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So hat man mehr von Möhren

Möhren
© Wilhelm
Möhren

November 2006 Möhren aus dem eigenen Garten haben wir nun im Sommer und Herbst reichlich gehabt, immer frisch vom Beet roh oder gekocht. Köstlich! Jetzt, im November, sind immer noch welche da und es ist abzusehen, dass es für die ersten Wintermonate langt. Wohin aber nun mit diesen Möhren? Jedenfalls nicht in einen zu warmen Keller, wo sie bald zäh und weich werden wie Kaugummi.


Es kommt auf die Menge an, wenn wir überlegen, wo sich Möhren am besten halten. Stehen nicht mehr viel, sodass sie etwa bis Weihnachten verbraucht sind, bleiben sie vorteilhaft auf dem Beet. Die ersten schwachen Fröste dauern nur kurz, bevor es erst im späteren Verlauf des Dezembers tatsächlich Winter wird. Also überbaut man das Beet mit einem Folientunnel, deckt über die Möhrenreihen zusätzlich Fichtenzweige, trockenes Herbstlaub und erntet nach Bedarf.

Wurzeln, die bis zu diesem Termin nicht verbraucht sein werden, nimmt man wie gewohnt aus der Erde. Das geschieht erst, wenn sich das Laub schon etwas braun färbte an einem trockenen Tag mit Hilfe der Grabegabel. Man schüttelt oder reibt die Erde von den Wurzeln, dreht das Laub mit den Händen ab und sortiert nach tauglich und untauglich. Tauglich sind nur vollkommen unversehrte Wurzeln, untauglich alle überreif geplatzten, beim Ernten beschädigte oder von Möhrenfliegen befallene. Diese werden, soweit verwertbar, entweder gleich aufgegessen, eingefroren oder eingeweckt.

Wer ein Frühbeet hat, kann die tauglichen Möhren dort in Sand oder Torf einschlagen. Solange es nicht friert, wird gut gelüftet, bei leichtem Frost nur das Fenster geschlossen. Vor Beginn stärkerer Fröste umgibt man den Kasten mit einer dicken Laubschicht und legt auf das Fenster zusätzlich Styroporplatten. Ersatzweise leistet eine größere Kiste gute Dienste. Sie wird in die Erde eingesenkt, mit Brettern und Dachpappe oder starker Folie von oben abgedichtet. Gegebenenfalls sorgt zusätzliches Laub oder Styropor dafür, dass Frost nicht eindringt. Ob Frühbeet oder Kiste – die Möhren bleiben fest und saftig.

Wo absehbar ist, dass alljährlich größere Mengen Wurzelgemüse, also außer Möhren Schwarzwurzeln, Rettich, Sellerie, Rote Bete, anfallen, sollte man sich einen regelrechten Erdkeller zulegen. Der wird an einem schattigen, windgeschützten Platz in entsprechender Größe aus Ziegelsteinen nicht unbedingt fest gemauert, aber doch ausreichend haltbar und mäusesicher eingerichtet, mit mehreren Abteilungen für die jeweiligen Gemüsearten. Erdkeller sind praktischer als oberirdische Mieten.

Bei alldem ist zu bedenken, dass es nicht Sinn dieser Vorratswirtschaft ist, die Möhren wer weiß wie lange zu lagern. Erstens eignen sich frühe, raschwüchsige Sorten, wie sie hauptsächlich im Garten gezogen werden, nicht dazu. Zweitens schmecken Möhren um so besser, je eher sie verbraucht werden. Drittens halten sich so die Verluste in Grenzen.

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Erdkeller, Frühbeet, Lagerung, Möhre
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