei Allergikern nicht zu empfehlen erfreut sie das Auge.

Bluthasel

Bluthasel
© von Esebeck, Heribert
Bluthasel
Außer der üblichen Hasel ist noch die Bluthasel (Corylus maxima 'Purpurea'), auch Lambertnuss genannt, zu erwähnen, deren schwarzrote Blätter gut zu grünlaubigen Blütensträuchern harmonisch kontrastieren.

Seidelbast

Seidelbast
© von Esebeck, Heribert
Seidelbast
Zum Reigen ansehnlicher Blütengehölze gehört auch der Seidelbast oder Kellerhals (Daphne mezereum). Mit zahlreichen Arten ist er wild über Europa verbreitet. Schon im März erscheinen an noch kahlen Zweigen die zartrosa Blüten mit angenehmem Duft, der an Flieder erinnert. Er bevorzugt Halbschatten auf Kalkboden und ist in Buchenwäldern anzutreffen. Im Juli fällt er durch dunkelrote, sehr giftige Beeren auf. Einst war er ein Heilmittel gegen die Wassersucht. Seine zähe Rinde wurde zu haltbaren Schnüren verarbeitet. Wegen seiner Seltenheit wurde er unter Schutz gestellt. Sein aromatischer Duft weckt Frühlingsgedanken! Er passt in den Beetvordergrund, ist auch in Kübeln verwendbar. Hübsch die Sorte 'Rubra Select'.

Judasbaum

Judasbaum
© von Esebeck, Heribert
Judasbaum
Gleichfalls bestechend wirkt der Judasbaum (Cercis siliquastrum), der strauch- bis baumartige Höhen von 4 bis 6 Meter erreicht. Verbreitet ist er im Mittelmeerraum und längs der Adriaküste. Wie Fossilfunde belegen, fand der reizvolle Strauch im Tertiär (vor 70 Mio. Jahren) weite Verbreitung. Der Legende nach soll sich Judas Ischariot an einem solchen Baum erhängt haben. In seiner Heimat wird er der Baum aus Judaea, arbor = Baum, genannt.

Verwandtschaftlich steht er den Schmetterlingsblütlern nahe. Ihn kennzeichnet ein besonderes Merkmal: Die Stammblühtigkeit (Cauliflorie), die vorwiegend an Tropenbäumen auftritt (Kakao, Melonenbaum, Papaya u. a. m.). Blüte im März/April vor Blattausbruch. Die Blüten stehen rosa gebüschelt am alten Holz.

Ansprüche: Bevorzugt sauren bis kalkhaltigen Boden und gedeiht auch im Stadtklima. Vorwiegend im Erholungsgrün bringt die Pflanzung belebende farbliche Abwechslung. Bei winterlichen Schäden nach extremer Kälte kann bis auf das gesunde Holz zurückgeschnitten werden. Holzstämme sind für feine Drechslerarbeiten und den Tischler verwendbar. Das junge Laub kann als Salat zubereitet werden. Die Knospen dienen als Kapernersatz. Zur Winterzeit fällt der Judasbaum durch seine Hülsenfrüchte auf.

Sal- oder Palmweide

Salzweide
© von Esebeck, Heribert
Salzweide
Bald nach dem Stäuben der Hasel bei Sonnenschein kündigt die Sal- oder Palmweide (Salix caprea) den Frühling an. Wild wachsend an Bachläufen, über das Wasser geneigt, werden die "Palmzweige" zur Osterwoche zur Dekoration der Kirchen verwendet. Die immense Zahl an Weiden umfasst etwa 300 Arten (heimische und außereuropäische). Ihre Verbreitung haben sie in den nördlichen Gebieten. Es sind die männlichen Bäume, die dem Imker zur Tracht verhelfen.

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Viel Spaß beim Gärtnern!

Waldrebe

Waldrebe
© von Esebeck, Heribert
Waldrebe
Die Waldrebe, Clematis-Arten: Es sind lianenartige Kletterpflanzen, die dem Garten Schmuck verleihen. Neben der Vielfalt der großblumigen Zuchtformen (Hybriden) in ihrem reichen Farbenspiel stehen die zahlreichen Wildarten zur Verfügung, die sich für die Pergola oder zur Wandbekleidung eignen. Zur gestalterischen Wirkung sind Klettergerüste als Hilfe unausbleiblich. Unermüdlich im Blühen am alten Holz ist die Anemonenblütige Bergrebe (Clematis montana), weiß und 'Tetrarosa', rosafarben zu nennen. Sie liebt den sonnigen Stand und einen schattigen "Fuß".

Japanische Zierkirschen

Hohe Anerkennung haben die japanischen Zierkirschen in unseren Gärten gefunden. In Ostasien haben die Kirschblütenfeste Tradition, da die Kirschen in ihrer Artenzahl alljährlich für eine reizvolle Farbwirkung sorgen. Zu den beliebtesten Kirschbaumarten zählt die Frühlingskirsche (Prunus subhirtella 'Pendula'). In ihrer typischen herabhängenden veredelten Form bietet sie viele Möglichkeiten der Verwendung. Je nach Witterungsverlauf bei uns blütenmäßig kurzlebig, sollte man jedoch nicht auf sie verzichten. Bereits im April, wenn uns noch zaghaft die ersten Blüten erfreuen, ist die Blütenfülle unbeschreiblich.

Maiglöckchenstrauch

Maiglöckchenstrauch
© von Esebeck, Heribert
Maiglöckchenstrauch
Ein Prachtstück sondergleichen stellt der Maiglöckchenstrauch (Halesia carolina) dar, der den Namen nach den duftenden Maiglöckchen im Laubwald erhielt. Das bei uns bis 8 m hohe Gehölz gewährt zur Blütezeit im Mai einen traumhaften Anblick, wenn längs der Zweige die zahlreichen aufgereihten Blüten sich weißen entwickeln. Die Nordamerikanerin bildet vierflügelige Steinfrüchte aus.

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Bluthasel, Frühlingsblüher, Haselnuss, Japanische Zierkirsche, Judasbaum, Maiglöckchenstrauch, Palmweide, Salweide, Seidelbast, Waldrebe

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