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Farbkleckse

© Breidbach, Martin

November 2006
Liebe Siedlerinnen und Siedler,
das Gartenjahr geht gerade erst zu Ende, und doch laufen die Vorbereitungen und Arbeiten für das nächste Jahr auf vollen Touren. Bäume und Sträucher werden gepflanzt, das Werkzeug wird geschärft und in den Katalogen stöbert man schon nach den Neuheiten für das Gemüsebeet oder den Balkonkasten.


Krokus
© Breidbach, Martin
Krokus

Krokus
© Breidbach, Martin
Krokus

Tulpe
© Breidbach, Martin
Tulpe
Höchste Zeit wird es jetzt für den ersten richtigen Farbklecks im Garten, die Blumenzwiebeln. Grundsätzlich gilt: je früher – also im September – desto besser, da die Zwiebeln so noch möglichst viele Wurzeln bis zum Wintereinbruch bilden können. Aber bis Mitte November können die Zwiebeln durchaus noch in die Erde gebracht werden.

Apropos in die Erde gebracht: mit die häufigste Frage richtet sich an die Pflanztiefe. Grundsätzlich gilt dabei: zwei- bis dreimal so tief wie die Zwiebel hoch ist sollte das Pflanzloch insgesamt sein. Für Krokusse, Traubenhyazinthen, Schneeglöckchen usw. bedeutet dies z. B. 5 bis 6 cm, für die größeren Tulpen und Narzissen 10 bis 12 cm. Wird zu tief gepflanzt, verzögern sich Wachstum, Blüte und Ausreifung und bei zu hoher Pflanzung fehlt den Pflanzen, u. a. hohe Tulpen und Narzissen, die Stabilität und sie neigen zum Kippen.

Sollten Ihr Garten – wie auch meiner – von Wühlmäusen geplagt sein, hilft ein Drahtkorb, in den sie die Zwiebeln legen können. Ihre Schmuckstücke bleiben auf diese Weise von den allzu gefräßigen Tieren verschont. Solche Körbe erhalten Sie im Internet unter www.wuehlmaus-stop.de oder Sie bauen sich selbst welche aus Kaninchendraht mit einer Maschenweite von max. 15 mm. Bei Narzissen ist dieser Schutz übrigens nicht nötig. Die Zwiebeln enthalten Alkaloide, die für die Mäuse giftig sind.

Zur Entfaltung einer einmaligen Blüte haben die Zwiebeln genügend Nährstoffe gespeichert. Als dauerhafte Kultur im Garten können Sie aber bei der Pflanzung ein wenig Kompost beimischen oder im Laufe der Vegetationsperiode Kompost auf die Erde streuen. Auf stickstoffhaltige Dünger sollten Sie aber verzichten.

Abgesehen von den oben genannten Ansprüchen sind Blumenzwiebeln recht pflegeleicht. Sie gedeihen in jedem Gartenboden, der durchlässig ist, wobei sich zu schwere Lehmböden mit der Beimischung von Sand problemlos verbessern lassen.

Ganz wichtig für die Langlebigkeit und für die Ausbreitung der Zwiebeln ist, das Laub nach der Blüte möglichst lange stehen zu lassen. Dies sieht zwar nicht immer schön aus, ermöglicht den Zwiebeln aber die Einlagerung der Nährstoffe aus den Blättern. Wer Krokusse usw. im Rasen pflanzen will, sollte ebenso bedenken, dass die Blätter erst 4 bis 6 Wochen nach der Blüte gemäht werden dürfen.

Zierlauch
© Breidbach, Martin
Zierlauch
Um eine farbenprächtige Wirkung im Staudenbeet zu erzielen sind Tuffs von etwa 20 Zwiebeln empfehlenswert. Solitärzwiebeln wie z. B. Zierlauch können auch einzeln gesetzt werden und im Rasen wirkt eine großflächige Verteilung am natürlichsten. Die erreicht man durch eine zufällige Verteilung. Wo sie hinfallen, werden sie eingepflanzt. Es können bis zu 100 Zwiebeln/m² eingesetzt werden.

Das Sortiment wächst stetig und die Pflanzen- und Farbenvielfalt ist enorm. Es liegt an Ihnen, dem neuen Jahr zu einem ersten Feuerwerk in Ihrem Garten zu verhelfen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen schon jetzt viele bunte Farbkleckse im nächsten Frühjahr.

Ihr Bundesgartenfachberater
Martin Breidbach

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