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2005 Gemüse

  • Das Kleingewächshaus im Dezember Dezember 2005
    Im vergangenen, langanhaltenden, strengen Winter reichte eine Vliesabdeckung der Kulturen im ungeheizten Gewächshaus nicht aus. Die Frostschäden bei Endivie, Feldsalat, Spinat, Winterportulak u. a. waren mancherorts beträchtlich. Teilweise war auch der Gewächshausboden so stark gefroren, dass die übliche Frühjahrsbestellung in der ersten Märzwoche nicht erfolgen konnte.
  • Rosenkohl lässt die "Ohren" hängen Dezember 2005
    Sie kennen das veränderte Erscheinungsbild des Rosenkohls bei Frost: Er präsentiert sich mit abgesenktem Laub, die Einzelpflanze wirkt deutlich schlanker. Auf diese Weise bietet er den Röschen Schutz vor den Tieftemperaturen.
  • Letzte Erntearbeiten im Gemüsegarten November 2005
    Das betrifft Kopfkohl, eventuell Möhren und Rettiche, ebenso Schwarzwurzeln dort, wo Wühlmausfraß zu befürchten ist oder man es einfach bequem haben will beim Hereinholen der Wurzeln im Winter.
  • Das Kleingewächshaus im November November 2005
    Immer häufiger finden sich späte Gemüsekulturen, voran Endivie, Feldsalat, Spinat und Winterportulak, im Spätherbst auch im unbeheizten Gewächshaus. Soll die Ernte gut ausfallen, sind nicht nur ganz bestimmte Saat- und Pflanztermine einzuhalten, auch Klimabedingungen wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit spielen eine wesentliche Rolle.
  • Das Kleingewächshaus im Oktober Oktober 2005
    Vielfach ist man der Meinung, dass der gemüsebaulich genutzte Gewächshausboden eine Ruhezeit benötigt und daher in den Herbst- und Wintermonaten unbestellt bleibt. Das Gegenteil ist jedoch der Fall.
  • Ein Blick in die Tiefe Oktober 2005
    Das Wurzelwerk unserer Gemüsepflanzen dient deren Verankerung im Boden, der Wasser- und Nährstoffaufnahme, der Weiterleitung von Nährlösungen in den Spross und oft der Speicherung von Reservestoffen. Seine Entwicklung wird im wesentlichen durch erbliche Veranlagung (Arten), Bodenbedingungen und Kultureingriffe bestimmt.
  • Das Kleingewächshaus im September September 2005
    In der ersten Septemberwoche kann das unbeheizte Gewächshaus noch mit Endivienpflanzen bestellt werden.
  • Wintergründüngung bald erwägen September 2005
    Im Institut für Gemüsebau der FH Weihenstephan durchgeführte Versuche mit Wintergründüngung auf schwerem Boden führten zu den in der Grafik ausgewiesenen Mehrerträgen einiger geprüfter Gemüsearten.
  • Artischocken: ein Delikatessgemüse September 2005
    Artischocken sind bis zu 2 m hohe Distelgewächse (Stauden) und gelten ungeachtet ihrer "Unkrautzugehörigkeit" als Delikatessgemüse. Gestalt und Blüten zeichnen sie auch als attraktive Zierpflanzen aus.
  • Schlangenlauch oder Rockenbolle August 2005
    Gemüse kann auch zierlich sein. Dazu zählt z. B. eine Varietät des Knoblauchs, der Schlangenlauch, auch Rockenbolle genannt (Allium sativum var. ophioscorodon). Ihre Blütenstängel ringeln sich im Juni vor dem Aufblühen wie Schweineschwänzchen und sind reizvoll anzusehen.
  • Das Kleingewächshaus im August August 2005
    Gewächshausgärtner wollen selbstverständlich das ganze Jahr über ihr Haus bestellen. Ist die Frühjahrs- und Sommernutzung mit relativ wenig Problemen behaftet, so sind dem Herbst- und Winteranbau durch das fehlende Licht Grenzen gesetzt.
  • Qualitätsbeeinträchtigungen beim Blumenkohl August 2005
    Vor allem im Sommer, wenn der Blumenkohl schnell gedeiht, kann ein Teil der Pflanzen hohle Stengel und "gespaltene" Köpfe aufweisen.
