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2003 Obst

  • "Apfelsorten-Reise" durch die letzten Jahrzehnte Januar 2004
    Hat nicht jeder von uns eine besondere Erinnerung im Zusammenhang mit Obstbäumen aus seiner Vergangenheit? Zu Beginn der Apfelernte zog ein Gemeindeangestellter mit einer Trittleiter auf der Schulter vor den Ort, wo die Apfelbäume die Landstraße säumten. Unter jedem stieg er ein paar Sprossen hinauf und begann mit lauten Worten etwas über die Sorte zu berichten. Die umstehenden Zuhörer, mit Handwagen, Leitern, Körben und Kisten ausgerüstet, folgten seinen Worten. Gelegentliche Bemerkungen aus der Menge erregten Heiterkeit. Nachdem man sich über den Preis der Apfelernte des jeweiligen Baumes geeinigt hatte, zog der Trupp weiter und der neue Besitzer der Ernte begann zu pflücken. Wir als Jungen kannten die Bäume mit den wohlschmeckensten Früchten. An ihnen war zum Zeitpunkt der Versteigerung meist nicht mehr viel dran.
  • Und siehe, ein Ölblatt… Dezember 2003
    …hatte sie abgebrochen und trug’s in ihrem Munde. Wann und wohin man die Sintflut auch legt, die Taube deutete mit dem Ölblatt ihr Ende an (1. Mose 8.11.). Und im Garten Gethsemane (hebräisch Ölkelter) am Ölberg ist noch immer ein Ölbaum zu sehen, dessen Vorfahre zu Zeiten des Neuen Testaments Schatten spendete.
  • Baum – Strauch – Halbstrauch November 2003
    Das äußere Erscheinungsbild eines Baumes lässt sich am einfachsten an einer Tanne erklären. Bei einem Sämling, der im vorangegangenen Jahr gekeimt ist, wird die oberste Knospe, auch Terminale genannt, die stärkste Förderung erhalten, sie wird den längsten Jahrestrieb machen. Die darunter liegenden Knospen werden nach unten hin abnehmende Trieblängen aufweisen.
  • Apfelunterlagen für Haus- und Kleingärten November 2003
    Gehölze des Kern- und Steinobstes bestehen meistens aus zwei Partnern, der Edelsorte und der Unterlage. Letztere ist die Wurzel, auf die in der Baumschule das Reis oder das Auge veredelt wurde. Bei Bäumen mit einer Stammlänge von mehr als einem Meter hat man zwecks besserer Stammentwicklung einen weiteren Partner, den Stammbildner eingefügt. Abweichend hiervon stehen seit einigen Jahren auch "wurzelechte" Bäume zum Verkauf. Sie stammen aus der Meristemvermehrung.
  • Valsa oder Krötenkrautkrankheit Oktober 2003
    Bei der Valsa-Krankheit, auch Krötenhautkrankheit genannt, handelt es sich um zwei nahe verwandte Pilzarten. Sie befallen in unterschiedlichem Maße fast alle Kern- und Steinobstarten. So sind in der Literatur Berichte bekannt vom Auftreten an Quitte, Apfel, Pfirsich, Birne, Kirsche, Zwetschge und Aprikose. Allgemein sagt man, dass Schwächephasen des Baumes das Eintreten der Sporen durch Schnittstellen, Frostplatten, frische Blattnarben und Beschädigungen während der Ernte erleichtern.
  • Mittelfrühe Apfelsorten Oktober 2003
    • 'Jamba'
    • 'Delbardestivale' auch 'Delbard Estivale' oder 'Delcorf'
    • 'Piros'
    • 'Summerred'
  • Frostschäden an Himbeeren September 2003
    Ganz häufig finden wir um den Zeitpunkt der Ernte den Zustand, den das erste Bild (1) darstellt. Teilweise sind die Ruten gar nicht ausgetrieben oder die jungen Lateralen Seitentriebe sterben bald wieder ab. In einigen Fällen färben sich bereits die Früchte, während das Laub langsam abstirbt.
