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Nadelgehölze für den Garten

November 2006 Die ältesten und auch die höchsten Bäume auf unserem Globus sind Nadelbäume. Man kann es kaum glauben. Der älteste bekannte Baum erreichte die sagenhafte Lebenszeit von 4.900 Jahren, wie das Auszählen der Jahresringe zeigte. Er gehörte zu den alten Borstenzapfenkiefern-Beständen im Great Basin Nationalpark in Nevada, USA. Den Höhenrekord hält ein Küstenmammut-Baum (Sequoia sempervirens), dessen Höhe mit 112 m dem eines 40-stöckigen Gebäudes entspricht. Wir finden ihn mit anderen Baumriesen im Redwood Nationalpark im Nord-Westen von Kalifornien.


Neben diesen Riesen gibt es bei den Nadelgehölzen auch Zwerge, die nicht höher als 30 cm werden. Zwischen den beiden Extremen finden wir bei den einzelnen Arten und Sorten die unterschiedlichsten Größen. Daneben gibt es auch verschiedene Wuchsformen, wie solche mit flachem Wuchs (Bodendecker), andere, die säulenförmig wachsen oder Sorten mit malerisch herabhängenden Zweigen. Darüber hinaus variiert auch die Farbe der Nadeln, die den einzelnen Arten ein günes, oder silber bis stahlblaues, oder auch goldgelbes Aussehen verleihen.

Für eine abwechslungsreiche Gestaltung des Gartens steht uns damit eine große Auswahl von Nadelgehölzen zur Verfügung.

nach obenBesonderer Reiz auch im Winter

Da die meisten Nadelgehölze auch im Winter grün sind (ausgenommen zum Beispiel die Lärche), beleben wir mit ihnen auch in dieser Jahreszeit den Garten. Dabei geben vor allem einzeln stehende, schon etwas ältere, ausgewählte Bäume dem Garten eine besondere Note. Auch Winterreif und Schnee auf den grünen Zweigen schaffen ein abwechslungsreiches, reizvolles Bild.

nach obenWeniger ist mehr

Die Eigenschaften, immergrün, pflegeleicht und kein Laubfall, könnten dazu verführen, einen Garten hauptsächlich mit Nadelgehölzen zu bepflanzen. Ein solcher Garten wird jedoch schnell steril und kennt kaum Jahreszeiten. Erst im Zusammenspiel mit Laub- und Blütengehölzen, bunten Stauden und Sommerblumen sowie Gräsern holen wir die ganze Pracht vom blühenden Frühling bis zum goldenen Herbst in unseren Garten.

Wir sollten daher darauf achten, wie groß die einzelnen Nadelgehölze werden und sie nicht im Übermaß pflanzen.

Nachfolgend werden einige schöne Nadelgehölze genannt, die einen Platz für sich erhalten sollten, damit sie sich auch frei entfalten können und gut zur Wirkung kommen.

nach obenDie vornehme Tanne

Flachwachsende Form der Edeltanne. Sie ist gut geeignet für Vorgärten und Heidegärten.
© Opitz, Wolfgang
Flachwachsende Form der Edeltanne. Sie ist gut geeignet für Vorgärten und Heidegärten.
Zu den herausragenden botanischen Leckerbissen gehört die Edeltanne (Abies nobilis 'Glauca'). Der lateinische Name "nobilis" = ,vornehm’, weist schon darauf hin, dass diese Tanne zu den edlen Gewächsen zählt. Bäume die aus Veredlungen und nicht aus Samen angezogen wurden, haben die schönsten blauen Nadeln. Der Stamm des Baumes wächst meist nicht gerade und bildet auch keine gleichmäßige Krone. Die Tanne verzweigt sich häufig in mehrere Triebe. Die Seitenäste sind ungleichmäßig angeordnet und unterschiedlich stark im Wuchs. Die Bäume erreichen nach 10 bis 15 Jahren 2 bis 3 m und können im Alter 15 bis 20 m hoch werden.

Flach und mehrtriebig gezogene Bäume wachsen breitbuschig und werden nicht sehr hoch. Eine besonders flach wachsende Sorte ist Abies procera 'Glauca Prostrata', die auch nach vielen Jahren kaum über 1 m hoch wird. Gelegentlich nach oben wachsende stärkere Triebe müssen jedoch entfernt werden. Die flachwachsenden Formen eignen sich gut an Terrassen sowie im Stein- und Heidegarten.