  • Das Kleingewächshaus im Juli Juli 2005
    Bewässern, Düngen, kräftiges Lüften sowie die erste Schädlingsbekämpfung stehen in den kommenden Wochen im Vordergrund. Sie sind entscheidend für die Gesundheit der Gemüsepflanzen und bestimmen die Qualität des Ertrages.
  • Feldsalat nach "Schweizer Art" kultiviert Juli 2005
    Zur Tradition des Landwirtschaftlichen Absolventenverbandes Mittweida e. V. zählen je eine jährliche Frühjahrs- und Herbstexkursion. Eine solche führte z. B. zu Gemüsebauern und -gärtnern ins Nordschweizer Rheintal. Selbige kultivieren u. a Feldsalat (Valerianella locusta), großflächig für den Frischmarkt. Je nach Saattermin währt dessen Ernte vom Frühherbst, über Winter (unter Folienschutz) bis hin zu den ersten Frühlingswochen.
  • Auch Tomaten geraten ins "Schwitzen" Juli 2005
    Tomatenpflanzen benötigen bekanntlich genügend Wärme, um optimal zu gedeihen. Doch auch die kann zu üppig werden. Das ließ sich bei der großen Hitze im Jahr 2003 besonders gut beobachten.
  • Nitrat im Salat Juli 2005
    Die Empfehlung der Wissenschaft lautet: "5 × Gemüse am Tag". Ihre Beherzigung führt dazu, dass die relative Krebshäufigkeit beim Menschen sinkt. Insofern muss die noch vor wenigen Jahren so oft geäußerte Vermutung "Nitrat – Nitrit – Nitrosamine – Krebs" (Nitrat tritt betont in Blattgemüsearten auf) skeptisch betrachtet werden.
  • Kaffee gegen Schnecken Juni 2005
    Gärtnern wird im amerikanischen Magazin "Nature" empfohlen, Koffein gegen Schnecken in Salat einzusetzen. Nach dem Versprühen von Kaffee auf Salatbeeten machen die Schnecken einen Bogen um das Feld oder sterben ab – vermutlich an Herzversagen.
  • Knollenformveränderungen beim Fenchel Juni 2005
    Die "Knolle" (Zwiebel! Scheinknolle) des Gemüsefenchels erfährt im Verlaufe ihres kontinuierlichen Wachstums Wandlungen des Höhen- und Breitenverhältnisses. Das wird sicher manchem aufmerksamen Freizeitgemüsebauer schon aufgefallen sein.
  • Das Kleingewächshaus im Juni Juni 2005
    • Pflegetipps für Gewächshaustomaten
    • Paprika stellt hohe Ansprüche
    • Blattläuse bevorzugen vor allem die Paprikapflanzen
    • Gurkenpflege im Gewächshaus wie ein Profi
  • Kopfsalat gleich auf den Tisch Mai 2005
    Kopfsalat soll nach dem Schnitt nicht erst in den Kühlschrank, er muss möglichst frisch auf den Tisch!
  • Die Palme des Nordens Mai 2005
    Beim Grünkohl, der "Palme des Nordens", werden frostharte, mittel- bis dunkelgrüne Sorten mit stark gekräuselten Blättern bevorzugt, die nicht zum Vergilben und zum Abwerfen der unteren Blätter neigen. Sie sind etwa 40 cm bis 80 cm hoch, erreichen aber auch Rekordhöhe.
  • Das Kleingewächshaus im Mai Mai 2005
    Nach den letzten Frühgemüseernten steht jetzt die Neubestellung des Gewächshauses mit Tomaten, Gurken, Paprika und Auberginen an. Sie lassen sich bei sorgfältiger Pflege trotz ihrer unterschiedlichen Wachstumsbedingungen zusammen im Haus kultivieren.
  • Nährstoffmangel Mai 2005
    Wenn das Nährstoffangebot günstig ist und alle anderen Wachstumsfaktoren "stimmen", gedeihen und tragen unsere Gemüsepflanzen zufriedenstellend. 13 mineralische Stoffe sind zu ihrer Ernährung lebensnotwendig: 6 Hauptnährstoffe (Stickstoff, Phosphor, Kalium, Calcium, Magnesium, Schwefel), die in relativ großen und 7 Spurenelemente (Eisen, Mangan, Kupfer, Bor, Chlor, Molybdän), die in kleineren Mengen aufgenommen werden. Die Bodenlösung ("bodenverfügbar") und die Düngung stellen sie bereit.