  • Gründüngung vor Obstpflanzungen September 2003
    In der zweiten Hälfte des Sommers räumen Gemüse und Erdbeeren, aber auch Strauchbeeren das Land und es stellt sich die Frage, ob eine Gründüngung sinnvoll ist. Um die Frage zu beantworten, führe man sich die Bedeutung der Gründüngung für die Bodenfruchtbarkeit und die Pflanzenernährung vor Augen:
  • Pflege der Erdbeeren und Himbeeren nach der Ernte August 2003
    Die Reife bedeutet für diese beiden Obstarten eine besonders harte Zeit. Alle Assimilate wandern in die reifenden Früchte. Besonders viel Wasser und Zucker ziehen die Samen, gesteuert durch die pflanzlichen Hormone, an sich. Für den Erhalt und für die Erneuerung des pflanzlichen Körpers bleibt nicht viel über. Erst, wenn die Früchte geerntet oder in der Natur sich von der Pflanze gelöst haben, beginnt nach einer etwa drei- bis vierwöchigen Ruhephase die Regeneration der Mutterpflanze.
  • Pflanzmaterial – worauf beim Kauf zu achten ist! August 2003
    Zur Zeit befinden sich die Produktion und der Vertrieb von Obstgehölzen in einem Umbruch. Während noch vor zwanzig Jahren Pflanzmaterial grundsätzlich in der Baumschule oder beim Gärtner mit sogenannter nackter Wurzel, das heißt ohne Ballen und ohne Pflanzgefäß gekauft wurde, nimmt heute die "Containerware" zu. Der Kunde kaufte früher mehr beim Fachmann, bei dem er im Bedarfsfalle berechtigte Reklamationen anbringen und fachliche Fragen stellen konnte. In zunehmendem Maße wandern aber getopfte Gehölze auch in die Kettengeschäfte, Baumärkte und zu anderen fachlich nicht besonders ausgebildeten Wiederverkäufern. Dadurch entstehen für den Kunden Nachteile, denen er nur durch Kenntnisse und Erfahrungen begegnen kann. Hier sollen einige Themen angesprochen werden.
  • Kahlfraß am Stachelbeerstrauch? Juli 2003
    Wer Stachelbeersträucher in seinem Garten hat, kennt vielleicht das Bild der blattlosen Zweige mitten im Sommer. Es ist die Folge einer Unachtsamkeit. Die Larven der Stachelbeerblattwespen haben ihr Unwesen getrieben.
  • Herbsttragende Himbeeren Juli 2003
    Die remontierenden oder herbsttragenden Himbeeren sind aus botanischer Sicht den sommerreifenden gleichzustellen. Viele herkömmliche Sorten neigen zum Fruchten an den Jungruten. Durch Selektion und Züchtung entstanden solche, deren Herbstertrag interessanter ist als der Sommerertrag. Erst vor einigen Jahren fand man so etwas bei der frühreifenden Sorte 'Resa'.
  • Der Specht als Zimmermann und Pilzzüchter Juni 2003
    Nicht alltäglich ist diese Kombination. Unmittelbar an einem Wanderweg durch ein größeres Waldgebiet ist dem Buntspecht ein Vordach über das Einflugloch gewachsen.
  • Der Knipbaum – die Baumform der Zukunft Juni 2003
    Seit einigen Jahren dringt eine neue Baumform aus den Niederlanden auf den Markt. Es handelt sich um den Knipbaum.
  • Pflanzen und der Schnitt der Reben in den ersten Jahren Juni 2003
    Wer möchte nicht gern einen Rebstock in seinem Garten oder an der Hauswand haben? Nicht nur zum Schmuck der Hauswand sondern auch um eigene Trauben davon zu ernten. Dazu gehört ein wenig Kenntnis.
  • Hilfe, Schnecken! Mai 2003
    Wenn auf den Beeten die ersten zarten Gemüsepflänzchen heranwachsen, Einjahrsblumen wie Tagetes oder Löwenmaul gepflanzt wurden, um den Garten im Sommer mit bunten Farben zu schmücken, beginnt mit dem Garten- auch das Schneckenjahr. Unter für Schnecken günstigen Bedingungen kann es zum Massenbefall kommen und damit zu einem Schreckensjahr für den Gärtner werden.
  • Frühjahrsdüngung für die Erdbeeren? Mai 2003
    Alljährlich wird die Frage gestellt, wieviel Dünger die Erdbeeren brauchen. Zu diesem Thema wurden in den letzten Jahrzehnten viele Versuche durchgeführt, jedoch immer vor unterschiedlichen Hintergründen.