Mit bis zu 25 cm Zapfenschmuck beeindruckt die Edel-Tanne.
© Opitz, Wolfgang
Mit bis zu 25 cm Zapfenschmuck beeindruckt die Edel-Tanne.
Die Edeltanne hat einerseits auffallend schöne und dicht stehende blauweiße, beim Austrieb silberblaue Nadeln. Des weiteren beeindruckt der Baum ganz besonders mit den größten und zylindrisch geformten Zapfen aller Tannen-Arten. Die anfangs grüne Farbe der bis 25 cm langen Zapfen geht später in ein Purpurbraun über. Die Tanne ist bei uns frosthart. Der Standort soll sonnig und der Boden tiefgründig und feucht, aber durchlässig sein und sich im neutralen bis sauren Bereich befinden.

nach obenHänge-Blauzeder

Hänge-Blauzeder in flach gezogener Form.
© Opitz, Wolfgang
Hänge-Blauzeder in flach gezogener Form.
Die Hänge-Blauzeder (Cedrus atlantica 'Glauca Pendula') gibt jedem Garten eine malerische Note. Bei dieser Variante der Atlas-Zeder muss der Mitteltrieb hochgebunden werden, da die Pflanze ansonsten ganz flach bleiben würde. Die Höhe des Baumes ist damit vom künstlichen Hochziehen abhängig. So können Höhen von 4 bis 6 m, im Alter auch mehr erreicht werden. Oft werden die Pflanzen nur 2 m hoch und bilden dabei eine breite Krone aus. Ab dieser Höhe kommen ihre mähnenartig herabhängenden Zweige mit den schönen silbrigblauen Nadeln auch gut zur Geltung. Die Zeder liebt einen sonnigen Standort. Sie passt gut an Gartenteiche und auf Rasenflächen. Der Baum bevorzugt durchlässige, kalkhaltige Böden, gedeiht aber auch noch im schwachsauren Bereich und auch auf schwach sandigen Standorten. Das Frühjahr ist der sicherere Pflanzzeitraum.

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Viel Spaß beim Gärtnern!

nach obenKorea-Tanne

Auch eine botanische Besonderheit, die schon früh und reich Zapfen tragende Korea-Tanne.
© Opitz, Wolfgang
Auch eine botanische Besonderheit, die schon früh und reich Zapfen tragende Korea-Tanne.
Zu den botanischen Besonderheiten gehört auch die schon etwas bekanntere Korea-Tanne (Abies koreana). Der Baum ist auch gut für kleinere Gärten, Rabatten und Innenhöfe geeignet. Er wird nach 15 bis 20 Jahren nur 1,50 bis 3 m und später 4 bis 7 m, selten 10 m hoch. Die etagenförmig flach wachsenden Äste weisen ein dichtes Nadelkleid auf. Besonders reizvoll ist sein schon in jungen Jahren reicher Besatz mit Zapfen, die vor der Reife prächtig violett-purpur, stahlblau, an einzelnen Bäumen jedoch auch grünlich und später braun gefärbt sind. Der Zapfenschmuck hält lange bis ins folgende Jahr an. Am schönsten sind die veredelten Bäume, die schon in jungen Jahren viele Zapfen ausbilden. Die Korea-Tanne wächst in jedem gut kultivierten Gartenboden, vom sauren bis schwach alkalischen Bereich und ist gut frosthart.

nach obenMädchen in Blau

Schwach und bizarr wachsende Mädchen-Kiefer. Auch für kleinere Gärten gut geeignet.
© Opitz, Wolfgang
Schwach und bizarr wachsende Mädchen-Kiefer. Auch für kleinere Gärten gut geeignet.
Mit der Blauen Mädchen-Kiefer (Pinus parviflora 'Glauca') ist eine schwachwachsende und kleinbleibende Kiefer aus Japan zu uns gekommen. Sie wächst oft auch mehrstämmig. Die kleinen Äste sind unregelmäßig und locker angeordnet. Dadurch entsteht ein bizarres und malerisches Bild. Dazu beeindruckt sie mit ihren blaugrünen bis silbrigblauen Nadeln. Veredelte Bäume setzen bereits nach 5 bis 10 Jahren ihre eiförmigen 5 bis 10 cm dicken Zapfen an. Die Kiefer wird in 10 bis 15 Jahren bis 1,50 m hoch und kann später bis 5 (10‌) m erreichen.

Die Mädchen-Kiefer ist gut geeignet zur Auflockerung von Staudenrabatten und zur Pflanzung an der Terrasse, im Vorgarten sowie Innenhöfen.

Zapfen der Korea-Tanne mit ausgetretenem Harz.
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Edeltanne, Hänge-Blauzeder, Korea-Tanne, Mädchen-Kiefer, Nadelgehölz

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Diesen Artikel kommentieren (1)

1
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6. August 2010

Horst Dindss

hallo habe eine frage suche ein nadelbaum vieleicht nordmanntanne oder etwas änliches wo nicht grösser als 2meter wird als kübelpflanze können sie mir da weiter helfen ich möchte für meine terasse gerne einen nadelbaum den ich auch weihnachten mit kerzen bestückem kann habe aber nur die möglichkeit auf der terasse bitte geben sie mir antwort
viele grüsse horst dindas

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