  • Das Kleingewächshaus im April April 2005
    Im Gewächshaus herrscht jetzt Hochbetrieb. Die Gemüsekulturen haben mit Hilfe von Vlies die kalten Tage gut überstanden. Demnächst kommen die Radieschen zur Ernte; Salate, Rettiche und Kohlrabi folgen bald nach. Doch muss auch noch im April mit kalten Tagen gerechnet werden.
  • Wilde Rauke April 2005
    Bekannter ist sie unter dem Namen Rucola (Diplotaxis tenuifolia). Ihre fein gefiederten Blätter werden meist kleingeschnitten und roh in Mischsalaten, zuweilen auch pur gegessen.
  • Gartenkürbis - Arzneipflanze des Jahres April 2005
    Der Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde der Universität Würzburg hat den Gartenkürbis zur "Arzneipflanze des Jahres 2005" ernannt.
  • Das Kleingewächshaus im März März 2005
    Anfang März sollte man nicht mehr zögern und das Gewächshaus – ob kalt oder beheizt – unbedingt bestellen. Zum Anbau bieten sich Salatarten, Radieschen (siehe Kulturhinweise in FuG Ausgabe Februar) sowie Kohlrabi, Rettiche, Kresse und Schnittsalat an.
  • Saatzwiebeln – Steckzwiebeln März 2005
    Im Versuchsbetrieb Queckenbrunnerhof/Rheinpfalz wurden in Anbauvergleichen 2003 und 2004 die Erträge und Sortierungsergebnisse von Sä- (Sorte 'Bristol') und Steckzwiebeln (Sorte 'Setton') unter Ökokulturbedingungen miteinander verglichen.
  • "Wenn er das wüsste ... März 2005
    … würde er sich im Grabe umdrehen" – eine bekannte Redensart. Sobald ich eine Steckzwiebel verkehrt in den Boden stecke, "weiß" sie das und dreht sich in ihrer "Ruhestätte", damit auf möglichst kurzen Wegen die Wurzeln nach unten und der Spross nach oben wachsen können.
  • Pastinaken Februar 2005
    "… ein Gemüse von großer Ergiebigkeit und Güte, aber wegen des starken aromatischen Geschmacks bei manchen Personen nicht beliebt; übrigens nicht so bekannt als es verdient." (1857‌). Sein Geschmack ist würzig-süßlich (höherer Zuckergehalt als jener der Möhre), der Geruch würzig, die wesentlichen Inhaltstoffe: Kohlenhydrate (Zucker, Stärke, Pektin) stickstoffreie Extraktstoffe und ätherische Öle.
  • Schwarze Rüben Februar 2005
    'Beta Sweet' – obgleich an Rote Bete (Beta) erinnernd – eine Neuheit unter "Möhren", deren inneres, teilweise knall-oranges Fruchtfleisch mit der auberginenfarbenen "Schale" kontrastiert. Sie kommt aus den USA (Züchter: Universität Texas A&M) und soll 2004 erstmalig von fünf Bio-Betrieben auf 15 Hektar in der BRD angebaut worden sein. (Auskunft eines Ökobauern auf dem Wochenmarkt in Kiel).
  • Das Kleingewächshaus im Februar Februar 2005
    Keine Angst vor Kälte. Für den Gemüsegärtner geht die winterliche Ruhepause bald zu Ende. Die Sonneneinstrahlung ist im Februar bereits so stark, dass ohne Bedenken im unbeheizten Gewächshaus gegen Ende Februar die erste Bestellung erfolgen kann. Schnee- und Nachtfröste sollten kein Hinderungsgrund sein, schon jetzt mit dem Anbau zu beginnen.
  • Das Kleingewächshaus im Januar Januar 2005
    Der Gemüseanbau im unbeheizten Gewächshaus, ob aus Glas, Kunststoff oder Folie, muss – wie bei der Freilandbestellung – "nach Fahrplan" erfolgen.
  • Bodenerosion Januar 2005
    Der Zahn der Zeit nagt auch an unseren Böden. In Europa sollen jährlich im Mittel 1,7 kg/m2 Bodenmasse durch Wasser-/Wind-Abtrag (=Erosion) "abgeräumt" werden. Nur 0,1 kg/m2 bilden sich neu. Dabei sind Flächen, die mit einigen Gemüsekulturen z. B. Salat bestellt sind, deutlich erosionsgefährdeter als solche mit anderen Arten.
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