  • Spitzenbehandlung junger und älterer Spindelbäume Mai 2003
    Im Körper von Mensch und Tier werden viele Funktionen durch Hormone gesteuert. Ähnliche Verhältnisse herrschen auch in der Pflanze. In den Spitzen der Langtriebe in der oberen Hälfte der Krone werden im Laufe des Sommers natürliche Pflanzenwuchsstoffe ("Hormone") erzeugt, die durch die Leitungsbahnen in die Wurzelspitzen abwandern. Dort regulieren sie je nach ihrer Menge deren Wachstum. Je stärker die Wurzel wächst – selbstverständlich im Zusammenspiel mit den vorhandenen Nährstoffen – je stärker ist auch das Spitzenwachstum.
  • Korrekte Pflanzhöhe bei Erdbeeren April 2003
    Die Erdbeerpflanze verfügt über zwei Mechanismen, den eigenen Bestand zu erhalten:
    • Zum einen sind es die Blüten mit dem Ziel, über die Frucht Samen zu erzeugen.
    • Zum anderen erscheinen zum selben Zeitpunkt wie die Blüten die Ausläufer, auch Ranken oder Stolonen genannt.
  • Frostschutz – Was kann man tun? April 2003
    Unter die Freude über den Austrieb und die bald beginnende Obstblüte mischt sich alle Jahre wieder die bange Frage: Wird es Nachtfrost geben? Diese Frage ist selten im Voraus zu beantworten.
  • Was passiert, wenn…? März 2003
    Im Spätherbst des vergangenen Jahres fielen mir anlässlich einer Begehung einer Erwerbsplantage Roter und Schwarzer Johannisbeeren die vielen von Pilzen befallenen Sträucher auf. Die Anlagen waren sechs bis acht Jahre alt, teils als Busch, teils als Hecke gezogen. Das Sortiment war so zusammengesetzt, dass das Angebot an reifen Früchten über einen langen Zeitraum reicht. Die Anlage grenzte an einen Buchenwald.
  • Verjüngung einer Zwetschgenpflanzung März 2003
    Die zu besprechende Anlage entstand um 1965 auf einer Fläche von ca. 6.000 m2. Es handelte sich um Viertelstämme, im Abstand von 4,5 x 4 m gepflanzt, hauptsächlich Hauszwetschgen, wenigen Süßkirschen und Äpfeln. Sie diente damals einem Eisenbahner zum Nebenerwerb. Nachdem der Besitzer vor einigen Jahren in den Ruhestand ging, stand die Frage an, den Bestand zu roden und neu zu pflanzen oder eine gezielte, konsequente Verjüngung durchzuführen. Man entschied sich für die letztere Variante, denn es war keine Wechselfläche vorhanden und das Risiko, wieder auf die gleiche Fläche zu pflanzen war zu groß. Außerdem hätte es einen Totalausfall für mehrere Jahre gegeben.
  • Altes Holz aus Johannisbeeren Februar 2003
    Wir finden immer wieder ältere Sträucher Roter, Schwarzer und Weißer Johannisbeeren, die sehr dicht, oft zu dicht sind und deswegen ungleichmäßig reifende und aromalose Beeren bringen. Es ist zwar richtig, dass die Rote Johannisbeere im Gegensatz zur Schwarzen Johannisbeere am älteren Holz die meisten Früchte bringt. Doch sollten die Bodentriebe, wenn sie das vierte oder fünfte Jahr erreicht haben, entfernt werden.
  • Zwetschgenhecke Januar 2003
    Bei der Gestaltung der folgenden Hecke stehen zwei Wachstumsgesetze im Vordergrund:
    1. Je mehr sich ein Trieb von der Senkrechten zur Waagerechten neigt, je schwächer das Wachstum.
    2. Die auf der Oberseite eines sich neigenden Astes befindlichen Augen treiben besonders stark aus: Oberseitenförderung.
  • Starkes Wachstum bremsen Januar 2003
    Es kommt immer wieder vor, dass Gartenbesitzer überrascht werden von ungeahntem oder ungewünschtem Wuchs der gepflanzten Obstbäume. Dafür gibt es verschiedene Ursachen.
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